True Story

12 Years a Slave – britisch-amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2013.

12 Years a Slave

Der Film basiert auf den gleichnamigen Memoiren, der Autobiografie von Salomon Northup aus dem Jahr 1853.
Salomon Northup (1808 – vermutlich 1863) war ein Afroamerikaner, der als freier amerikanischer Staatsbürger in die Sklaverei gezwungen wurde und durch sein Buch Berühmtheit erlangte.

Salomons Vater Mintus war ein ehemaliger Sklave, der heiratete und mit seiner Frau nach Minerva, Essex County, New York zog. Sie bekamen zwei Söhne, Salomon und Joseph.
Sie besaßen eine Farm und Mintus bewirtschaftete eine Menge an Land und war als Bauer recht erfolgreich. Finanziell war die Familie sehr gut abgesichert. Dies ermöglichte den Eltern den beiden Söhnen Salomon und Joseph nicht nur landwirtschaftliche und handwerkliche Fähigkeiten, wie dem Schreinern zu vermitteln, sondern sie konnten sich auch eine überdurchschnittliche Schulbildung für die Kinder leisten. Außerdem lernte Salomon Geige spielen. Beide Söhne erhielten eine Ausbildung auf sehr hohem Niveau, was damals für Schwarze nicht üblich war. Neben der Schule mussten sie aber auch auf der Farm arbeiten. Die Familie zog später nach Fort Edward.

Salomon heiratet 1829 die Afroamerikanerin Anne Hampton. Auch sie bewirtschaften eine Farm in Hebron, New York. Sie bekamen drei Kinder, Elizabeth, Margaret und Alonzo. 1834 verkauften sie die Farm und zogen nach Saratoga Springs, New York. Salomon arbeitete in verschiedenen handwerklichen Berufen. Zudem machte er sich einen Namen als Violinist und erhielt lukrative Engagements in Hotels und Varietés. Bei einem seiner Auftritte in Washington, D.C. wurde er von seinen weißen Auftraggebern Merrill Brown und Abram Hamilton betrogen. Salomon wurde betäubt und von dem Menschenhändler James H.Birch als vermeintlich entflohener Sklave nach New Orleans und von dort aus weiter ins ländliche Louisiana verschleppt.

Seine Frau die zu der Zeit in Sandy Hills als Köchin arbeitete und Speisen und Getränke servierte, bekam davon nichts mit, sie hatte keine Ahnung was geschehen war.
Salomon, mittlerweile 32 Jahre alt, war nun ein Sklave. Zwölf Jahre lang musste er für mehrere verschiedene Eigentümer auf Baumwollplantagen in Louisiana arbeiten.
Abgesehen von einer kurzen Mitteilung, als er entführt wurde, hatte seine Familie keinerlei Kenntnis was genau geschehen ist. Er versuchte alles um seine Freiheit wiederzugelangen, doch es war ihm unmöglich. Nach fünf Wochen Arbeit wurde Salomon an Edwin Epps verkauft. Für ihn musste er ganze 10 Jahre hart arbeiten. Epps war ein grausamer Mensch, der die Sklaven häufig bestrafte. Er peitschte die Sklaven aus, sollten diese nicht die geforderten Arbeiten erfüllen, nicht genügend Baumwolle geerntet haben. Epps verging sich an einer jungen Frau, namens Patsey, die er immer wieder vergewaltigte. Dies führte dazu das die Frau von Epps, der die Plantage gehörte, die Sklaven noch härter arbeiten ließ.

1852 gelang es Salomon sich Gegnern der Sklaverei anzuvertrauen, die bereit waren das Risiko einzugehen um seine Familie zu benachrichtigen. Es war der kanadische Zimmermann Samuel Bass der gerade eine Arbeit für Epps verrichtete. So gelang es seinen Angehörigen eine Nachricht zu schicken. Sie sorgten nun dafür das er am 3.Januar 1853 freigelassen wurde, was mit Hilfe des Gouverneurs von New York, Washington Hunt, gelang.

Der Sklavenhändler James H. Birch wurde verhaftet und verurteilt. Er wurde freigesprochen. Der Grund dafür war das es gesetzlich verboten war das ein Schwarzer gegen einen Weißen aussagt. Die beiden Entführer Merrill Brown und Abram Hamilton wurden ebenfalls angeklagt. Der Fall jedoch fallengelassen und nicht weiter verfolgt. Keiner der mit der Entführung oder Versklavung zu tun hatte wurde bestraft.
Nun schrieb Salomon sein Buch und wurde in einer Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei aktiv. Über seine letzten Lebensjahre und seinem Tod gibt es keine genaueren Erkenntnisse. Es gibt Spekulationen und Gerüchte das er nochmals versklavt wurde.