True Story

A Woman Called Abe Sada – japanisches Drama, Erotikfilm aus dem Jahr 1975.

A Woman Called Abe Sada

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Abe Sada (1905 – nach 1970). Die Geisha Sada Abe erwürgte ihren Geliebten, entmannte ihn und wanderte anschließend ziellos mit dessen abgeschnittenen Genitalien durch die Straßen Tokios.
Der Vorfall wurde zum bekanntesten Skandal in Japans Geschichte.

Sada Abe, Tochter aus gutem Hause, hat eine schwierige Kindheit, die von Vergewaltigung, Demütigung und Unterwerfung geprägt ist. In der Familie gab es zunehmend Probleme, man schickte sie aus dem Haus wo sie sich mit anderen Jugendlichen traf. Mit 15 Jahren wurde sie von einem Bekannten vergewaltigt. Als sie immer unkontrollierbarer wurde, verkauften ihre Eltern sie 1922 an ein Geisha-Haus, in der Hoffnung ihr einen Platz in der Gesellschaft zu geben. Man hatte sie dazu gedrängt und diese Welt war für sie frustrierend und enttäuschend.

Eine Star-Geisha zu werden verlangte jedoch jahrelange Ausbildung in Kunst und Musik, diese sie nicht hatte und so wurde sie zu einer niedrigen Geisha, deren Hauptaufgabe Sex war. Sie ist nun 18 Jahre alt und gerät in die Welt der Prostitution. Sie arbeitet in legalen und illegalen Bordellen, sie arbeitet als Kellnerin wobei sie die niedrige Entlohnung wieder zur Prostitution führt. Sie arbeitet teils unter falscher Identität in unterschiedlichen Berufen, die sie durch ganz Japan führen. In dieser zerstörerischen Phase prägt sich ihr Verlangen nach Männern.

1933 starb ihre Mutter und sie ging nach Tokio, wo sie ihren Vater bis zu seinem Tod pflegte. Sie arbeitete in einem illegalen Bordell wo man sie verhaftet hatte. Ein Freund des Bordellbesitzers kaufte sie frei und sie wurde seine Geliebte. Sie fühlte sich zu ihm hingezogen, ihm wurde es zu viel, da sie verlangte das er sie die ganze Nacht im Intimbereich berühren solle. Sie trennten sich und sie ging 1935 nach Nagoya. 1936 begann sie eine Lehre in einem Restaurant wo sie mit dem Besitzer Ishida Kichizo mehrmals Sex hatte. Seine Frau führte das Restaurant und sie könne ihn nicht sexuell befriedigen. Sie verbrachten mehrere Nächte in verschiedenen Hotels, bevor Ishida zu seiner Frau zurückkehrte.

Abe wurde eifersüchtig, sie trank und dachte daran ihn zu ermorden. Sie trafen sich wieder und während des Liebesaktes legte sie ein Messer an seinen Penis und sagte, sie werde sicherstellen, dass er ihr nie untreu werde, was Ishida mit Lachen erwiderte. Sie begann ihn zu würgen, er animierte sie weiterzumachen. Ishida sagte; „Du wirst den Gürtel wieder um meinen Hals legen und abschnüren, wenn ich schlafe, oder ? Wenn du anfängst, höre nicht auf, weil es danach schmerzhaft ist.“ Am Morgen des 18. Mai strangulierte sie ihn während er schlief zu Tode. Nachdem sie mehrere Stunden lang neben seinem Körper gelegen hatte, trennte sie seine Genitalien mit dem Küchenmesser ab, packte sie in eine Zeitschrift ein und trug sie bis zu ihrer Verhaftung drei Tage später mit sich. Mit Blut schrieb sie auf seinen linken Schenkel und das Laken „Sada, Ishidia Kichi zusammen“, und ritzte ihren Namen in seinen linken Arm. Sie zog seine Unterwäsche an, verließ das Zimmer und bat das Personal Ishida nicht zu stören.

Jetzt bekam sie Besuch von der Polizei, wo sie dem Polizisten die Genitalien als Beweis zeigte. Sie wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt. Sie sagte; „Was ich meisten an diesem Vorfall bedauere ist, dass ich als eine Art sexuelle Perverse missverstanden werde. Es gab in meinem Leben keinen Mann wie Ishida. Es gab Männer die ich mochte und mit denen ich ohne Geld zu verlangen geschlafen hatte, aber für keinen fühlte ich wie für Ishida“. Abe schlug Kapital aus ihrer Bekanntheit, viele interviewten sie und schrieben Bücher. Sie arbeitete wieder als Kellnerin und trat in einer Wanderbühnenproduktion auf. 1970 verschwand sie aus der Öffentlichkeit, sie war in einem Kloster untergetaucht…und hier verliert sich ihre Spur.