True Story

Border Run – amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2013.

Border Run

Der Film basiert auf wahren Begebenheiten. Hierbei geht es um die Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Mexiko, dem Menschenschmuggel und dem Menschenhandel. Die Grenze durchläuft eine Vielzahl an Landschaften, die zwischen Großstädten und unwirtlicher Wüste kontrastieren.

Es ist eine der weltweit am häufigsten überquerten Grenzen. Im Jahr 2006 wurden an den 20 Grenzübergängen knapp 250 Millionen legale Überquerungen gezählt. Die Zahl der illegalen Einwanderer aus den Ländern Mexiko, Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua und Ecuador wird auf jährlich 350.000 geschätzt. Es ist eine Grenze zwischen Erster und Dritter Welt, auf der einen Seite Kalifornien als reichster Staat der USA und der anderen Seite Baja California, ein armer Staat Mexikos.
Die US-Politik braucht Mexiko als strategischen Partner zur Kontrolle des Marktes nach Süden. Für die USA eine günstige Gelegenheit für billige Arbeitskräfte, ein Ort um zu investieren. Sie wollen nur den Markt aber nicht die Menschen.

Illegale Einwanderung in die USA, Waffenschmuggel und Menschenhandel sind ständige Themen in den Grenzgebieten. Die Grenze wurde von den USA erweitert, ausgebaut und es kam zu einer Verdopplung der Einsatzstärke der United States Border Patrol.
Der mexikanische Präsident Felipe Calderòn verglich den Ausbau der Grenzanlagen mit dem Bau der Berliner Mauer und auch Amnesty International kritisierte den Bau.
Die Zahl der Menschen, die beim Versuch die Grenze illegal zu überschreiten sterben, wird jährlich auf 250 bis 500 geschätzt. Im Jahr 2010 starben allein 253 Menschen, die versuchten die Sonora-Wüste im südlichen Arizona zu durchqueren. In den Jahren 2007 bis 2012 haben trotz entgegenstehender Einsatzrichtlinien Beamte der US Border Patrol in mindestens zehn Fällen über die Grenze nach Mexiko geschossen und dabei in sechs Fällen völlig unbeteiligte mexikanische Bürger tödlich verletzt. Die US Border Patrol unterliegt keiner öffentlichen, gerichtlichen Kontrolle, so dass in keinem der Fälle ein Beamter vor Gericht gestellt wurde.

Bereits bevor Präsident Felipe Calderòn im Jahr 2006 den Drogenkrieg bzw. den Kampf gegen das organisierte Verbrechen ausrief, agierten in Mexiko Netzwerke von Schleppern und Schleusern, die Coyotes. Ein Migrant muss durchschnittlich zwischen 2000 und 5000 US-Dollar aufbringen damit ihn ein Coyote in die USA schmuggelt. Migranten werden von der Polizei und Migrationsbeamten erpresst, beraubt und körperlich angegriffen. Das Ausmaß der Gewalt hat sich vervielfacht. Folter und Ermordungen durch bewaffnete kriminelle Banden sind an der Tagesordnung, auch lokale Behörden sind daran nicht ganz unbeteiligt. Spätestens seit dem Fund von 72 getöteten im Jahr 2010 im mexikanischen Bundesstaat Tamaulipas rückt das Thema Menschenrechtsverletzungen ins öffentliche Interesse. Seit dem Amtsantritt Felipe Calderòn sind in Mexiko schätzungsweise 100.000 zentralamerikanische, aber auch mexikanische Migranten spurlos verschwunden. Immer mehr Massengräber werden entdeckt, Migranten werden entführt, man fordert ein Lösegeld, wird es nicht gezahlt so werden sie gefoltert oder getötet.

So sind zum Beispiel in den letzten zehn Jahren mindestens 60.000 Menschen aus El Salvador verschwunden, die zum letzten Mal Kontakt zu ihren Familien von mexikanischen Boden aus hatten. Frauen werden misshandelt und vergewaltigt, man schätzt zwei Drittel der Frauen und Mädchen auf ihrem Weg durch Mexiko. Menschenschmuggler zwingen sie oftmals schon vor Beginn der Reise eine Verhütungsspritze zu verabreichen. Würden sie ihre Vergewaltiger anzeigen, droht man ihnen sie in ihr Herkunftsland zurück zu schicken.
Alle Migranten nehmen all dies in Kauf, um der Armut und fehlender Perspektiven ihres Heimatlandes zu entfliehen. Haben sie es bis in den Norden Mexikos geschafft, gilt es eine weitere Hürde zu überwinden, die Grenze zu den USA.

 

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