True Story

Cradle Will Fall (Baby Blues) – amerikanischer Thriller, Drama aus dem Jahr 2008.

Cradle Will Fall

Der Film beruht auf der grausamen Geschichte von Andrea Yates, die im Jahr 2001 ihre fünf Kinder ermordet hat. Sie ertränkte alle fünf ihrer eigenen Kinder in der Badewanne.

Andrea Yates, geboren 1964, in Houston Texas. Sie war die jüngste von fünf Kindern, ihrer Mutter Jutta Karin Koehler, eine deutsche Einwanderin und ihrem Vater Andrew Emmett Kennedy, irischer Abstammung. Als Kind litt sie an Bulimie und Depressionen. Im Alter von 17 Jahren sprach sie mit einem Freund über Selbstmord.
Sie absolvierte die Highschool und war Klassenbeste. Danach studierte sie. Von 1986 bis 1994 arbeitete sie als Krankenschwester.
Im Sommer 1989 lernt sie in Houston, Texas, ihren späteren Partner Russell „Rusty“ kennen. Sie wurden ein Paar und zogen zusammen. Am 17. April 1993 wurde geheiratet, sie planten viele Kinder und kauften ein Haus.

1994 bekam sie ihr erstes Kind Noah. Kurz darauf hatte Rusty ein Jobangebot in Florida angenommen, wo die junge Familie hinzog. Sie bekam ihr zweites Kind, einen Jungen mit Namen John. Durch die Geburt des dritten Kindes, Paul, gingen sie zurück nach Houston und kauften ein Wohnmobil. Nach der Geburt des vierten Sohnes, Luke, wurde Andrea depressiv. Die Medien behaupteten das ihr Zustand durch einen Prediger beeinflusst wurde. Andrea Yates versuchte Selbstmord zu begehen, durch eine Überdosis Tabletten wollte sie sich das Leben nehmen. Daraufhin brachte man sie in ein Krankenhaus. Nach ihrer Entlassung bat sie ihren Mann sie sterben zu lassen, indem sie sich ein Messer an den Hals hielt. Sie kam wieder in ein Krankenhaus, ihr Zustand stabilisierte sich und konnte entlassen werden.

Im Juli 1999 erlitt sie einen Nervenzusammenbruch und Ärzte stellten die Diagnose, postportale Psychose, auch Baby Blues genannt.
Im Jahr 2000 kam ihr fünftes Kind, Tochter Mary, zur Welt. Da sie nun fünf Kinder hatte, riet man dem Paar keine Kinder mehr zu zeugen.
Sie nahm ihre Medikamente nicht ein, verstümmelte sich und las fieberhaft in der Bibel. Wieder brachte man sie in ein Krankenhaus, man behandelte sie und wurde wieder entlassen.

Am 20. Juni 2001 ging Rusty zur Arbeit, seine Mutter hatte man beauftragt nach Andrea zu sehen. Ärzte hatten eine Anweisung gegeben Andrea rund um die Uhr zu beobachten. Doch ihre Schwiegermutter kam zu spät. Andrea hatte all ihre fünf Kinder Noah (7), John (5), Paul (3), Lukas (2), Maria (6 Monate) in der Badewanne ertränkt. Die leblosen Körper legte sie ins Bett, rief die Polizei und gestand ihre Tat.
Es kam zur Anklage und die Staatsanwaltschaft forderte die Todesstrafe. Das Gericht verurteilte sie im Jahr 2002 zu lebenslanger Haft.
2006 plädierte sie auf Unzurechnungsfähigkeit. Nach einer dreitägigen Beratung der Behörden, befand man sie für nicht schuldig, wegen Unzurechnungsfähigkeit. Man brachte sie stattdessen in eine Nervenheilanstalt.

Rusty Yates behauptete, dass der damalige Psychiater die Krankheit besser hätte erkennen müssen und eine richtige und vor allem bessere Behandlung anordnen müssen.Trotz seines Drängens, die medizinischen Aufzeichnungen von vorherigen Behandlungen zu überprüfen. Man hätte sich geweigert ein Medikament, ein Neuroleptika namens Haloperidol, während des ersten Zusammenbruchs bei dieser Behandlung zu verabreichen. Das Krankenhaus hatte keine andere Wahl, nach vorgeschriebener zehntägiger Behandlung hatte man sie entlassen müssen.
Andrea Yates sagte, als sie noch im Gefängnis saß, sie sei keine gute Mutter gewesen bzw. dachte sie es. Ihre Kinder hätten sich falsch entwickelt. Satan hätte die Kinder beeinflusst und hätte sie ungehorsam gemacht.

Im Alter von 77 Jahren, im Jahr 2041, hat sie einen Anspruch auf Bewährung. Ihr Anwalt sagt; Auch wenn sie ihre fünf Kinder umgebracht hat, so spricht er von sechs Opfern, Andrea Yates wäre eines davon. Sie würde es heute verstehen, dass die psychischen Erkrankungen die treibende Kraft für ihre Tat waren und sie trauert um ihre Kinder. Nur kommt diese Einsicht leider zu spät.