True Story

Das süsse Jenseits (The Sweet Hereafter) – kanadisches Drama aus dem Jahr 1997.

Das süsse jenseits

Der Film wurde inspiriert von einem tatsächlichen Busunglück und dessen Folgen.

Das Unglück ereignete sich am 21. September 1989 um 7.30 Uhr in der Stadt Alton im Bundesstaat Texas.
Ein LKW Fahrer des Konzerns Coca Cola kollidierte mit einem Schulbus. Der Bus fuhr wie jeden Morgen und sammelte die Schüler ein. An einer Kreuzung kam es zu der Tragödie als der Fahrer des Coca Cola LKW ein Stoppschild missachtete. Er rammte den Bus, dieser kam von der Straße ab, fiel 21 Meter tief über eine Klippe und landete in einer Kiesgrube. Der Bus kippte um und füllte sich binnen Sekunden mit Wasser. 

In dem Bus waren 81 Kinder, im Alter zwischen 12 und 18 Jahren, 19 Kinder starben im Bus, sie ertranken, zwei weitere Kinder starben später in einem Krankenhaus. 49 der Kinder wurden verletzt, 11 Kinder kamen unverletzt mit dem Schrecken davon. Auch der Busfahrer überlebte.
Bis heute ist es das tragischste Busunglück in Texas. Der Unfall wurde untersucht durch die NTSB, eine zivile Transport-Unfalluntersuchungs-Behörde und es wurde festgestellt das der Fahrer des Coca Cola LKW Ruben Perez die Schuld für diesen Unfall trägt. Er gab an das die Bremsen des LKW versagt hätten. Bei dem LKW hatte man eine Woche zuvor eine Inspektion durchgeführt.

Der Hersteller von dem Schulbus wurde verklagt, da nur eine hintere Notfalltür nicht ausreichend war, hätte der Bus diese auch auf der linken hinteren Seite gehabt, wären möglicherweise alle Kinder unbeschadet davon gekommen.
Die Stadt Alton wurde verklagt, da die Grube nicht ausreichend gesichert war. Dutzende von Anwälten beschäftigten sich mit diesem Fall und eilten nach Alton.
Den Fahrer des LKW hatte man der fahrlässigen Tötung angeklagt, dies wären bis zu zehn Jahren Gefängnis. Er wurde jedoch freigesprochen und Tests ergaben keinerlei Spuren von Alkohol oder Drogen. Ruben Perez sagte; „Er war ein Gefangener von einem außer Kontrolle geratenen Fahrzeug“.

Das Unternehmen Coca Cola und die Firma die den Schulbus entworfen und gebaut hatten, haben mehr als 150 Millionen US-Dollar an die Familien der Opfer gezahlt, Coca Cola 133 Millionen und der Hersteller vom Schulbus 23 Millionen US-Dollar.
Die Anwaltskosten der Kläger beliefen sich auf 50 Millionen US-Dollar.

Viele der Bewohner der Stadt Alton waren verärgert, da die Familien der Opfer das Geld das sie durch die Klage bekommen haben für größere Häuser und teure Autos ausgaben. Ihnen warf man eine regelrechte Gier vor. Der Pfarrer der Gemeinde sagte, man solle nun aufhören die Opfer zu beurteilen, wie sie ihr Geld ausgeben. Die Anwälte haben diese Gier doch veranlasst und die Menschen wollen einfach nur in Frieden leben.