True Story

Die Morde von Snowtown – australisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2011.

Die Morde von Snowtown

Der Film handelt von den sogenannten Snowtown-Morden oder auch bekannt als Leichen-in-Fässern-Morde. Eine Mordserie in Australien, bei der zwischen August 1992 und Mai 1999 elf Menschen ermordet wurden. Der Name bezieht sich auf die Stadt Snowtown, in der die Opfer gefunden wurden. Aber nur eines der Opfer wurde dort getötet, und keines der Opfer und keiner der Täter stammte aus Snowtown.
Die Morde wurden aufgedeckt als am 20. Mai 1999 die Überreste von acht Opfern in einer vermieteten Bank gefunden wurden. Sie befanden sich in mit Säure gefüllten Fässern.

Die Stadt Snowtown liegt 145 Kilometer nördlich von Adelaide, der Hauptstadt von South Australia. Die Leichen wurden an verschiedenen Orten in Südaustralien aufbewahrt und erst Anfang 1999 in die Bank verbracht, als bekannt wurde, dass die Polizei in mehreren Vermisstenfällen Ermittlungen begonnen hatte. Die acht Leichen wurden in sechs Plastikfässern im Banktresor gefunden. Die leerstehende Bank hatten die Täter gemietet.
Die Einzelheiten des Falls, speziell die Art, auf welche die Opfer gefunden wurden, führten zu einer Mischung aus Entsetzen und Faszination in der Öffentlichkeit. Es folgte ein regelrechter Strom von Besuchern die sich vor dem Bankgebäude fotografieren lassen.
Drei Tage später wurden zwei weitere Leichen, vergraben, im Hinterhof einer Vorstadt von Salisbury gefunden.

Es folgte eine langwierige verdeckte Ermittlung der Polizei und sie kam zu dem Schluss, dass die Morde von den selben Tätern verübt wurden. Ein weiteres Opfer wurde bereits 1994 gefunden, konnte aber erst später zugeordnet werden.
Als Haupttäter und Anführer der Gruppe wurde John Bunting identifiziert. Weitere sechs Personen halfen ihm bei seinen Morden. Die Opfer wurden zumeist von John Bunting aus einer Laune heraus gewählt, aufgrund eingebildeter Verfehlungen. Manche der Opfer wurden ermordet, nachdem er über ihre angeblichen Beziehungen mit Kindern gehört hatte. Dies beruhte normalerweise auf fadenscheinigen Beweisen oder Gerüchten. Andere wurden ermordet, aufgrund ihres Übergewichts, ihrer Homosexualität oder weil sie Drogen nahmen. Die meisten Opfer waren Freunde oder Bekannte von zumindest einer Person aus der Gruppe, andere waren Verwandte. Von den ermordeten nahmen sie die Sozialversicherungsnummer und Bankdaten um deren Rente zu beziehen. Insgesamt wurden 97.200 Dollar durch diese Masche gewonnen.

Der letzte Mord wurde in der Bank durchgeführt, nachdem die Fässer bereits dort eingelagert wurden. Im Bankgebäude fanden sich zahlreiche Werkzeuge, welche von den Tätern zum Foltern und Töten genutzt wurden. Die Pathologen fanden heraus, dass die Opfer längere Zeit gefoltert wurden. Dabei wurden Pinzetten, Zangen und Schraubstöcke genutzt. So wurden beispielsweise einige mit einem Seil stranguliert, misshandelt, geschlagen und wiederholt mit Schlägen in die Genitalien gequält, ein Zeh zerschmettert, mit Elektroschocks an den Genitalien gefoltert, mehrfach eine Wunderkerze in die Harnröhre eingeführt und angezündet. Etwas von dem Fleisch des elften Opfers war gebraten und von Bunting und einem Mittäter gegessen worden.
Das Entdecken der Fässer im Mai 1999 in Snowtown war das Resultat zweijähriger Ermittlungen der Polizei. Als die Fässer geöffnet wurden, fand man mumifizierte und nicht aufgelöste Überreste, da die Leichen in Salzsäure eingelagert wurden.
Man konnte die Täter verhaften und sie wurden angeklagt, drei von ihnen bekamen eine lebenslange Haftstrafe.