True Story

The Seasoning House – britischer Thriller aus dem Jahr 2012.

The Seasoning House

„Preisgekrönter Trip in die Hölle menschlicher Abgründe“.

Der Film basiert auf Fallstudien von wahren Ereignissen, die auf der ganzen Welt in vielen Kriegsgebieten passieren. Hier geht es nicht nur um den Krieg allein, in denen gekämpft wird, sondern mehr um die Leiden der Frauen und jungen Mädchen in einem Krieg, diese man misshandelt, ausbeutet und vergewaltigt. Es ist schockierend was diese Frauen und Mädchen alles durchmachen müssen und das sie für Männer nichts anderes als Waren sind, mit denen ebenso gehandelt wird wie mit Waffen oder Drogen.

Dies sind Auswirkungen eines Krieges auf Menschen die ungewollt hinein gerissen werden und die ihr normales und alltägliches Leben hintersich lassen müssen. Junge Frauen die verletzt oder misshandelt werden, sieht man dabei eher als ein Randproblem, das einfach unter den Teppich gekehrt wird. Solche schrecklichen Dinge geschehen jeden Tag, auch in Ländern, wo derzeit kein Kriegszustand herrscht. Der Regisseur Paul Hyett hat hier selbst recherchiert und war fassungslos darüber, was hier und heute im 21. Jahrhundert geschieht.

Die Koautorin Helen Salomon die auch die Grundidee zu der Geschichte und einen Großteil der Recherche im Vorfeld betrieben hatte, konnte sogar mit einigen Mädchen in Kontakt treten, die selbst durch diese Hölle gehen mussten. Nur sehr wenige können diesen schrecklichen Umständen entkommen, und die paar, die es schaffen, verlieren sich oft in der Vergangenheit und den grauenvollen Dingen, die sie erlebt haben. Viele Ärzte die solche Mädchen nach ihrer Gefangenschaft behandeln konnten, meinen, dass auch jahrelange Therapie und Rehabilitation diese jungen Frauen nicht zurückbringen kann. Sie haben sich von dieser Welt verabschiedet und oft sehen sie Selbstmord als einzigen Ausweg.

Es gibt einfach nur ein bestimmtes Maß an Qualen, das ein menschlicher Geist und Körper ertragen kann, und diese Mädchen werden etwa zwanzig Mal am Tag vergewaltigt, verprügelt und gefoltert. Ihre ungefähre Lebenserwartung liegt dabei zwischen vier und acht Wochen. „Wir hatten wirklich eine Unmenge solcher Informationen und oft konnten wir es nicht ertragen, diese vielen schrecklichen und traurigen Geschichten der Mädchen zu hören“. Im Krieg gibt es Menschen die völlig desensibilisiert werden, die fähig sind anderen Lebewesen derart grauenvolle Dinge anzutun, andere Menschen zu foltern, misshandeln, vergewaltigen oder gar zu töten.

Manche entwickeln eine plötzliche Fähigkeit anderen Menschen große Schmerzen und Leid zuzufügen. In Kriegen gibt es Umstände die einen ganz gewöhnlichen Menschen dazu bringen, seinen Charakter oder sein ganzes System zu verändern. Manche von ihnen mussten vielleicht einen Krieg durchmachen, unfreiwillig Menschen töten, irgendetwas, das eine Art Auslöser für ihr weiteres brutales Verhalten war. Eine Ausbildung der Soldaten heißt auch ihre Persönlichkeit zu brechen die in Situationen eines Krieges zu allem fähig sind. Der im Film gezeigte Krieg ist der Balkankrieg in den 1990er Jahren. Hierzu sagte ein Psychiater namens Jakulic „Jede Armee dieser Welt vergewaltigt. Die normale wissenschaftlich belegte Zahl von Psychopathen innerhalb der Bevölkerung liege bei 7 bis 9 Prozent. Doch in diesem Krieg, die andere mit Genuss quälten bis zu 30 Prozent“.

Heute gibt es kaum ein Land das in seiner Geschichte nicht irgendwann einen Krieg zu verzeichnen hätte. Wenn dann auch noch die Infrastruktur zusammenbricht und die Polizei oder das Rechtssystem an Einfluss verliert, können auf diese Weise ganze Dörfer oder Ortschaften zerstört werden. In Kriegsgebieten übernimmt dann meist das Militär die Kontrolle und versucht, mit dem ganzen Chaos und Tod zurechtzukommen. Das ist kein einfacher Job, und oft geschehen fürchterliche Dinge aus einer Überforderung der Zuständigkeiten heraus.