True Story

Lawrence von Arabien – britisches Drama, Abenteuerfilm, Biografie aus dem Jahr 1962.

Lawrence von Arabien

Der Film basiert auf dem autobiografischen Kriegsbericht „Die sieben Säulen der Weisheit“ von Thomas Edward Lawrence.

T. E. Lawrence (1888-1935), bekannt als Lawrence von Arabien, war britischer Offizier, Archäologe, Geheimagent und Schriftsteller.
Seine Bekanntheit erlangte er durch seine Beteiligung an dem von den Briten forcierten Aufstand der Araber gegen das Osmanische Reich während des Ersten Weltkrieges.

1909 im Alter von 21 Jahren reiste Lawrence als Student wochenlang zu Fuß und allein durch Palästina und Syrien um dort die Architektur zu studieren. Nach seinem Orientalistik-und Archäologiestudium in Oxford nahm er 1911-1914 an Ausgrabungen am Euphrat teil und fertigte Landkarten von der Halbinsel Sinai an. Er erlernte die arabische Sprache und sein Interesse galt den Beduinen, für die er regelrecht schwärmte und sie als große Nation empfand.

1914 schloss er sich einer Expedition durch die Negev-Wüste an, die gleichzeitig einer strategischen Auskundschaftung durch den britischen Geheimdienst diente. Ende 1914 wurde er als Leutnant zum militärischen Geheimdienst nach Kairo versetzt. Im Juni 1916 zettelte Scherif Hussein, der Emir von Mekka, mit seinen Söhnen einen Aufstand auf der arabischen Halbinsel gegen den osmanischen Sultan an. Die Briten unterstützten Scherif Hussein mit Geld und berieten ihn in militärischen Fragen. Aufgrund seiner Orts-und Sprachkenntnisse wählte man Lawrence als Verbindungsmann und sandte ihn an den Ort des Geschehens. Rasch avancierte Lawrence zu einer der Schlüsselfiguren des arabischen Unabhängigkeitskampfes, nicht zuletzt durch einen engen von gegenseitigem Respekt getragenen Kontakt zu Faisal I., einem der Söhne des Emirs Scherif Hussein.

Lawrence übernahm Taktiken des Guerillakrieges, verfügte jedoch über keine besondere Militärerfahrung, um den schlecht organisierten Beduinen die für offene Feldschlachten zu schwach waren, zur Seite zu stehen. Der Krieg beschränkte sich im Wesentlichen auf Überraschungsangriffe auf osmanische Militärposten und Sprengstoffanschläge auf die Hedschasbahn, einer Eisenbahnlinie von Damaskus bis Medina, sowie auf Anschläge auf die Wasserversorgung. Diese kleinen jedoch mit großer Wirkung ausgeführten Aktionen schwächten und demoralisierten die osmanische Armee und führten im Juli 1917 zur Einnahme der Hafenstadt Akaba. Der vorherigen Eroberung von Al Wajh, einer Hafenstadt auf halben Weg nach Akaba, war hierbei von großer Bedeutung. Sie wurde zum Wendepunkt im Feldzug gegen die Osmanen unter Cemal Pascha, dieser jungtürkischer Nationalist, General und Regierungsmitglied des Osmanischen Reiches war, außerdem einer der Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den Armeniern.

Die Stadt Al Wajh wurde zum Hauptstützpunkt für Faisal I. aufgebaut nachdem Lawrence dort eintraf. Im Oktober 1918 fiel Damaskus an die arabischen Rebellen und britische Truppen marschierten ein. Es kam zum Waffenstillstand und Lawrence zog sich aus seiner Sonderrolle bei den Arabern zurück, seelisch und körperlich erschöpft, ihn plagten Schuldgefühle, da er die ganze Zeit wusste, dass der nördliche Raum gemäß dem geheimen Sykes-Picot-Abkommen in britische und französische Zonen aufgeteilt werden sollte.

Lawrence lehnte Auszeichnungen und hohe Posten ab. 1923 versteckte er sich und lebte unter falschem Namen bis 1935 wo er als einfacher Soldat bei der britischen Luftwaffe diente. Sein Wunsch nach Anonymität wurde nicht respektiert, bis zuletzt wurde er von der Öffentlichkeit verfolgt. Am 13. Mai 1935 kam er mit seinem Motorrad von der Straße ab, sechs Tage später erlag er seinen schweren Kopfverletzungen im Alter von 46 Jahren.

Seine Geschichte ist die Erzählung des täglichen Lebens, unbedeutender Geschehnisse kleiner Menschen. Er selbst sah es als Erinnerung an seiner Beteiligung an dieser Revolte. „Wir dachten, wir hätten für einen neuen Himmel und für eine neue Welt gearbeitet, und sie dankten uns freundlich und machten ihren Frieden.“