True Story

Soul Surfer – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2011.

Soul Surver

Der Film basiert auf der Lebensgeschichte von Bethany Hamilton, einer Surferin, die bei einem Hai-Angriff einen Arm verlor.

Bethany Hamilton, geboren 1990 auf Kauai, Hawaii. Das Surfen lernte sie von ihren Eltern, die als begeisterte Wellenreiter noch vor ihrer Geburt vom amerikanischen Festland nach Hawaii gezogen waren. Im Alter von fünf Jahren gewann sie den ersten Platz eines Wettbewerbes. In den Jahren darauf folgten weitere Wettkämpfe, 1998 der Sieg beim „Rell Sunn Menehune“, ihr erster großer Wettbewerb den sie für sich entscheiden konnte. 1999 erreichte sie den ersten Platz bei den „Haleiwa Menehune“-Meisterschaften. Im Februar 2000 gewann sie beim „Volcom Puffer Fish.“ Auf Hawaii gilt sie als eines der größten Surftalente.

Am 31. Oktober 2003 ging Bethany am frühen Morgen zum Surfen am „Tunnels Beach“ auf Kauai. Gemeinsam mit ihrer Freundin und deren Vater wartete sie etwa einen Kilometer vor dem Makau-Strand bei Haena auf die richtige Welle, als der Hai ohne vorherige Warnung angegriffen hatte. Mit einem Biss riss er den linken Arm direkt unter der Schulter des Mädchens ab. Das Mädchen schrie plötzlich in Panik; „Hai,Hai.“
Ihre Mitsurfer hatten die Gefahr zunächst nicht bemerkt, sie dachten, das Mädchen mache Witze. Erst als sie sahen, dass Bethany mit nur noch einem Arm Richtung Strand paddelte, reagierten sie.

Die Leute am Strand sagten, das Wasser sei kristallklar gewesen und es habe keinen Hinweis auf einen Hai in der Nähe gegeben, berichtete Polizeisprecherin Cyndi Ozaki. Tage zuvor hatte sich ein großer Hai in der Region gezeigt, war dann aber wieder verschwunden. Als Bethany an Land stolperte, gelang es den Strandbesuchern die Blutung zu stoppen. Die 13-jährige wurde in ein Krankenhaus gebracht, der abgetrennte Arm wurde nicht gefunden.
In der Umgebung wurden alle Strände vorsorglich geschlossen. Die Gebissspuren die der Raubfisch in dem Surfbrett hinterlassen hatte, ließen darauf schließen, dass es sich um einen großen Hai gehandelt habe. Experten schätzten seine Größe etwa auf vier bis fünf Meter.

Bethany erinnert sich an einen „schweren Schlag“, an „ein Rütteln“, dann war überall Blut im Wasser. Sie spürte keine Schmerzen, immer wieder verlor sie das Bewusstsein.
Jedes Jahr werden vor Hawaii Surfer von Haien angegriffen. Der Fall von Bethany Hamilton ging um die Welt. Noch im Krankenhaus liegend fragte sie; „Wann kann ich wieder surfen?“ Die Ärzte und ihre Eltern dachten es sei der Schock.
Doch vier Wochen später stand das Mädchen tatsächlich wieder auf einem Surfbrett. Das Meer, sagte sie, ist meine zweite Heimat, sie verspüre keine Angst. Selbst ihr Therapeut war verblüfft von diesem Mädchen. Schnell stellte sie sich auf das Surfen mit einem Arm ein.
2004 trat sie erstmals wieder bei Wettkämpfen an, nun surfte sie im Weltcup gegen die Besten aus Australien, Brasilien und den USA.

Es ist ein kleines Wunder. Bethany ist in der Surfszene eine Heldin. Sobald sie in Peniche am Strand auftaucht, stürmen Autogrammjäger auf sie zu. Zwischen den Läufen zieht sie sich zurück.Aber auch hier kommt sie kaum zur Ruhe, ständig holt sie eine Betreuerin für die nächsten Interviews ab. Aus dem Surfer-Mädchen ist eine Symbolfigur geworden. Die Menschen bewundern sie für ihre Tapferkeit. Ihre Eltern mussten einen Manager engagieren, der ihre vielen Termine koordiniert. Sie besuchte Opfer der Tsunami-Katastrophe auf Sumatra, einmal sprach sie auf dem US-Luftwaffenstützpunkt in Ramstein vor verwundeten Soldaten.

Mittlerweile hat sie sich zurückgezogen, soweit dies möglich ist. Sie konzentriert sich jetzt hauptsächlich auf ihre Surf Karriere. Sie plant erstmal keine Berufsausbildung, keine Universitätenlaufbahn. Sie will einfach nur surfen.
Sie möchte nicht die Welt retten und ist auch kein Wunderkind. Sie ist einfach nur ein bewundernswert tapferes Mädchen, das sich nicht von dem Traum abbringen lässt, Surfprofi zu werden. Und wieder gewann sie Wettkämpfe, war ganz vorn mit dabei. 2013 heiratete sie.