True Story

White Squall – amerikanisches Drama, Abenteuerfilm aus dem Jahr 1996.

White Squal

Der Film beruht auf der wahren Geschichte des Schulschiffs Albatross. Es ist das Schicksal der Albatross, eines Zweimast-Segelschiffes, Brigatine, die am 2. Mai 1961 sank und sechs Menschen mit sich riss.

Die Albatross wurde 1920 in Amsterdam, Niederlande, gebaut. 1960 bis 1961 wurde das Schiff als Unterrichtsschiff, eine Privatschule, ein schwimmendes Klassenzimmer, für Jugendliche genutzt. Neben dem Unterricht segelten sie in die Karibik. Das Schiff war von Mexiko nach Nassau auf den Bahamas unterwegs. Auf der Rückfahrt aus der Karibik sank die Albatross, wobei sechs Menschen, unter ihnen vier Jugendliche, ums Leben kamen. Als Unglücksursache nahm der Eigner und Kapitän eine Weiße Bö an.

Eine Weiße Bö ist eine extrem starke, ohne Vorwarnung aufkommende Fallbö, die teilweise von Nebel, Sturzregen oder sogar Schnee begleitet wird. Ein seltenes und in der Seefahrt gefürchtetes Wetterphänomen auf hoher See, eine stoßartige Luftlawine in Orkanstärke wobei es zu extremen Turbolenzen wie in Hurrikanen führen kann. Diese Weiße Bö ist schwer früh genug erkennbar, sodass keine Möglichkeit für Gegenmaßnahmen besteht, vor allem bei Segelschiffen es nicht möglich ist die Segel einzuholen um die Angriffsfläche zu verringern, außerdem ist es nicht möglich eine Kurskorrektur vorzunehmen.

Es gibt keine Möglichkeit eine Weiße Bö vorherzusagen. Segler verwenden den Begriff „White Squall“ wegen der Schaumkronen, die einem solchen Sturm vorausgehen.
Spätere Untersuchungen ergaben auch das das Schiff nicht stabil genug war, eine zu geringe Endstabilität aufwies, was dazu führte das das schräg liegende Schiff kenterte, es nicht gelang das es sich von allein wieder aufrichtete.

Die Albatross war für eine Besatzung von 19 Personen ausgelegt. Zwei Jahrzehnte befuhr das Schiff die Nordsee, 1937 wurde es von der damaligen deutschen Regierung gekauft, bevor es 1949 von der Royal Rotterdam Lloyd gekauft und als Schulschiff für Offiziere genutzt wurde. 1956 erwarb Ernest K.Gann das Schiff und baute es zur Brigatine um. 1959 kauften Dr. Christopher B. Sheldon und seine Ehefrau Dr. Alice Straham Sheldon die Albatross um es erneut als Ausbildungsschiff zu nutzen.

Christopher Barrows Sheldon, geboren 1926 in Manhatten. Er besuchte Privatschulen, studierte an der Universität San Marcos in Lima, Peru. 1959 heiratete er Alice N.Straham, eine Ärztin die als medizinischer Offizier auf einem Schiff gedient hatte.

Bis zu 14 Schüler waren an Bord die nicht nur in Schulfächern unterrichtet wurden, sondern in den Bordalltag integriert worden waren und ihnen eine Navigation nach Sternen vermittelt wurde. Es waren Schüler aus den USA und Kanada und sie zahlten 3250 US-Dollar für ein Studienjahr, um acht Monate auf dem Schiff zu verbringen. In den Häfen die man anlief waren auch eintägige Ausflüge geplant. C. Sheldon war zuvor um die Welt gesegelt, er liebte das Meer und dies wollte er auf seine Schüler übertragen.

Am 2. Mai 1961 gegen 8.30 Uhr segelte das Schiff durch einen leichten Nebel, in ruhiger See, 180 Meilen westlich von Key West. Plötzlich zuckte ein einziger Blitz über den Himmel und ein heftiger Windstoß schlug gegen das Schiff. „Es war als ob uns eine riesige Hand gepackt hätte.“ In 15 Sekunden lag die Albatross auf der Seite und es dauerte 60 Sekunden bis es sich mit Wasser füllte und sank. „Dann war es weg, das Meer war ruhig.“ Vier Schüler, der Schiffskoch und Mrs. Sheldon waren verschwunden, sie ertranken – all die anderen konnten sich in Rettungsboote retten, wo sie am nächsten Tag von einem niederländischen Frachter aufgenommen wurden.

C. Sheldon meldete sich bei der Marine und arbeitete als Korrespondent im Vietnam-Krieg. Danach wurde er Direktor des Peace Corps in Kolumbien. Auch er sah den Film und war emotional überwältigt, allein wegen dem Verlust seiner Frau und den anderen.