True Story

Good Morning, Vietnam – amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1987.

Good Morning Vietnam

Der Film basiert auf der Biografie des AFN-Moderators Adrian Gronauer. AFN – American Forces Network, ein militärischer Rundfunkdienst, Soldatenradio das zur Rundfunkversorgung der Streitkräfte dient.

Adrian Gronauer, geboren 1938, ist ehemaliger Sergeant der United States Air Force der im Vietnamkrieg als Discjockey und Radio-Persönlichkeit bekannt wurde. Im Alter von 12 Jahren begann seine Radiokarriere mit einem Auftritt eines Lokalsenders. Später studierte er an der University of Pittsburgh und war an der Gründung des Vorläufers der heutigen Sendestation WPTS der Universität beteiligt. Danach begann er ein Studium an der American University in Washington D.C., hier studierte er Rundfunkwesen und arbeitete am Studentensender WAMU mit, dieser später in eine öffentliche Radiostation umgewandelt wurde.

Nach seinem Studium meldete er sich freiwillig bei der Air Force, in der Hoffnung man würde ihn mit einer größeren Auswahl von Aufgaben konfrontieren als er sie sonst hätte. Er sah es als Herausforderung. Er entschied sich für eine Flugausbildung, einer Pilotenlaufbahn. Hier waren eine Menge an Tests und Aufnahmeprüfungen notwendig um sich zu qualifizieren. Da ihm die geforderte Mindestverplichtungsdauer zu lang war, entschied er sich dagegen, obwohl er sämtliche Tests bestanden hatte. Da er Rundfunkwesen studiert hatte, ließ er sich der Rundfunkeinheit zuteilen und leistete seinen Dienst beim amerikanischen Soldatensender AFN ab.

Dies verschlug ihn zunächst nach Griechenland und ab 1965 nach Saigon. Dort versorgte er die kämpfenden amerikanischen Einheiten mit Musik und Nachrichten. Bislang war dieser Rundfunk Mitte der 1960er Jahre ziemlich einfallslos und wurde zu routinemäßig in den Streitkräften praktiziert. Gronauer fand Wege um dies etwas lockerer zu gestalten. Er hatte sich für Vietnam entschieden, doch kurz bevor er in dem Land ankam, veränderte der Tonkin-Zwischenfall die ganzen amerikanischen Bemühungen. Der militärische Rundfunk unterlag gewissen Regeln und Vorschriften. Am Anfang schien es, als würde seine Mission nur wenig zur Verbesserung der Moral der amerikanischen Gemeinschaft in Vietnam beitragen. Sein lockerer und unkonventioneller Moderationsstil orientierte sich an seinen Erfahrungen im zivilen Rundfunkbetrieb der USA.

Auch wenn er für Irritationen sorgte, kam es bei den Soldaten sehr gut an. Seine ausgewogene Innovation und Phantasie mit Sachlichkeit und Realismus sorgten für Begeisterung. Er traf aber auch auf Widerstand, einige waren weniger begeistert. Gronauer begann gegen den Strom zu schwimmen, er zog sein Ding durch und ignorierte die biederen Konventionen der damaligen Zeit, auch wenn er riskierte den Zorn seines Vorgesetzten auf sich zu ziehen, wobei es mehr als eine Gelegenheit gab. Ein großer Teil der Berichterstattung wurde zensiert und es gab eine Menge an bürokratischem Unsinn. Vieles wurde verzerrt damit die Soldaten ein Verständnis des Krieges entwickeln.

Er selbst sagte; „Vietnam wurde als no-win-Krieg geführt“. Gronauer war von 1965-1966 in Vietnam und wurde durch sein Radioprogramm „Dawn Buster“ bekannt. Im Film jedoch ist die Moderation stark übertrieben, so sagte Gronauer, hätte er sich so benommen, würde er heute noch in einem Militärgefängnis sitzen. Seine Dienstzeit beendete er regulär und wurde ehrenhaft aus der Air Force entlassen. Nach seinem Militärdienst arbeitete er als TV-Nachrichtenmoderator, Programmdirektor und Sprecher für Radio-und Werbespots. 1979 erstellte er zusammen mit Ben Moses einem Vietnamkameraden, ein Filmdrehbuch, das auf seinen Erlebnissen beruht.