True Story

Lizzie Borden – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2014.

Lizzie Borden

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Lizzie Borden.

Lizzie Borden (1860-1927) war eine US-Amerikanerin, die des Mordes an ihrem Vater und ihrer Stiefmutter verdächtigt und danach freigesprochen wurde. Die Umstände der Verhandlung und der Urteilsspruch bekamen große mediale Aufmerksamkeit. Der tatsächliche Tathergang ist bis heute nicht vollständig geklärt.

Im Alter von zwei Jahren verlor Lizzie Borden ihre Mutter. Nach dem Tod der Mutter übernahm ihre Schwester Emma die Erziehung von Lizzie. Ihr Vater Andrew Borden heiratete später Abby Durfee Grey. Obwohl die Familie sehr wohlhabend war, lebte sie sehr spartanisch. Der 70-jährige Andrew Borden war einer der reichsten Männer, im Vorstand mehrerer Banken, Investor und Immobilienspekulant. Lizzie störte es das die gut situierte Familie eher sparsam lebte. Ihr Vater verbot ihr den Umgang mit der Gesellschaft. Sie durfte sich nur in der Kirche engagieren. Durch dieses Umgangsverbot entwickelte Lizzie eine Art Hass gegen ihren Vater. Er galt als mürrisch und nicht besonders sympathisch.

Einer der bekanntesten Morde der amerikanischen Geschichte wurde am 4. August 1892 verübt. Lizzies Stiefmutter wurde im Gästezimmer des Hauses ermordet aufgefunden, wo sie bäuchlings auf dem Boden lag. Ihre Leiche wies etwa 18 Verletzungen im Rücken auf. Als Mordwaffe konnte man einen axtähnlichen Gegenstand bestimmen. Andrew Bordens Leiche fand man im Erdgeschoss des Hauses. Es hatte den Anschein, als hätte man ihn während seines Mittagsschlafes, auch hier mit einem axtähnlichen Gegenstand getötet. Als man die Menge an geronnenen Blut der beiden Opfer verglich, stellte man fest, dass Abby etwa zwei Stunden vor ihrem Mann ermordet worden war. Andrew Borden fand man auf dem Sofa, der Kopf leicht nach rechts geneigt, ein Auge ragte heraus, die Nase abgetrennt, sein Gesicht von 11 Schnitten gezeichnet.

Zum Zeitpunkt des Mordes waren nur das Dienstmädchen Bridget Sullivan und Lizzie Borden auf dem Anwesen. Das Dienstmädchen gab bei der Polizei an, dass sie zum Tatzeitpunkt in ihrem Zimmer schlief, weil sie sich unwohl fühlte. Es gab auch keinerlei Gründe ihren Arbeitgeber zu ermorden. Lizzie hingegen ,damals unverheiratete 32 Jahre alt, hatte ein Motiv. Ihre Aussagen waren zum Teil auch widersprüchlich. Sie gab an zum Todeszeitpunkt ihrer Stiefmutter im Erdgeschoss gewesen zu sein und nichts Außergewöhnliches gehört zu haben. Als ihr Vater getötet wurde, war sie laut ihren Angaben in der Scheune.In der Scheune war es sehr staubig, man hätte hier Spuren sehen müssen, diese man aber nicht fand. Im Haus der Familie fand die Polizei ein Beil, das zu den Wunden der beiden Opfer passte. Jemand hatte jedoch versucht, dieses Beil mit weißer Asche zu reinigen. Lizzie hatte man beobachtet wie sie ein Kleid mit braunen Flecken verbrannte, wobei sie sagte es wären Farbflecken.

Lizzie Borden galt als Hauptverdächtige in diesen grausigen Mordfällen, da die Indizien gegen sie sprachen. Ihre Schwester Emma und ein Bekannter der Familie John Morse hatten ein Alibi. Lizzie Borden wurde verhaftet und es kam zu einer Anklage. Ein Indizienverfahren ohne die genaue Identifizierung der Mordwaffe, ohne belastendes Beweismaterial und ohne überzeigendes Motiv. Im Verfahren selbst wurde eine gewisse Unfähigkeit der Ermittler bestätigt. Lizzie erklärte vor Gericht, dass sie unschuldig sei. Der Prozess dauerte 14 Tage. Der zuständige Staatsanwalt William H. Moody argumentierte, Lizzie hätte die Morde begangen, sie hätte alles geplant und ihre widersprüchlichen Aussagen machen sie zum Täter.

Die beiden Leichen hatte man zur Autopsie freigegeben. Während der Verhandlung legte man die fleischlosen Schädel auf einen Tisch, als Lizzie dies sah brach sie zusammen und wurde ohnmächtig. Lizzie hatte einen der besten Verteidiger, den ehemaligen Gouverneur von Massachusetts George D. Robinson und einen Anwalt namens Andrew Jackson Jennings. Die 12-köpfige Jury befand Lizzie für nicht schuldig. Sie starb am 1. Juni 1927 im Alter von 67 Jahren nach langer Krankheit. Ihre Schwester Emma starb 9 Tage später an den Folgen eines Sturzes von einer Treppe. Trotz aller Indizien, dass Lizzie tatsächlich die Morde begangen hat, bleibt es ein ungeklärtes Verbrechen. Ihr Anwalt sicherte nach der Verhandlung das Beil, einige blutige Kissenbezüge und bewahrte andere Gegenstände auf seinem Dachboden auf.
Einiges spricht für Lizzie Borden als Täter, aber auch einiges, das sie unschuldig ist.

 

Kategorien:True Story, Wahre Geschichte

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