True Story

Für immer dein (Still Mine) – kanadisches Drama aus dem Jahr 2012.

Für immer Dein

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Craig Morrison, geboren 1919 und seiner Frau Irene. Ein liebevolles älteres Ehepaar das einfach nur ein Haus bauen will, aber sie jedoch dabei auf Widerstand der Behörden und Einheimischen treffen.

Es zeigt auch die enorme Macht des Staates mit der allgegenwärtigen Bürokratie, ein warnendes Beispiel einer verlorenen Unabhängigkeit und vergessener Freiheiten. „Alles was ich tun wollte, ist ein Haus bauen.“ Es war sein fünftes Haus das Craig Morrison mit seinen eigenen Händen gebaut hat und es sollte auch das letzte sein. Seit 70 Jahren hat er Dinge mit seinen eigenen Händen geschaffen, vieles aus Holz das er in seinem kleinen Sägewerk bearbeitet hat. Nun möchte der 88-jährige ein bescheidenes, einstöckiges Haus bauen, wo er sich besser um seine Frau, die an Alzheimer leidet, kümmern kann. Er würde natürlich alles selbst machen. „So viel Geld hab ich nicht und ich möchte mich nicht verschulden.“

Und so kam es das er mit seinen 88 Jahren den ersten Spatenstich machte, für sein kleines Häuschen auf dem Land mit Blick auf die Bay of Fundy in der Nähe von St.Martins, einem Dorf am Meer östlich von Saint John. Und so kam es aber auch, dass Craig Morrison in Konflikt mit dem Gesetz geriet, zum ersten Mal in seinem Leben. Innerhalb von zwei Jahren zerrten ihn die Behörden der Bauaufsicht und sogenannte Gebäude-Inspektoren sechs Mal vor Gericht. Man drohte ihm, dass er und seine Frau das Haus verlassen müssen, oder es mit Gewalt geräumt werde, da einiges am Haus verbauten Holz nicht den Vorschriften entspreche. Sollte er sich nicht daran halten, bei Missachtung des Gerichts, käme er in ein Gefängnis.

Craig Morrison arbeitete unermüdlich viele lange Stunden an seinem Haus. Die Mängellisten der aufgeführten Baumängel arbeitet er akribisch ab um den Vorschriften gerecht zu werden. Dennoch macht er seine Position klar, er würde sein Haus nicht verlassen, eher würde er ins Gefängnis gehen. Während des Verfahrens berichtete Marty Klinkenberg vom New Brunswick Telegraph-Journal das Craig Morrison sagte; „Ich dachte dies sei ein freies Land und das ich auch gewisse Freiheiten habe, aber dies war leider falsch…,Alles was ich tun wollte ist ein Haus bauen, und ich werde behandelt wie ein Gesetzloser.“

Der Bauinspektor Wayne Mercer fand viele Dinge falsch, auch wenn diese nicht offensichtlich waren, aber einige Verstöße empfand er als nicht sicher .Er stellte fest das das Holz, gewisse Holzbalken und Fenster, keine Prüfsiegel aufwiesen. Er bemängelte Deckenbalken, Balken vom Dachstuhl, Bolzen und Verbindungsteile die entfernt und ersetzt werden sollten. „Die Inspektoren schienen alles zu bemängeln was ich tat. Sie waren hinter mir her, weil ich auf meinem eigenen Land, mit meinem eigenen Holz, mit eigener Arbeit und Zeit dieses Holz verbaue.“ Ein professioneller Bauherr, Raymond Debly, selbst schon 80 Jahre alt, führte freiwillig eine unabhängige Inspektion durch.

Er kennt sämtliche Anforderungen die ein Haus erfüllen muss. „Es war wie eine Festung, gutes altes Fichtenholz, besser wie jedes andere Holz auf dem Markt. Die Fußböden hatten eine doppelte Stärke, hier könne ein Elefant darüber laufen. Und die Traversen waren auch in Ordnung. Sie wurden auf eine altmodische Art und Weise verbaut, so wie es in den 60er Jahren üblich war.“ Nach einem langen Kampf und unerbittlicher Bürokratie kam es im Gerichtssaal in Saint John zu einem barmherzigen Urteil. Man möchte nicht das ein 91-jähriger Mann ins Gefängnis müsse und seine Frau in einem Pflegeheim untergebracht wird. Sie dürfen in ihrem Haus bleiben, ohne weitere Belästigung, bis zu ihrem Lebensende. Craig und Irene Morrison haben 7 Kinder,17 Enkelkinder und 16 Urenkel. Craig Morrison starb am 11. Februar 2013.