True Story

Lost Colony – amerikanisch-bulgarischer Horrorfilm aus dem Jahr 2007.

Lost Colony

Der Film basiert auf der Geschichte der Roanoke Kolonie. Die Kolonie Roanoke Island befand sich vor der Ostküste North Carolina, die man 1585 gegründet hatte. Später musste man die Kolonie wieder aufgeben, da hier 117 Menschen spurlos verschwunden waren. Es ist das mysteriöse Verschwinden einer ganzen Siedlung, bei dem bis heute das Schicksal der Roanoke Kolonie unbekannt ist. Roanoke war eine der ersten amerikanischen Siedlungen. Es war eine Zeit in der alles als unsicher und chaotisch galt, als die ersten Siedler in Amerika ankamen.

Auf dem neu besiedelten Kontinent herrschten relativ harte Lebensbedingungen und es kam zu Feindseligkeiten gegenüber den eigentlichen Urbewohnern. Einige der Kolonien waren jahrelang auf sich gestellt, es gab weder ordentliche Straßen oder Landkarten. Schon früh verzeichnete man hohe Sterblichkeitsraten. Die Kolonie Roanoke wurde von Sir Walter Raleigh im Namen von Queen Elisabeth I. gegründet, wobei Raleigh selbst nie das Land betreten hatte, sondern vielmehr andere damit beauftragt hatte. Im Auftrag von Sir Walter Raleigh entdeckten die Forscher Arthur Barlowe und Philip Amadas 1584 Roanoke Island.

Sie sind begeistert von der Landschaft und den sich dort bietenden Möglichkeiten. Den beiden Forschern gelingt es zwei Eingeborene namens Manteo und Wanchese dafür zu gewinnen, mit ihnen nach England zurückzukehren um Roanoke Island als künftige Siedlung bekannt zu machen. Königin Elisabeth I. ist begeistert, so dass sie Raleigh beauftragt in der neuen Welt eine Kolonie namens Virginia zu gründen. So kommt es im Jahr 1585 dazu das 100 Mann nach Roanoke Island aufbrechen. Die Siedler kommen zu spät an um noch auf eine gute Ernte zu hoffen. Außerdem kommt es zu einem heftigen Streit mit den Eingeborenen, wobei der Häuptling getötet wird. Einige der Siedler haben nun Angst und verlassen die Insel. Es geht zurück nach England. Lediglich bleiben 15 Mann um die Stellung zu halten. Raleigh unternimmt einen zweiten Versuch um Roanoke zu besiedeln. Er rekrutiert 117 neue Kolonisten, diesmal auch Frauen und Kinder. Darunter auch die Familie White, mit dem zum Gouverneur ernannten John und seiner schwangeren Tochter Eleanor. Die 15 Männer die man zurückgelassen hatte waren alle tot, von den Einheimischen getötet. Am 18. August 1587 gebiert Eleanor ihre Tochter Virginia. Es war das erste britische Kind auf amerikanischem Boden.

John White kehrt nach England zurück um sich um den Versorgungsnachschub zu kümmern. Wegen der spanischen Armada gelingt es ihm erst nach drei Jahren wieder nach Roanoke zu gelangen. Im Jahr 1590 ist White zurück, die Kolonie ist verlassen und geplündert worden. Die Kolonie gleicht einer Festung und ist mit hohen Holzstämmen umgeben. In einen Baum geritzt findet man das Wort CROATOAN, dies ist eine Bezeichnung für einen Indianerstamm, des Stammes von Häuptling Manteo. White muss fliehen, ein Hurrican zieht auf und droht die Schiffe zu zerstören. Zurück in England, gelingt es ihm nie wieder nach Roanoke zu reisen und wird somit nie erfahren was aus seiner Familie und der Kolonie geworden ist.

Es gibt mehrere Theorien über das Verschwinden bzw. den Verbleib der Kolonie. Im Jahr 1709 erinnern sich Einheimische in der Gegend von Croatoan an weiße Vorfahren.1880 entdeckte der Forscher MacMillan Indianer des Stammes der Pembrokes. Er bemerkt das diese deutliche europäische Züge aufweisen und Englisch sprechen können. Vermutet wird jedoch das die Siedler getrennte Wege gegangen sind. Einige haben sich den Indianern angeschlossen und andere wurden vermutlich getötet. Es bleibt unklar da man auch nie persönliche Dinge fand. Da es keine ausreichenden Beweise gibt, gilt das Verschwinden der Kolonisten bis heute als ungeklärtes Rätsel, bei dem das Verschwinden einer ganzen Siedlung eine gewisse Faszination auslöst.