True Story

Miss Bala – mexikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2011.

Miss Bala

Der Film basiert auf einer wahren Begebenheit, einem Skandal des mexikanischen Models und Schönheitskönigin im Jahr 2008, Laura Zúniga.

Laura Elena Zúniga Huizar, geboren 1985 in Culiacán, Sinaloa, Mexiko. 2008 gewann sie den Titel Nuestra Belleza Mexico. Sie setzte sich gegen 32 Kandidatinnen durch. Am 22. Dezember 2008 wurde Laura Zúniga zusammen mit sieben Männern in Zapopan, Jalisco verhaftet. Die Männer hatten 53.000 US-Dollar in bar, zwei Ar-15 Gewehre, drei Pistolen, 633 Patronen verschiedener Kaliber und 16 Handys dabei. Die Festnahme erfolgte durch die Staatspolizei von Zapopan und Offizieren der mexikanischen Armee. In ihrer ersten Stellungnahme erklärte Zúniga, dass sie auf dem Weg zu einer Party nach Guadalajara sei und das sie und ihr Freund zum Shopping nach Kolumbien und Bolivien wollten.

Die Medien wiesen darauf hin, dass Kolumbien und Bolivien Hauptlieferanten von Kokain an mexikanische Drogenkartelle waren. Bei einem späteren Interview im Radio erklärte sie, dass sie von ihrem Freund Ángel Garcia Orlando Urquiza entführt worden sei. Ihr Freund war offenbar ein hochrangiger Führer des Drogenkartells, Juárez-Kartell, und Bruder eines inhaftierten Drogenbarons. Sie sagte sie wisse nichts von seinen illegalen Aktivitäten. Desweiteren gab es Behauptungen von Korruption in dieser Miss-Wahl-Organisation, die Präsentation von Zúniga in den Medien zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung und Vorwürfe sie sei nicht in den Drogenhandel involviert.

Die Nuestra Belleza Mexico Organisation veröffentlichte eine Erklärung in der sie sagte, man hatte keinerlei Kenntnis von angeblichen Drogenhandel indem Zúniga verwickelt wäre. Eine Entscheidung ob sie ihre Krone als Schönheitskönigin behalten dürfe, müsse eine Untersuchung klären. 2009 wurde ihr Titel als Miss Mexico international aberkannt. Zúniga wurde zu 40 Tagen Haft verurteilt, wurde entlassen, da dem Richter keine Beweise vorlagen das sie in den illegalen Aktivitäten verwickelt wäre. 2010 hatte sie ein Comeback als Model. In Mexiko werden jährlich 25 Milliarden Dollar im Drogengeschäft umgesetzt.

Zwischen 2006 und 2011 schätzt man die Zahl der Toten auf 36.000. Es wird davon ausgegangen, dass von neun Getöteten acht Angehörige der Drogenmafia sind. Zurzeit stehen ungefähr 50.000 Armeeangehörige und 35.000 Bundespolizisten gegen schätzungsweise 300.000 Angehörige der mexikanischen Drogenkartelle und ihrer paramilitärischen Einheiten. Die Drogenkartelle kämpfen mit hochmodernen Schusswaffen sowie mit Granatwerfern und Handgranaten. Sie haben mittels ihrer territorialen Herrschaft in einigen Grenzregionen zu den USA das Gewaltmonopol des mexikanischen Staates faktisch außer Kraft gesetzt.