True Story

Nicht ohne meine Tochter – amerikanisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1991.

Nicht ohne meine Tochter

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Betty Mahmoody, über ihre Ehe und die Flucht mit ihrer Tochter vor ihrem Mann aus dem Iran. Betty Mahmoody, geboren 1945 in Michigan, ist eine amerikanische Schriftstellerin.

Bekannt wurde sie durch ihr Buch „Not Without My Daughter“ und ihr Engagement für Kinderrechte. Im August 1984 reiste Betty Mahmoody mit ihrem Ehemann, dem aus dem Iran stammenden Arzt Bozorg Mahmoody und ihrer vierjährigen Tochter Mahtab in dessen Heimatland für einen, wie sie glaubte, zweiwöchigen Besuch. Kurz vor der geplanten Abreise verweigerte Bozorg Mahmoody seiner Frau und seiner Tochter, in die USA zurückzukehren. Betty protestierte dagegen und er drohte ihr mit Gewalt und Hausarrest. Für ihn war von Anfang an klar das die Reise in sein Heimatland Iran mit der Absicht verbunden war dort als Arzt zu arbeiten und den Verletzten aus dem iranisch-irakischen Krieg zu helfen.(Erster Golfkrieg zwischen dem Iran und dem Irak 1980 bis 1988).

Betty wollte mit der Tochter zurück in ihre Heimat, den USA. Weil ihr Mann es ihr nicht erlaubte, vergingen 18 Monate, bis sie die erste Gelegenheit zu einer Flucht wahrnahm. Sie schaffte es mit dem Kind den Iran in Richtung Türkei zu verlassen. Dabei bekam sie eine Menge an Unterstützung von Kurden, Türken und Iranern. In der Türkei angekommen wurden sie von der US-Botschaft aufgenommen und in ihre Heimat geflogen. Ihr Mann drohte ihr später die gemeinsame Tochter aus den USA entführen zu lassen. Heute lebt sie mit geändertem Namen.

Sie gründete eine Organisation zum Schutz von Kindern, deren Eltern aus verschiedenen Kulturkreisen stammen, trat in Talkshows auf und wurde in mehreren Prozessen als Zeugin geladen. Aufgrund ihrer intensiven Arbeit und Erfahrungen, wurde 1993 ein Gesetz verabschiedet, das es unter Strafe stellt, mit einem Kind unter 16 Jahren ohne Einwilligung des anderen Elternteils aus den USA auszureisen. Bozorg Mahmoody arbeitete im Iran in verschiedenen Krankenhäusern und unterrichtete an der Universität. Er war Anästhesie-Spezialist und so sagte er, 24 Stunden erreichbar für die Dienste der Medizin.

Als er in den USA mit seiner Frau und Tochter lebte, hatte er das Bedürfnis in seine Heimat zurückzukehren. Er wollte seine Verwandten besuchen und seinen Landsleuten seine Dienste erweisen. In den USA waren sie noch eine glückliche Familie, es fehlte ihnen an nichts. Als sie 1977 heirateten sagte er seiner Frau das er Moslem sei und ein islamisches Leben führte. Als Betty und Mahtab aus dem Iran flohen, hätte sie die Familie auseinander gerissen. Betty wollte dieses islamische Leben nicht und die Tochter litt unter den häuslichen Verhältnissen. Er bestreitet seine Frau und Tochter im Iran geschlagen zu haben, aber auch sicher deswegen floh Betty, denn sie habe alles zum Wohle des Kindes getan. Betty glaubte es würde wirklich nur ein Besuch im Iran werden, aber er wollte für immer dort bleiben und hatte es ihr verheimlicht.

Sie sagt sie sei dort auch von seiner Familie festgehalten worden, was er bestreitet. Betty hätte jeder Zeit den Iran verlassen können aber ohne der gemeinsamen Tochter, sie sollte im Iran bleiben und er wollte sie nach dem Islam erziehen. Betty fühlte sich als Fremde und hatte den Entschluss gefasst, dort nicht zu bleiben und mit der Tochter zu fliehen. Bozorg Mahmoody starb 2009 im Alter von 70 Jahren an den Folgen von Nierenproblemen in einem Krankenhaus in Teheran.