True Story

The Poker House – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2008.

The Poker House

Der Film handelt von einer wahren Begebenheit, der Drehbuchautorin und Regisseurin Lori Petty, auch bekannt als Schauspielerin in Filmen wie „Point Break“ (1991), „A League of Their Own“ (1992) und der Titelrolle im Science-Fiction-Actionfilm „Tank Girl“ aus dem Jahr 1995. Lori Petty, geboren am 14. Oktober 1963, in Chattanooga, Tennessee, Tochter eines evangelischen Pfarrers. Sie war die älteste von drei Kindern. Sie studierte an der North High School in Sioux City, Iowa, und arbeitete mehrere Jahre als Grafikdesignerin in Omaha, Nebraska.

Der Film ist ein fesselndes Porträt der armen kleinen Stadt, das Leben in Iowa circa 1976, schäbigen Bars und der allgegenwärtige Reiz von kriminellen und illegalen Aktivitäten. Der Film schildert die schmerzhaften Erinnerungen ihrer eigenen Teenagerzeit. Sie sagt der Film sei 100 Prozent wahr, mit Ausnahme der Waffe, kann aber nicht hundertprozentig sachlich sein, weil es vor 35 Jahren geschah und es nun mal ein Film ist. Sie und ihre beiden jüngeren Schwestern lebten bei ihrer Mutter. Die Mutter trank Alkohol und war drogenabhängig. Sie prostituierte sich im selben Haus indem sie gemeinsam wohnten. Dies tat sie um finanziell über die Runden zu kommen. Ihre Mutter kümmerte sich nicht ausreichend um die Kinder und es war eher eines der geringeren Probleme.

Als junger Teenager wurde Lori Petty von einem Mann, der ihr sehr vertrauenswürdig erschien, missbraucht. Es war ihr Leben vor der großen Stadt. Im Alter von 18 Jahren ging sie nach New York, arbeitete als Kellnerin, schlief bei Freunden auf der Couch oder auch bei Gelegenheit im Central Park. „Es war so bequem, es war wie zu Hause“. Die Idee für den Film kam bei einem Telefongespräch mit ihrem Bekannten, dem Schauspieler David Allen Grier. Sie diskutierten und sie erzählte ihm über ihre traumatischen Erfahrungen aus ihrer Kindheit. Er fragte sie ob dies alles wahr sei und sie sagte, ja absolut real und sie wolle ein Drehbuch über die Geschichte schreiben.

Es vergingen allerdings sieben Jahre, das Drehbuch lag die ganze Zeit in einer Schublade. Sie fand einen Produzenten dem die Idee gefiel und er gab ihr grünes Licht. Man fragt sich natürlich auch wie Lori Petty es schafft in einem Film über so etwas, ihrem Missbrauch, zu reden. Sie sagte, es ist ihre Erfahrung und sie möchte diese los werden. Sie möchte dadurch auch anderen Betroffenen helfen. Es sei eine schöne Geschichte, in der schlechte Dinge passierten. Es ist wichtig Frauen zu ermutigen ihre Geschichten zu erzählen. Es zeigt die düsteren Schatten der Armut.

Der Film ist sehr persönlich und man respektierte das man mit solchen Erfahrungen offen umgeht. Es gibt bestimmte Situationen oder Erfahrungen über die Frauen nicht reden. Sie würdigte dies mit dem Film, indem sie nicht schwieg. Man müsse sich hier nicht schämen, schämen sollten sich die Peiniger. Sie möchte auch zeigen, wenn man negative Erfahrungen macht oder einem schreckliche Dinge passieren, kann und sollte man es überwinden, um einen inneren Frieden zu finden. Diese Reaktionen gaben dem Film auch einen gewissen Nebeneffekt, dass betroffene Frauen darüber redeten. Als der Film gedreht wurde, am Set, oder als der Film fertig war, nach Vorführungen, kamen Frauen auf sie zu und erzählten ihre eigenen Geschichten von Missbrauch. Viele Frauen sagten Danke, es ist mir auch passiert, ich war sieben, ich war zehn, ich war zwölf Jahre alt. Ihre Mutter und ihre Schwestern wohnen jetzt ganz in ihrer Nähe, sie hat ihrer Mutter verziehen. Es geht allen gut und sie unterstützten diesen Film.