True Story

Redacted – amerikanisch-kanadisches Kriegsdrama aus dem Jahr 2007.

Redacted

Der Film basiert auf dem Massaker von Mahmudiyya. Im Film wurden diverse Originalaufnahmen eingefügt und hat teils einen dokumentarischen Charakter.

Das Massaker von Mahmudiyya war ein Vorfall, bei den am 12. März 2006 nahe der irakischen Stadt al-Mahmudiyya, südlich von Bagdad, fünf US-Soldaten die 14-jährige Irakerin Abeer Qasim al-Janabi vergewaltigten und ermordeteten, auch die Eltern des Mädchens und die sechsjährige Schwester wurden dabei getötet. Dieser vielfach als Kriegsverbrechen gewertete Vorfall führte zu Racheakten gegen die beteiligte Militäreinheit. Die US-Armee unterhielt westlich von al-Mahmudiyya in al-Yusufiyya einen Verkehrskontrollposten.

Rund 200 Meter entfernt davon lebte die Familie Qasim in einem abgelegen stehenden Haus. Das Haus war bereits in den Tagen zuvor von der Patrouille mehrfach aufgesucht worden. Angaben von Nachbarn zufolge war die Mutter der 14-jährigen Abeer besorgt um das Schicksal ihrer Tochter gewesen und wollte sie bei Bekannten unterbringen, der Vater habe diese Sorgen als unbegründet zurückgewiesen. Am Tag der Tat gingen fünf Soldaten des aus sechs Soldaten bestehenden Kontrollpostens auf das Haus der Familie Qasim zu. Es handelte sich um Steven Green, Paul E.Cortez, James P.Barker, Jesse V.Spielman und Bryan L.Howard, wobei Howard die Absicherung der Tat nach außen übernahm, ohne sich selbst an ihr zu beteiligen.

Die Soldaten drangen in das Haus ein und Green forderte  Abeers Eltern und die sechsjährige Schwester auf, in einen anderen Raum zu gehen. Er kam dann mit einem Gewehr AK-47 in der Hand zu den übrigen Soldaten zurück, denen er zurief, er habe alle erschossen. Green und drei weitere Soldaten vergewaltigten daraufhin Abeer. Danach schossen sie ihr in den Kopf, übergossen ihren Körper mit Benzin und zündeten ihn an, bevor sie zu ihrem Stützpunkt zurückkehrten. Die beiden Brüder Abeers befanden sich zum Zeitpunkt der Tat in der Schule und entkamen somit dem Massaker. Sie entdeckten die Tat jedoch als erste, als sie an diesem Tag zu ihrem Haus zurückkehrten. Was sie dort vorfanden, hat sie so stark traumatisiert, dass sie sich seitdem weigern die Schule wieder aufzunehmen.

Am 10. Juli erklärte eine Gruppe mit dem Namen Mudschahidin-Schura-Rat, dass sie drei US-Soldaten, die derselben Einheit angehörten wie die Täter aus „Rache für die Schändung unserer Schwester“ getötet habe, und dokumentierte dies durch ein Video. US-Militärsprecher erklärten zunächst, die Familie sei von Aufständischen getötet worden; al-Mahmudiyya ist eine konfessionell zwischen Schiiten und Sunniten geteilte Stadt und war seit längerem Brennpunkt entsprechender Auseinandersetzungen. Steven Green nahm an der Beerdigung seiner getöteten Kameraden in Arlington in Virginia teil und wurde kurz darauf verhaftet. Die Tat in Mahmudiyya wurde von einem Militärgericht untersucht, es kam zu einem Gerichtsverfahren, zur Anklage und Verurteilungen der Soldaten. James Barker erhielt 90 Jahre Haft, bei guter Führung ist eine Entlassung nach 20 Jahren möglich. Paul Cortez verurteilte man zu 100 Jahren Haft, bei guter Führung, mögliche Entlassung nach 10 Jahren.

Jesse Spielman bekam 110 Jahre Haft, bei guter Führung mögliche Entlassung nach 10 Jahren. Er hatte ein Teilgeständnis abgelegt. Bryan L.Howard wurde unehrenhaft aus der US-Army entlassen und wegen Beihilfe zu 27 Monaten Haft verurteilt. Steven Green war bereits am 16.Mai 2006, bevor der Fall publik wurde, wegen „antisozialer Persönlichkeitsstörung“ ehrenhaft aus der US-Army entlassen worden. 2009 wurde er von einem zivilen Gericht in Kentucky zu lebenslanger Haft verurteilt, wobei die Staatsanwaltschaft die Todesstrafe gefordert hatte.