True Story

The Deep – isländisches Drama aus dem Jahr 2012.

The Deep

Der Film basiert auf der wahren Geschichte von Guðlaugur Friðþórsson, genannt Laugi, der als 23-jähriger im März 1984 mit vier anderen Fischern zur See fährt und nach dem Kentern des Fischerbootes und nach sechs Stunden im Atlantik als einziger der fünf Männer überlebte.

Er wurde von Wissenschaftlern die eine logische Erklärung für sein Überleben finden wollten, untersucht. Dadurch wurde festgestellt, dass seine subkutante Fettschicht dicker als bei einem durchschnittlichen Menschen ist. Johánn Axelson damaliger Leiter der Abteilung Physiologie an der Universität von Island in Reykjavik, sagt heute; Die überdurchschnittliche dicke Fettschicht hat sicherlich eine Rolle bei Laugis Überleben gespielt. Weitere unbekannte Faktoren haben wahrscheinlich ebenfalls dazu beigetragen. Keatinge, ein früherer Mitarbeiter in der Physiologischen Abteilung des Hospital Medical College in London und Axelson waren sich einig, dass seine geistige Stärke, seine Gelassenheit und Beharrlichkeit eine erhebliche Rolle gespielt haben dürften. Der Nordatlantik ist schon vielen zum Verhängnis geworden.

Laugi überlebte sechs Stunden im eiskalten, 5 Grad kalten Meer. Er ist Fischer.Seit Jahrhunderten leben die Menschen der Vestmannaeyjar vom Atlantik .Das der eine Bedrohung sein kann, wissen auch die fünf jungen Männer, die am frühen Morgen jenes Sonntags mit dem Trawler den Hafen von Heimaey verlassen, der einzigen bewohnten Insel Vestmannaeyjars. Deckoffizier Laugi ist ein 1,93 Meter großer kräftiger Mann. Er wiegt über 125 Kilo und gilt nicht gerade als sportlich. Die Fischer haben ihr Grundschleppnetz ausgeworfen und es läuft alles wie geplant. Am Abend verhakt sich das Netz am Meeresboden. Das Schiff kentert so schnell, dass die Crew nicht einmal einen Notruf absetzen oder das Rettungsboot losmachen kann.

Zwei Männer sterben sofort, die anderen drei klammern sich am Schiffskiel fest. Um 21.40 Uhr sinkt das Schiff, sie sind sechs Kilometer vom Heimathafen entfernt. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als in Richtung Küste zu schwimmen. Laugi verliert die beiden anderen aus den Augen und wird sie nie wiedersehen. Dies war einer der schwierigsten Momente für Laugi, als er erkannte das er ganz allein in den Weiten des Atlantiks ist. Er trägt nur ein Hemd und eine Jeans, seine Schuhe hat er nicht mehr. Nach über sechs Stunden schwimmen im eiskalten Wasser erreicht er die Küste. Doch die Klippen sind dort zu steil, um an Land zu kommen. Also lässt er sich wieder ins Meer treiben und schwimmt zu einer zugänglicheren Stelle.

Beeindruckend ist das er in dieser Lage war diese Entscheidung zu treffen, hätte er sich an den Klippen ausgeruht wäre er vermutlich gestorben. Ihm gelingt es an Land zu kommen, muss einen steilen Berg erklimmen und barfuß über Lavafelder laufen. Diese sind spitz und kantig, als würde man über Rasierklingen laufen. Zwei Stunden dauert die Tortour. Danach schleppt er sich mit blutenden Füßen ins Dorf. Morgens sieben Uhr, nach sechs Stunden im Atlantik und einem mehrstündigen Marsch in nasser Kleidung in eisiger Luft, klopft er an die Tür des ersten Hauses. Man bringt ihn sofort in ein Krankenhaus. Seine Füße haben tiefe Schnittwunden und er hat Probleme mit seiner Lunge, ansonsten geht es ihm erstaunlich gut. Der schüchterne Fischer wurde zum Helden. Noch im Krankenbett wird er vom Fernsehen interviewt. „Ich habe mit den Möwen gesprochen. Sie schwebten über mir und waren wahrscheinlich ein bisschen neugierig.“ Bis heute berührt viele Isländer die Art, wie er erzählte, selbst den Wissenschaftlern kamen die Tränen. Er wollte durchhalten weil er die letzte Rate für sein Motorrad bezahlen muss.

Jetzt interessierte sich auch die Forschung an ihm, schließlich gibt es bis dato keinen vergleichbaren Fall. Nachdem die Wunden verheilt waren fuhr er nach Reykjavik. Dort machte man ein EEG und Lungenfunktionstests .Erwiesen ist bekanntlich auch das dickere Menschen nicht so schnell frieren oder abkühlen wie dünnere. Seine subkutante Fettschicht ist ungewöhnlich dick, 14 Millimeter,normal wären etwa 5 Millimeter. So bekam er den Namen „Seehund-Mann.“ Man spricht von einem Naturphänomen. Er besitzt auch eine Menge an Humor aber das er seine vier Freunde verloren hat beschäftigen ihn dennoch sehr und er versucht die Ereignisse hinter sich zu lassen.