True Story

Come and See (Komm und sieh, oder Geh und sieh) – russisches Kriegsdrama aus dem Jahr 1985.

Come and See

Der Film beruht auf Erinnerungen des Drehbuchautors Ales Adamovich und auf dem Khatyn Massaker, nicht zu verwechseln mit dem Massaker von Katyn, bei dem polnische Offiziere ermordet wurden.

Ales Adomovich (1927-1994). Während des Zweiten Weltkrieges im Alter von 15 Jahren wurde er Mitglied einer Partisanen Einheit, einer Widerstandsbewegung die gegen eine Besetzung der Nazis der Sowjetunion kämpfte. Dort kämpfte er 1942 bis 1943, die Zeit als die Nazis systematisch Dörfer in Brand steckten und die Weißrussischen Bewohner förmlich ausrotteten. Über 600 Dörfer wurden somit zerstört. Khatyn war ein Dorf in Weißrussland in Lahoysk Rajon, Minsk Region. Am 22. März 1943 wurden die Bewohner des Dorfes von der 118. Schutzmannschaft des Nazi-Bataillon, eines kollaborierenden Hilfspolizei-Bataillon, massakriert.

Diese militärische Einheit wurde 1942 in Kiew gegründet und bestand zunächst vor allem aus ukrainischen Nationalisten und dem Sonderbataillon der Dirlewanger Waffen SS. Geführt von Oskar Dirlewanger deren SS-Sturmbrigade für Vergewaltigungen, Plünderungen und Massenmorden an Zivilisten verantwortlich zu machen sind. Dirlewanger beschrieb man als psychopathischen Killer und Kinderschänder, ein Sadist der zu den bösesten und grausamsten Männern der SS gehörte. Er verbrannte Frauen und Kinder bei lebendigem Leib und hetzte Hunde auf sie, um diese quasi zu füttern. Es ist der 22. März 1943, die Nazis kamen in das Dorf und umstellten es.

Die Bewohner des Dorfes wussten nicht, dass am Morgen ein Konvoi der Nazis angegriffen wurde bei dem ein deutscher Offizier getötet wurde. Die Bewohner von Khatyn waren unschuldig, doch ihr Todesurteil war schon ausgesprochen. Junge und Alte, Frauen und Kinder trieb man aus ihren Häusern, Kranke und schlafende wurden mit Gewehrschüssen geweckt. Man trieb alle in einen Schuppen, sie kannten kein Erbarmen, weder bei den Alten noch bei den Frauen die ihre Kinder in ihren Armen hielten.

Die Familie von Josef und Anna Baranovsky mit ihren 9 Kindern, Alex und Alexandra Novitsky mit ihren 7 Kindern, ebenso die Familie von Kasimir und Elena Iotko mit ihren 7 Kindern, der jüngste von ihnen 1 Jahr alt, Vera Yaskevich mit ihrem 7 Wochen alten Sohn Tolik. Ein kleines Mädchen namens Lena, die sich hinter einem Gehöft versteckte und sich entschied in den Wald zu laufen, wurde vor den Augen ihres Vaters von einer Kugel getroffen. Keinem der Erwachsenen gelang die Flucht. Nur drei Kindern gelang es sich vor den Nazis zu verstecken, Volodia Yaskevich mit seiner Schwester Sonia und Sasha Zhelobkovich.

All die anderen waren in dem Schuppen, die Nazis verschlossen die Tür,legten Stroh um den Schuppen, schütteten Benzin darüber und zündeten es an. Die Kinder weinten und erstickten an dem Qualm. Die Erwachsenen versuchten sie zu retten. Die Tür des Schuppens hielt dem Druck von Dutzenden von Menschen nicht stand, brennende Menschen stürzten hinaus die von Maschinengewehren getötet wurden. 149 Menschen, darunter 75 Kinder verbrannten bei lebendigem Leib. Danach wurde das gesamte Dorf geplündert und niedergebrannt. Zwei Mädchen Maria Fedorovich und Yulia Klimovich gelang es aus dem brennenden Schuppen zu entkommen und krochen halb tot in den nahe gelegenen Wald, doch auch sie starben.

In Khatyn überlebten nur zwei Kinder, der siebenjährige Victor Zhelobkovich und der zwölfjährige Anton Baranovsky dieser durch eine Kugel im Bein verwundet war und ihn die Nazis für tot hielten. Bewohner eines benachbarten Dorfes brachten die Kinder in ein Waisenhaus. Der einzige Erwachsene, Überlebende und Zeuge dieses Massakers ist der 56-jährige Joseph Kaminski, schwer verwundet und verbrannt. Die Tragödie von Khatyn ist nicht nur eine gelegentliche Folge dieses Krieges, es ist eine von tausenden Faktoren die die gezielte Politik der Nazis bezeugen. Hunderte ähnlicher Vorfälle innerhalb von drei Jahren (1941-1943) haben sich bei der Besetzung Weißrusslands ereignet.