True Story

Evilenko – italienischer Thriller aus dem Jahr 2004.

Evilenko

Der Film basiert auf dem sowjetischen Serienmörder Andrej Chikatilo.

Andrej Romanowitsch Tschikatilo (1936-1994), auch bekannt als der Ripper von Rostow oder die Bestie von Rostow. Er selbst gab an, dass es mindestens 56 Opfer gegeben habe, von dem ihm 53 Opfer nachgewiesen werden konnten, diese er von 1978 bis 1990 ermordet hatte. Geboren wurde Chikatilo 1936 in der USSR, Ukrainische Sozialistische Sowjetrepublik, in der Anfang der 1930er Jahre eine Hungersnot herrschte, was die Bevölkerung zum Kannibalismus geführt haben soll.

Auch sein Bruder fiel dem zum Opfer. Sein Vater geriet in deutsche Kriegsgefangenschaft und wurde nach seiner Rückkehr als Deserteur gesehen und in ein Arbeitslager gebracht. Chikatilo studierte und wurde Lehrer für Russisch und Sport. Hier stellte er fest das ihn die Kinder sexuell erregen, wenn diese beim Sportunterricht waren.

Er selbst war impotent und hielt sich oft in den Umkleidekabinen der Kinder auf. Chikatilo fing an die Kinder zu begrapschen und versuchte auch ein Mädchen zu vergewaltigen. Dies führte zu mehreren Versetzungen an andere Schulen. Da er auch schlechte Augen hatte, sagte er selbst, er sei ohne Augen und Genitalien geboren. Es folgten immer mehr sexuelle Übergriffe auf Schüler wodurch er seine Arbeit als Lehrer verlor. Er fand eine Anstellung in der Versorgungsabteilung einer Fabrik. 1963 heiratete er und wurde trotz seiner Impotenz 1965 und 1969 Vater. Er fand jedoch keine sexuelle Befriedigung bei seiner Frau, so entschied er sich ein kleines, heruntergekommenes Haus zu kaufen, wo er sich mit anderen Frauen, Prostituierten, Obdachlosen austobte.

Am 22. Dezember 1978 lockte er die neunjährige Elena Sakotnowa in das Haus, riss ihr die Kleider vom Leib, vergewaltigte sie und stach mit einem Messer mehrmals in den Unterleib. Er zog das Mädchen wieder an und warf sie in einen Fluß. Da sie noch am Leben war, ist sie qualvoll ertrunken. Für diesen Mord wurde 1983 der Besitzer des Häuschens, der vorbestrafte Alexander Kraftschenko, zum Tode verurteilt. 1981 wollte Chikatilo Sex mit einer 17-jährigen, was ihm wegen seiner Impotenz nicht gelang. Als das Mädchen lachte, erwürgte er sie und bekam auch hier wie bei seinem ersten Mord eine Erektion. Er schlug auf sie ein, steckte ihr Erde in den Mund und biss ihr die Brustwarzen ab und verschluckte sie. All seine Opfer Jungen und Frauen waren zwischen 7 und 45 Jahren alt.

Seine Vorgehensweise war immer die gleiche, er lockte sie an einen abgelegenen Ort, versprach ihnen Süßigkeiten, Alkohol oder Geld. Er fiel über sie her, zerstückelte, zerfleischte regelrecht einige seiner weiblichen Opfer. Er schnitt oder biss ihnen die Brustwarzen oder Teile der Vagina ab um sie zu essen. Bei einigen schnitt er den Körper auf um Innereien oder die Gebärmutter zu entfernen. Mit einer 32-jährigen Frau traf er sich häufiger, während er sich mit der Hand befriedigte. Im Mai 1984 trafen sie sich erneut und diesmal hatte sie ihre 11-jährige Tochter dabei, diese mit den Praktiken ihrer Mutter vertraut war. An diesem Tag hatte sie es eilig und machte spöttische Bemerkungen über Chikatilo. Das machte ihn wütend und somit erschlug er beide mit einem Hammer.

Seine männlichen Opfer tötete er auf ähnliche Weise, Dutzende von Messerstichen, ihre Zungen und Genitalien wurden abgeschnitten. Bei einigen stach er die Augen aus, weil er einer Sage glaubte, in der es hieß, dass sich das Gesicht des Mörders dort quasi einbrenne. 1978 und 1984 hatte man ihn bereits verdächtigt, man fand Spermaspuren bei den Opfern und die Blutgruppe konnte ermittelt werden. Man war fest überzeugt das man es hier mit einem Serienmörder zu tun hat. In der Gegend wurden sämtliche Bahnhöfe überwacht. Ein Beamter bemerkte wie ein Mann mit verschlammter Kleidung, Flecken an Haut und Kleidung, aus einem nahegelegenen Wald in Richtung Bahnhof ging.

Er konnte sich ausweisen und es war Chikatilo. Man verhaftete ihn, er stellte keinerlei Fragen und wehrte sich nicht. Er gestand die Morde begangen zu haben, wovon einige der Morde den Behörden bislang nicht bekannt waren. Er führte sie zu den abgelegenen Gräbern. Es stellte sich heraus das er auch außerhalb Russlands gemordet hatte. Am 14. Februar 1994 wurde Chikatilo durch einen Genickschuss hingerichtet.