True Story

Memories of Murder – Südkoreanischer Thriller, Drama aus dem Jahr 2003.

Memories of Mörder

Memories of Murder erzählt die wahre Geschichte des ersten Serienmörders von Südkorea. Zwischen dem 15. September 1986 und dem 3. April 1991 ereigneten sich im Umkreis der Stadt Hwaseong, in der Provinz Gyeonggi, eine Reihe von Morden.

Insgesamt 10 Frauen vielen dem Mörder zum Opfer, der am Tatort niemals Spuren hinterließ und mit geradezu bestialischer Brutalität vorging. Die Vorgehensweise des Mörders war dabei immer die gleiche, er vergewaltigte seine Opfer und erwürgte sie anschließend mit ihrer eigenen Unterwäsche. Dabei fixierte sich der Täter nicht auf eine bestimmte Altersgruppe, sein ältestes Opfer war eine 71-jährige Frau und sein jüngstes ein 13-jähriges Mädchen, welches am 10. November 1990 tot auf einem Hügel aufgefunden wurde. Das ermordete Schulmädchen ging hierbei in die Geschichte ein, dabei wurde ihr die erste DNA-Probe in der Geschichte Südkoreas entnommen.

Obwohl Kriminalspezialisten aus Japan und den USA hinzugezogen wurden, konnten die vorhandenen DNA-Spuren keinem der über 3000 Verdächtigen zugeordnet werden. Auch das im Laufe der Ermittlungen 300.000 Polizisten mobilisiert wurden, änderte nichts an der Tatsache, dass der Mörder bis heute nicht gefasst werden konnte. Auch wird er, sollte er dennoch gefasst werden, heute nicht mehr für die Morde verurteilt werden können. Aufgrund eines Gesetzes verjährt in Südkorea ein Mord nach 15 Jahren, weswegen die Morde nicht gesühnt werden können. Durch die zahlreichen und intensiven Untersuchungen kam man zu einer Beschreibung des Mörders, eines Mannes, wobei man das Alter zwischen 20 bis 30 Jahren schätzt, bei einem Gewicht von etwa 80 bis 85 kg und der Blutgruppe B. Nachdem am 3. April 1991 der letzte Mord geschah, wurde es ruhig in Hwaseong.

Im Jahr 2004 änderte sich dies jedoch, als die Stadt durch einen Mord an einer Studentin erschüttert wurde. Das Muster der Tat entsprach den Morden zwischen 1986 und 1991. Am 2. April 2006 nach einer Verjährungsfrist von 15 Jahren wurde der Fall geschlossen. Die Anzahl der Verdächtigen wuchs mittlerweile auf 21.280 Personen. Wegen der Bedeutung des Falls sind sämtliche Polizeiakten dennoch griffbereit. 2006 verschwand eine Mitarbeiterin einer Karaoke-Bar. Ein Jahr darauf verschwand eine Buchhalterin spurlos. Beide Frauen gelten bis heute als vermisst und werden als Opfer eines noch unbekannten Mörders betrachtet. Obwohl der Verdacht nahe liegt, bestreitet die Polizei die Vermutung, dass es sich bei diesen Fällen um die Rückkehr des Hwaseong-Mörders handeln könnte.