True Story

Sanctum – amerikanisch-australisches Drama, Thriller, Abenteuerfilm aus dem Jahr 2011.

Sanctum

 

Der Film basiert auf wahren Ereignissen und Erfahrungen von Co-Produzent und Drehbuchautor Andrew Wight. Es war eine Expedition in der Pannikin-Höhle im Westen Australiens in der durch einen Zyklon und einem Felssturz 15 Menschen eingeschlossen waren.

Andrew Wight (1959-2012) untersuchte schon als Schulkind ein Netzwerk von Lavahöhlen in Byaduk, Victoria, in Australien. Er begann ein Studium für Agrarwissenschaften und kam 1978 zum Tauchen. „Es war das Abenteuer was mich reizte und die Vorstellung dort hinzutauchen, wo sonst noch kein Mensch war. Es ist eine Sucht von der man nur schwer loskommt.“

Er tauchte in Höhlen in Kuba, Alaska, Karibik und in Mexiko. Alle Höhlen sind verschieden, dennoch einzigartig. In den Höhlen von Mount Gambier gab es eine Reihe von Todesfällen. Für seine Eltern die dort in der Nähe eine Farm besaßen und Leuten in deren Umgebung, war Höhlentauchen daher eine schlimme Sache. Er ging trotzdem mit auf diese Expedition, er fand es großartig und war begeistert von dieser ganzen unglaublichen Welt und dem kristallklaren Wasser.

So kam er zum Höhlentauchen, da er ohnehin ein großes Interesse an Höhlen hatte. Er unterrichtete Höhlentauchen, wurde zum Prüfer für angehende Höhlentaucher und engagierte sich für die Erforschung von Höhlen. In den frühen 1980er Jahren wuchs das Interesse an der Erforschung der Höhlensysteme der Nullarbor-Ebene. Man hatte ihn auf einen Trip dorthin eingeladen und war mit einer der ersten, da bis dahin kaum Menschen das Nullarbor-System betreten haben.1986 machte er dort mit ein paar Freunden aus der Schweiz Urlaub.

Ihn faszinierte die enorme Größe des Höhlensystems und das riesige unerforschte Gebiet. Es war eher eine Expedition, denn dabei entdeckten sie in einer Höhle namens Pannikin Plains einige Passagen, die aussahen, als könnten sie in eine der längsten Höhlen der Welt führen. Um dies zu erforschen, planten sie 1988 eine richtige Expedition.

Um das Ganze finanzieren zu können, um das nötige Equipment zu kaufen, beschlossen sie einen Film zu machen, „Nullarbor Dreaming“. Sie benötigten spezielle und teure Aquasip Underwater Scooter, die auch im Film zu sehen sind, und versuchten Sponsoren zu finden die diese Scooter bezahlen. Am letzten Tag ihrer Expedition, als sie eigentlich schon fertig waren und nur noch das Equipment rauf holen mussten, etwa 3,2 Kilometer vom Eingang entfernt, wollten sie noch eine Passage überprüfen und unternahmen einen letzten Tauchgang.

Insgesamt waren 15 Personen in der Höhle, zwei von ihnen waren im mittleren Sektor um das Equipment aus der Höhle zu schaffen, während die anderen in einem anderen Teil der Höhle waren um die Geräte von unten zu ihnen hinauf zu schaffen. Am Nachmittag zog ein plötzliches Unwetter auf, ein ungewöhnlich starker Sturm und innerhalb kürzester Zeit prasselte eine unglaubliche Menge Regen auf die Höhle. Das Wasser drang durch alle Öffnungen und überflutete die Höhle vollkommen. Wight befand sich in der Mitte der Höhle umgeben von wild rauschenden Wasser. Sie hatten keine Ahnung was unter ihnen vor sich ging und sie glaubten all die anderen seien verletzt oder gar tot.

Sie mussten einen Ausweg finden um von dem ganzen Chaos nicht zerschmettert zu werden. Sie fanden einen Ausweg und etwa fünf Stunden nach dem Zusammenbruch der Höhle gelang es ihnen an Seilen ins Freie zu klettern. Es dauerte jedoch noch zwei Tage bis sie einen Weg zu den anderen gefunden hatten um sie an die Oberfläche führen zu können. Es war ein unheimliches Erlebnis, ohrenbetäubender Lärm und sie kauerten auf einem schmalen Felsvorsprung. Bis zur Decke waren es nur noch anderthalb Meter bis sie völlig herunter brach.

Sie verharrten fünf Stunden bis der Wasserspiegel etwas sank. Alle waren gefasst und haben sich professionell verhalten und somit überlebt. Andrew Wight kam 2012 bei einem Hubschrauberabsturz ums Leben.