True Story

Wolf Creek – australischer Thriller aus dem Jahr 2005.

Wolf Creek

Der Film wurde von zwei Mördern in Australien inspiriert, Ivan Milat und Bradley John Murdoch.

Ivan Milat, geboren 1944, ist ein australischer Serienmörder. 1996 wurde er des Mordes an sieben Rucksacktouristen für schuldig befunden. Im September 1992 entdeckten Ken Seily und Keith Caldwell, die durch den Belanglo State Forest wanderten, eine Frauenleiche. Die Frau wurde als vermisste Engländerin Joanne Walters identifiziert. Sie wies zahlreiche Stichverletzungen auf und die Polizei ging von sexuellen Missbrauch aus, der aber nie bestätigt werden konnte. Ein paar Meter entfernt fand man die Leiche ihrer Freundin Caroline Clark, der aus kürzester Entfernung in den Kopf geschossen wurde, zehn Einschüsse in den Kopf und man fand ebenfalls Stichverletzungen.

Im Oktober 1993 stieß die Polizei auf die Leichen zweier weiterer Personen. Auch sie waren begraben und wiesen ähnliche Verletzungen auf. Deborah Everist, die Leiche skelettiert, ihr Schädel zertrümmert. An den Frakturen der Knochen konnte man erkennen das sie auch mindestens eine Stichwunde erlitten hatte. Die zweite Leiche, James Gibson, auch hier zeigte eine Untersuchung der Knochen, dass ihm mehrere Stichwunden zugefügt worden waren. Kurz darauf wurden noch mehr Leichen gefunden. Simone Schmidt, eine Deutsche aus Regensburg, die im Januar 1991 verschwand. Auch hier fand man Stichwunden. Die Leiche in einem flachen Grab und mit Gestrüpp bedeckt.

In Milats Haushalt fand man Gebrauchsgegenstände Schmidts. Weitere Leichen wurden im Belanglo State Forest gefunden, Gabor Neugebauer und Anja Habschied, auch beide Deutsche und ein Paar. Ihn fand man nicht begraben, sondern gegen einen Baum gelehnt. Hier fand man Messerstiche und sechs Kopfschüsse. Bei Anja Habschied fand man Schuss-und Stichverletzungen, außerdem wurde ihr Kopf abgetrennt und ist bis heute verschwunden. 2010 wurden erneut Überreste eines Jugendlichen, David Auchterlonie, gefunden. Ein Verwandter Milats wurde in diesem Fall angeklagt.

Bradley John Murdoch, geboren 1958, wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, wegen Mordes des britischen Rucksacktouristen Peter Falconio im Jahr 2001 im australischen Outback. Auf seiner Reise begleitete ihn seine Freundin Joanne Lees. Beide waren auf dem Stuart Highway unterwegs als sie auf Murdoch trafen. Man hielt an, weil angeblich etwas mit dem Auto nicht in Ordnung war. Beide Männer befanden sich am Heck des Autos als Lees einen Schuss hörte. Murdoch bedrohte Lees mit einer Waffe, fesselte sie und stülpte ihr einen Sack über den Kopf. Ihr gelang es jedoch zu entkommen als Murdoch abgelenkt war, als er sich mit der Leiche von Falconio beschäftigte. Sie versteckte sich fünf Stunden, bevor sie einen LKW-Fahrer anhielt, der ihr die Kabelbinder entfernte und sie in Sicherheit brachte. Die Leiche von Falconio wurde nie gefunden. Joanne Lees konnte den Täter identifizieren und so konnte man Murdoch festnehmen und verurteilen. Auch DNA-Tests waren identisch.

Murdoch beteuert bis heute seine Unschuld. In einem Interview 2006 gestand Joanne Lees, Ecstasy und Marihuana konsumiert zu haben und während ihrer Reise mit Falconio in Sydney, Sex mit einem anderen Mann gehabt zu haben. Die Glaubwürdigkeit von Lees wird von einigen hier auch angezweifelt. Der Staatsanwalt legte großen Wert auf die Tatsache, dass sich Murdoch an einer Tankstelle in der Nähe befand, wo das Verbrechen stattfand. Nur spricht man hier von einer Nähe von über hundert Meilen.