True Story

Angst – österreichisches Drama, Thriller aus dem Jahr 1983.

Angst

Der Film basiert auf dem Vierfach – Mörder Werner Kniesek. Werner Kniesek wurde 1946 in Salzburg, Österreich, geboren. Er galt als einer der gefährlichsten Straftäter in der österreichischen Kriminalgeschichte.

Der wegen eines Tötungsdelikts in Haft befindliche Kniesek folterte und tötete während eines Hafturlaubs eine dreiköpfige Familie, dies aus purer Lust am Töten. „Ich liebe es einfach, wenn Frauen in Todesangst vor mir zittern. Es ist wie eine Sucht ,die nie aufhören wird“, sagte Kniesek vor dem Richter. Er war ein uneheliches Kind einer österreichischen Witwe und eines afroamerikanischen Soldaten. Das von allen verhätschelte Kind entwickelte sich zu einem braven und höflichen Buben.

Erst als Lehrling geriet Kniesek auf die schiefe Bahn und wurde kriminell. Er schwänzt die Berufsschule, fing an zu stehlen und lief öfter von Zuhause weg. Seinen Vater hatte er nie kennengelernt und seine Mutter war mit ihm überfordert. Im Alter von 14 Jahren hatte er eine Beziehung mit einer älteren Frau. Als er erfahren hatte das ihn seine Mutter in ein Heim geben wollte, stach er mit einem Küchenmesser auf sie ein und verletzte sie schwer. Er stahl das Geld und flüchtete nach Deutschland. Zu dem Zeitpunkt war Kniesek 16 Jahre alt und fuhr mit dem Zug nach Hamburg. Zwei Tage später wurde er dort von der Polizei gefasst und wurde nach Österreich überstellt. Dort kam es zur Verurteilung und er kam ins Gefängnis.

Nach zwei Jahren Jugendhaft wegen versuchten Mordes wurde er bereits wieder entlassen. 1972 heiratete er eine 10 Jahre ältere Prostituierte. Vier Monate nach seiner Hochzeit und nach mehreren Einbrüchen erschoss er eine 73-jährige Frau, ohne jeglichem Motiv. Ein Jahr darauf wurde er wegen Unzurechnungsfähigkeit zu nur achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Bereits 1980 sollte Kniesek wegen guter Führung aus der Haft entlassen werden. Einige Wochen vor der Entlassung erhielt er einen dreitägigen Hafturlaub, um nach einer Arbeitsstelle zu suchen. Er beschäftigte sich mit dem Gedanken einen weiteren Mord zu begehen. Er ging zunächst nach Wien und kaufte sich eine Gaspistole. Hier in der großen Stadt und deren Umgebung fühlte er sich nicht wohl. Später konnte er sich nicht daran erinnern wo er hier eine Nacht verbracht hatte. Am 16. Januar 1980 fuhr er mit dem Zug nach St. Pölten und rief sich dort ein Taxi. Er sagte dem Taxifahrer er sei ein Teppichverkäufer und möchte in eine wohlhabende Gegend gebracht werden.

Dort fand er das Haus der Familie Altreiter und gelangte durch das Badezimmerfenster in das Haus. Es war das Haus von Gertrude Altreiter, 56, ihrem Sohn dem 27-jährigen Walter, der aufgrund einer Muskeldystrophie auf einen Rollstuhl angewiesen war und ihrer Tochter Ingrid, eine 25-jährige Studentin. Um seine Opfer einzuschüchtern tötete Kniesek ihre Angora Katze. Sie flehten um ihr Leben und baten ihm Geld und Schmuck. Gertrude schrieb einen Scheck über 20.000 Schilling, den Kniesek später auch einlöste. Ingrid bot ihm Sex an, einfach nur um ihr Leben zu retten, aber Kniesek war nur daran interessiert seine grausamen Absichten wahr werden zu lassen, sie zu foltern und zu töten. Der Sohn den er bereits gefesselt hatte, bevor die anderen beiden nach Hause kamen, erwürgte er. Die Mutter wurde gefoltert und erdrosselt. Die Tochter wurde mehr als elf Stunden misshandelt, gefoltert, geschlagen und ebenfalls erwürgt. Kniesek legte sich neben seine Opfer und schlief.

Am nächsten Morgen packte er die Leichen in den Mercedes der Familie und machte mit dem Geld eine Einkaufstour. Da er sich sehr verdächtig verhielt, verständigte man in einer Gaststätte die Polizei. Diese fuhr zum Haus der Altreiters und eine Fahndung wurde eingeleitet. Es gelang Kniesek zu verhaften und er gestand die Tat. Die Morde dienten nur seiner geistigen Befriedigung aus einer reinen Lust am Töten. Am 4. Juli 1980 wurde Kniesek zu einer lebenslangen Haft verurteilt.