True Story

Felon – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2008.

Felon

Der Film basiert auf Geschehnissen im California Corcoran Gefängnis. Wie eine römische Arena, die Wachen in ihren gesicherten Räumlichkeiten, setzten sie im Hof des Gefängnisses rivalisierende Banden ein und wetteten Geld auf die unvermeindlichen Kämpfe.

California Corcoran State Prison (COR) ist ein amerikanisches Gefängnis in Kalifornien. Es wird nur von männlichen Insassen bewohnt. In den Jahren 2002 und 2003 hatte das Gefängnis 1703 Mitarbeiter und ein Budget von 115 Millionen US-Dollar. Im September 2007 hatte es eine Kapazität für 3116 Häftlinge, aber tatsächlich 5685 Insassen. Somit eine Überbelegtheitsrate von 182 Prozent. Das Gefängnis wurde auf dem Gelände Tulare Lake gebaut, einem alten Siedlungsgebiet der Yokut-Indianer.

1988 wurde die Einrichtung in Betrieb genommen, 1993 folgte der Betrieb des Gefängniskrankenhauses. 1996 behauptete der Journalist Mark Arax in der Los Angeles Times, Corcoran sei das problematischste von allen 32 US-Bundesgefängnissen. In keinem anderen Gefängnis wurden in dieser Zeit so viele Insassen von Sicherheitskräften erschossen. Arax bewies dies anhand von Dokumenten, dass viele Tötungen nicht gerechtfertigt waren und oft auch unschuldige Gefangene getroffen wurden. Außerdem wurden durch die Sicherheitskräfte illegale Kämpfe zwischen den Insassen arrangiert, sogenannte Gladiatordays.

1996 wurde eine Sendung der CBS Evening News ausgestrahlt, in der die Erschießung eines Gefangenen konkret thematisiert wurde. 1997 folgte ein Bericht der CBS News über die alarmierende Anzahl von Schusswaffeneinsätzen in dem Gefängnis. Ein Untersuchungsbericht stellte fest, dass es sich bei den Tötungen um Einzelfälle gehandelt habe. Ein Film namens „Maximum Security“ zeigte Bilder einer Überwachungskamera, wo Sicherheitskräfte auf Insassen eine Waffe richten und diese auch abfeuern. Der Film wurde 1998 veröffentlicht. Im selben Monat wurden acht Vollzugsbeamte angeklagt, weil sie 1994 illegale Kämpfe arrangiert haben sollen. Im Jahr 2000 mussten diese acht Beamten ihren Dienst quittieren, nachdem sie für schuldig befunden wurden.

Auch heute gibt es noch Gangs im Gefängnis und es ist zu einem unlösbaren Problem geworden. Hier passieren die selben Dinge die auch draußen auf der Straße passieren. Wenn es gelingt eine Gang zu zerschlagen, bildet sich sofort eine neue Bande. In den Gefängniszellen findet man ständig selbst gebaute Waffen, so kann zum Beispiel eine harmlose Zahnbürste tödlich sein, diese man anspitzt oder gar mit Rasierklingen versieht. Die Gangs verteilen Drogen und Schmuggelware wie Handys oder dergleichen. Man hat Reformen versprochen und es soll Veränderungen geben, die zum Teil auch schon umgesetzt wurden. Aktuell bekannte Insassen sind zur Zeit;

– Juan Vallejo Corona, dieser 1971 insgesamt 25 Menschen ermordet hat.
– Dana Ewell, er ließ 1992 seine dreiköpfige Familie ermorden.
– John Albert Gardner, ein Doppelmörder.
– Phillip Garrido, der eine Elfjährige entführte und 18 Jahre lang bei sich gefangen hielt.
– Mikhail Markhasev, Mörder von Ennis Cosby, dem Sohn Bill Cosbys.
– Mit einer der bekanntesten, Charles Manson, mehrfacher Mörder.