True Story

Cold Fish (Tsumetai nettaigyo) – japanischer Thriller, Drama aus dem Jahr 2010.

Cold fish

Der Film basiert auf den beiden Serienmördern Gen Sekine und Hiroko Kazama die in Tokio eine Tierhandlung besaßen und mindestens vier Personen ermordeten.

Der 53-jährige Gen Sekine war renommierter Züchter von Hunden. Er gab zu, einen Kunden ermordet und die Leiche zerstückelt zu haben, nachdem ihm der Kunde 11 Millionen Yen gezahlt hatte und sich über die gekauften Hunde der Rasse Rhodesian Ridgeback beschwerte. Die 37-jährige Lebensgefährtin von Gen Sekine, Hiroko Kasama und der 38-jährige Geschäftspartner Nagayuki Yamazaki waren daran beteiligt Akio Kawasaki zu vergiften. Außerdem waren sie beim Verschwinden von weiteren Personen beteiligt oder hatten Kenntnis davon. Die Käufer der Hunde verschwanden innerhalb von zwei Jahren.

Gen Sekine war offenbar überzeugt, das leichtgläubige Japaner Millionen Yen für seine exotischen Hunde zahlen würden. Er versprach ihnen das Geld wieder rein zu bekommen, in dem die Kunden die Würfe der Hunde verkaufen könnten. Er bot ihnen an die jungen Hunde selbst wieder aufzukaufen, was er jedoch nie gemacht hatte. Viele der Kunden waren verärgert, sie vereinten sich und forderten Schadenersatz.
Gen Sekine war in Japan bekannt, unter anderem züchtete er auch die Hunderasse Alaskan Malamute, die größten und stärksten aller Schlittenhunde. Angeblich pflegte er auch Verbindungen zu der gewalttätigen und kriminellen Organisation Yakuza. Man sah Sekine als renommierten Züchter aber auch die Schattenseite, die Verbindung zum Verbrecher – Syndikat.

Am 20. April 1993 wurde der 39-jährige Geschäftsmann Akio Kawasaki vermisst. Das Japanische Fernsehen hatte berichtet, dass Sekine und sein Partner Yamazaki damit geprahlt haben, das sie Kawasaki mit Schlaftabletten in seinem Getränk vergiftet hätten.
Sekine wurde daraufhin verhaftet, von der Polizei verhört und gab zu die Leiche von Kawasaki mit einem Küchenmesser zerstückelt zu haben. Die Überreste wurden von allen drei Angeklagten zu einem ihrer Hundetrainingsplätze in einem Waldgebiet gebracht, dort verbrannt und die Reste in den Bergen verstreut.
Gen Sekine hatte Kawasaki bei einem Verkaufsgespräch so sehr beeinflusst, dass Kawasaki ihm vertraute, sein gespartes Geld gab, seine Lebensversicherung auflöste, sein Auto verkaufte und sich Geld von seiner Mutter geliehen hatte, nur um zwei seiner Rhodesian Ridgeback zu kaufen.

Kawasaki hatte finanzielle Sorgen und hoffte durch die Hunde selbst Geld zu verdienen. Er hatte diese Hunde tatsächlich gekauft. All seine Hoffnungen lagen in dieser Investition, die ihm allerdings zunichte gemacht worden, als die Hündin vor seinem Haus weggelaufen war. Er wollte nun nur für einen Hund zahlen, Sekine sollte ihm die Hälfte zurückzahlen. Sekine geriet ins Stocken, versicherte ihm aber das man es so vereinbaren könnte. Fünf Tage später verschwand Kawasaki.

Noch im selben Jahr tötete das Paar den 51-jährigen Bandenchef Yasunobu Endo und dessen Fahrer, den 21-jährigen Susumu Wakui. Auch hier wurden die Leichen zerstückelt, verbrannt und die Reste verstreut. Kurz darauf töteten sie die 54-jährige Mitsue Sekiguchi, die Probleme mit einem gekauften Hund hatte. Alle vier Opfer waren Kunden von dem Züchter Sekine.
Gen Sekine und Hiroko Kazama wurden wegen vierfachen Mordes zum Tode verurteilt. Die Staatsanwaltschaft sah die Verbrechen als „extrem teuflisch“ und stellte fest, die Todesstrafe sei hier unumgänglich. Erwähnt wird das ein Mitarbeiter 1996 zu drei Jahren Haft verurteilt wurde, möglich das der Geschäftspartner gemeint ist.