True Story

Eaten Alive – Im Blutrausch – amerikanischer Horrorfilm aus dem Jahr 1977.

Eaten Alive-Blutrausch

Der Film wurde von dem Serienkiller Joe Ball inspiriert.

Joseph D. „Joe“ Ball (6. Januar 1896 – 24. September 1938), war ein amerikanischer Serienmörder. Man nannte ihn auch „The Alligator Man“, der „Schlächter von Elmendorf“ und der „Blaubart von South Texas“. Joe Ball war ein Kind der reichsten Familie in Elmendorf, etwa 15 Meilen von San Antonio entfernt. Sein Vater Frank Ball hatte 1885 Land gekauft, lieh sich Geld von der Bank und eröffnete eine Baumwollfabrik. Da das Geschäft boomte, stieg er in das Immobiliengeschäft ein.

Gemeinsam mit seiner Frau Elizabeth gelang es, für ihre Kinder die ersten massiv gebauten Häuser zu erwerben. Über Joe Ball sagte man er sei ein Frauenheld. Er war einer der ersten „modernen Serienmörder“. Nachdem er an der Front in Europa während des Ersten Weltkrieges gedient hatte, begann er für seinen Vater zu arbeiten und widmete sich dem Alkoholschmuggel. Ende der 1930er Jahre arbeitete er Gastwirt der Bar „The Sociable Inn“ in Elmendorf, Texas. Er stellte die jüngsten und schönsten Mädchen ein, die als Kellnerinnen für ihn arbeiten sollten. Keines der Mädchen schien lange zu bleiben, Joe erklärte, dass sich die Mädchen in der Stadt rum treiben und auf der Suche nach dem schnellen Geld sind.

Man sagt er habe in den 1930er Jahren mindestens 20 Frauen getötet. Neben seiner Bar legte er einen Teich an, der mit einem 3 Meter hohem Zaun gesichert war, indem er fünf Alligatoren hielt, die er mit Hunden und Katzen fütterte. Die Leichen der Getöteten ließ er in dem Teich verschwinden, weil er glaubte das eine Verurteilung wegen Mordes ohne Leichen nicht möglich sei.

Corpus delicti – ein Verbrechen muss nachweislich stattgefunden haben, bevor eine Person der Begehung dieses Verbrechens verurteilt werden kann. Dies hatte er wohl nicht ganz bzw. missverstanden. Nach einer Weile wurden in der Gegend Frauen als vermisst gemeldet, darunter Bardamen, ehemalige Freundinnen und seine Frau.

Am 23. September 1938 neigt sich sein Glück dem Ende. Eine Nachbarin hatte ihn beobachtet wie er mit Fleisch seine Alligatoren füttert. Es waren Überreste eines menschlichen Körpers. Die Ermittler fanden menschliche Überreste, faulendes Fleisch und eine Axt die mit Blut und Haaren versehen war. Als im Jahr 1938 zwei Polizisten ihn über die vermissten Personen befragten, zog er eine Waffe aus seiner Kasse und tötete sich selbst mit einem Schuss ins Herz. Einige andere Quellen berichteten er habe sich in den Kopf geschossen. Ein Handwerker, namens Clifford Wheeler, hatte Joe Ball geholfen um zwei der Leichen verschwinden zu lassen.

Ball zwang Wheeler dazu die Leiche von Hazel Brown in einer Regentonne zu lagern, um sie später an die Alligatoren zu verfüttern. Wheeler führte die Polizisten zu den Überresten von Hazel Brown und Minnie Gotthard. Er sagte den Behörden, Ball habe mindestens 20 Frauen ermordet. Die Alligatoren wurden als Beweismittel sicher gestellt. Es gab aber nie konkrete Hinweise dafür, dass die Alligatoren all die Leichen gefressen haben. Clifford Wheeler wurde zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Es gibt wenig schriftliche Quellen aus dieser Zeit, die die Verbrechen hätten überprüfen können.