True Story

Sniper – Der Heckenschütze von Washington – amerikanischer Thriller aus dem Jahr 2003.

Sniper Der Heckenschütze von Washington

Die Beltway Sniper Attacks waren eine Reihe von Angriffen auf die Zivilbevölkerung durch zwei Heckenschützen im Oktober 2002, betroffen war das Gebiet um Washington und die Interstate 95 in Virginia.

Die beiden Täter schossen mit einer Zieleinrichtung ausgestatteten halbautomatischem Sturmgewehr auf Passanten. Mindestens 10 Menschen wurden getötet und drei schwer verletzt. Drei weitere Morde konnte man den Tätern nicht nachweisen. Die Täter traten mit den Behörden in Kontakt in dem sie am Tatort Notizen hinterließen. Über das Motiv gibt es widersprüchliche Aussagen, Terrorismus, Erpressung von 10 Millionen Dollar, sowie die Verschleierung des geplanten Mordes an der Ehefrau eines der beiden Täter.
Die Täter waren John Allen Muhammad (41) und Lee Boyd Malvo (17), der sich als Muhammads Sohn ausgab.
– 5. September, Ein Besitzer einer Pizzeria wurde von 6 Kugeln getroffen, er überlebte.
– 21. September, erschossen sie eine Verkäuferin.
– 2. Oktober, wurde ein Programmierer auf einem Parkplatz erschossen.
– 3. Oktober, ein Gärtner wurde erschossen als dieser den Rasen mähte, kurz darauf ein Rentner und ein Taxifahrer als er sein Auto betankte. Danach eine Babysitterin als diese an einer Bushaltestelle ein Buch las.

Etwas später wurde ein angehendes Kindermädchen beim Tanken erschossen, danach ein Rentner beim Spaziergang.
– 4. Oktober, wurde eine 43-jährige verletzt, als diese Einkäufe im Auto verstaute.
– 7. Oktober, schossen sie einen Schüler in den Bauch.
– 9. Oktober, erschossen sie einen Projektmanager.
– 11. Oktober, ein Geschäftsmann beim Tanken erschossen.
– 14. Oktober, eine FBI-Beamtin erschossen.
– 19. Oktober, ein 35-jähriger wurde angeschossen, Beamte fanden einen Brief der Täter in einem Wald.
– 22. Oktober, erschossen sie einen 35-jährigen, es war das zehnte bestätigte Todesopfer.

Nach Hinweisen aus der Bevölkerung standen beide Täter unter dringenden Tatverdacht, somit konnte ein Haftbefehl erlassen werden. Als John Allan Muhammad an seinem ersten Verhandlungstag nach vorn zum Richtertisch ging, war er eigentlich bereits ein toter Mann. Ein toter Mann in einem graubraunen Jackett, schwarzen Hosen und billigen Schuhen, die ihm von amerikanischen Regierungsbehörden gestellt worden waren, damit er am Ende anständig aussieht. Ein toter Mann, der von zwei Starverteidigern begleitet wurde, für die seine ausweglose Lage nur eine juristische Herausforderung ist. Ein Hauch von einem Lebewesen.

Am 22. April 2005 wurde Muhammad zum Tode verurteilt, die Hinrichtung erfolgte 2009 per Giftspritze. Malvo wurde aufgrund der Minderjährigkeit zur Tatzeit zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt, ohne Bewährungsmöglichkeit. Man erhob auch Klage gegen den Waffenhändler, dem grobe Fahrlässigkeit nachgewiesen wurde. Aus seinem Lager verschwanden in drei Jahren 238 Gewehre. Auch der Hersteller wurde belangt. Es war jedoch ein Präzedenzfall das man Händler und Hersteller belangt hat. Den Familien der Opfer wurden 2,5 Millionen Dollar zugesprochen.