True Story

The Chaser – südkoreanischer Thriller aus dem Jahr 2008.

The Chaser

Der Film basiert auf dem Fall des südkoreanischen Serienmörders Yoo Young-chul.
Yoo Young-chul geboren 1970, ist ein südkoreanischer Serienmörder und Kannibale. Erstmals wurde er mit 18 Jahren kriminell. Es folgte eine Anklage wegen Diebstahl, Betrug, Gewalt und anderer Verbrechen.

1991 wurde er erstmals für 10 Monate verurteilt. Später heiratete er und wurde Vater eines Sohnes, wobei sich seine Frau kurze Zeit darauf scheiden ließ. Er gestand die Morde an 21 Menschen, hauptsächlich Prostituierte und wohlhabende ältere Männer. Er wurde vom südkoreanischen Bezirksgericht für 20 Morde verurteilt, die er in den Jahren 2003 und 2004 begangen hat. Eine Anklage musste wegen Verfahrensmängeln fallengelassen werden. Yoo verbrannte drei seiner Opfer und verstümmelte mindestens elf von ihnen. Die Polizei fand elf Frauen, in Stücke geschnitten und in Plastiktüten vergraben. Er gab an, die Leber einiger seiner Opfer gegessen zu haben. Die meisten seiner Opfer erschlug er mit einem Hammer. Eines der Opfer, eine Escort-Dame die er in seine Wohnung lockte, erstickte er, verstümmelte sie und entsorgte die Leiche in der Nähe der Sogang Universität.

Die meisten Verbrechen beging er Mittags oder Nachmittags, wenn alle jungen Menschen bei der Arbeit waren. Als Motiv für seine Taten gab Yoo Young-chul seinen Hass auf reiche Menschen, Frauen und die gesamte Gesellschaft an. Er wollte nicht das Geld oder irgendwelche Wertgegenstände, es war nur seine Wut auf das System, indem die Reichen auf Kosten der Armen immer reicher werden. Er zeigte während der Gerichtsverhandlung keine Reue, sondern betonte die Opfer hätten den Tod verdient. Er beging seine Taten in einem Zeitraum von nur neun Monaten, vom September 2003 bis zu seiner Verhaftung im Juli 2004. Er wurde am 13. Dezember 2004 zum Tode verurteilt. Sein Fall der in Südkorea für Entsetzen sorgte, entfachte die Debatte über die Todesstrafe neu. Obwohl die Todesstrafe gesetzlich nicht abgeschafft wurde, besteht seit 1998 ein Moratorium, es werden also keine Todesstrafen mehr vollstreckt.

Vor der Verhaftung von Yoo Young-chul sah es danach aus, als würde die Todesstrafe abgeschafft werden, aber seither ist die Zustimmung für die Todesstrafe innerhalb der Bevölkerung wieder gestiegen. Der Vorsitzende Richter begründete die Verhängung der Todesstrafe damit, dass eine derartige Mordserie in Südkorea beispiellos sei und ein sehr schlimmes Verbrechen darstellte. Die Todesstrafe für Yoo Young-chul sei unumgänglich in Anbetracht des enormen Leides das er über die Familien der Ermordeten und die gesamte Nation gebracht habe. Er wurde zwar zum Tode verurteilt aber es wurde nicht vollstreckt. Er dachte er würde selbst bald sterben, weil sein Vater an Epilepsie starb, sein Bruder starb im Alter von 32 Jahren an der gleichen Krankheit.