True Story

Conjuring – Die Heimsuchung – amerikanischer Horrorthriller aus dem Jahr 2013.

Conjuring

Der Film basiert auf den paranormalen Ermittlungen und Aufzeichnungen von Ed und Lorraine Warren.
Ed Warren (1926-2006) und seine Frau Lorraine, geboren 1927, sind Autoren zahlreicher Bücher über das Paranormale, ihrer Ermittlungen, verschiedener Berichte über paranormale Aktivitäten.

Sie sind Gründer der Neuenglischen Gesellschaft für die Erforschung des Übersinnlichen, New England Society for Psychic Research. Sie geben an mehr als 10.000 Fälle untersucht zu haben und behaupten 50 Prozent der Menschen kommunizieren mit Geistern. Sie halfen wenn es dabei zu Problemen kam.

Der Film erzählt einen ihrer angeblich dramatischsten Fälle.
Es geschah in Harrisville, Rhode Island. Das Ehepaar Roger und Carolyn Perron kaufte dort 1970 für sich und ihre fünf Töchter, Andrea, Nancy, Christine, Cynthia und April ein 1736 erbautes Farmhaus. Fast zehn Jahre lebten die Perrons dort, bis sie sich, angeblich von mehreren Geistern terrorisiert und zu Tode erschrocken, entschlossen wieder auszuziehen.
In insgesamt drei Büchern beschreibt die älteste Tochter Andrea die Dinge, die sich damals angeblich ereigneten, aus der Sicht aller sieben Familienmitglieder. „Ich hatte gleich beim Einzug Kontakt mit einem Geist“, sagt die heute 56-jährige, die damals 12 Jahre alt war. In den folgenden Wochen sei es dann zu immer mehr merkwürdigen Vorfällen gekommen. So wird behauptet, Türen schlugen auf und zu, mal war es in einigen Zimmern plötzlich unerklärlich heiß, dann wieder kalt. Fliegenschwärme plagten die Bewohner ebenso wie der Gestank nach Fäkalien.

In dem Haus lebte einst eine Frau namens Bathsheba Sherman, geboren 1812 als Bathsheba Tayer in Rhode Island.
Bathsheba war Hausfrau, während ihr Mann Judson, den sie 1844 heiratete, als Farmer arbeitete. Zusammen hatten sie einen Sohn, Herbert L. Sherman. Man geht davon aus das sie noch mehr Kinder hatten, dies kann man jedoch nicht nachvollziehen, da es damals noch keine Volkszählungen gab. Eines ihrer Kinder hätte sie mit einer Stricknadel getötet. Man glaubt sie habe den Säugling dem Teufel geopfert. Nun war sie eine mutmaßliche Hexe, die 1885 verstarb. Diese Hexe Bathsheba Sherman soll nun in diesem Haus ihr Unwesen getrieben haben, laut den Aufzeichnungen von Lorraine Warren. Über die Identität des Geistes, der Carolyn Perron und ihre Familie verfolgte, sind sich Lorraine Warren und die Perrons nicht einig. Andrea Perron sagt es sei der Geist von der früheren Besitzerin Mrs. Arnold, die sich im 18. Jahrhundert in der Scheune erhängte.

Geistererscheinungen sind zumeist Wahrnehmungsphänomene, eine Reaktion auf Umwelteinflüsse. In alten Häusern gibt es oft Temperaturschwankungen, oder Infraschall unterhalb der Wahrnehmungsgrenze, der aber physiologische Reaktionen hervorruft. Erst in der Interpretation wird dann ein Geist daraus. Auch die oft gehörte Erklärung, es handele sich nicht um Geister, sondern um Psychokinese, seelische Kräfte, die Materie beeinflussen sind so auch nicht richtig. Dies ist alles Trickserei. Und die ist garnicht kompliziert, vor allem, wenn sie auf ein gläubiges Umfeld trifft. Man sagt Geisterphänomene haben meist andere Ursprünge. Oft verbergen sich Psychodramen um Jugendliche in problematischen Familienverhältnissen dahinter.

Auch der Umzug der Familie Perron nach Monroe geschah nicht ganz freiwillig, Mutter Carolyn hatte darauf gedrängt, nachdem Tochter Andrea einen Jungen verprügelt hatte.
Interessant ist die Frage, warum sich Geistergeschichten auch in unserer aufgeklärten Zeit so hartnäckig halten. Vielleicht gibt es doch das ein oder andere was sich rational nicht erklären lässt.
Andrea Perron sagte; „Ich bin dankbar für das, was ich erlebt habe. Dadurch begriff ich sehr früh, dass es etwas gibt jenseits sterblicher Existenz, dass wir mehr sind als nur ‚Asche zu Asche, Staub zu Staub‘. Ich habe gelernt keine Angst vor dem Tod zu haben.“