True Story

Graystone (Greystone Park) – amerikanischer Horrorthriller aus dem Jahr 2012.

Graystone

Greystone Park Psychiatric Hospital, ist eine ehemalige psychiatrische Klinik in New Jersey. Sie zählt zu den 10 verrücktesten Irrenanstalten in den USA. Eine Irrenanstalt die man selbst für verrückt hielt und es mit Sicherheit auch war.

Im Jahr 1877 eröffnete man diese Klinik mit 300 Patienten. Ursprünglich hieß die Klinik New Jersey State Lunatic Asylum at Morristown. 1924 erhielt sie den Namen Greystone Park. Konzipiert wurde es durch die Krankenschwester Dorothea Lynde Dix (1802-1887). Sie schuf damals die erste Generation von amerikanischen psychiatrischen Anstalten. Sie setzte sich für eine bessere Versorgung der Patienten ein.

Thomas Kirkbride (1809-1883) ein angesehener Arzt für psychisch Kranke, wurde dort zu einer führenden Autorität. Sein Konzept lautete aufmerksame Betreuung und minimaler Einsatz von Zwangsmitteln. Er war überzeugt die Gebäude und das Gelände hätten eine heilende Wirkung auf die Patienten. Beim Bau der Klinik wurden weder Kosten noch Mühen gescheut, sehr abgelegen, weit weg vom Lärm und Schadstoffen. Die Patienten konnten die Ruhe und Schönheit der natürlichen Umgebung genießen. Männer und Frauen waren getrennt und die instabilen Patienten platzierte man in den untersten Etagen, damit die anderen ihre Schreie und Ausbrüche nicht stören sollten. Man hatte dort eine eigene Käserei, betrieb Landwirtschaft, eigene Wasserversorgung, eine Post sowie Freizeit und berufsbildende Einrichtungen. Patienten verrichteten dort ihre Arbeit, zum Teil wurden sie zur Arbeit gezwungen. Kirkbride glaubte das das arbeiten zum allgemeinen Wohlbefinden beitrage. Es sollte ein Gefühl von Erfüllung und Zweck unterstützen.

Kirkbrides Vision der moralischen Behandlung war es, neue Behandlungsmethoden zu entwickeln. Er stützte sich dabei auf aktuelle Theorien über psychische Erkrankungen.
1919 wurden an Patienten Zähne, Mandelsteine, Schilddrüsen und die Prostata entfernt. Man glaubte dadurch psychische Probleme zu lindern oder gar zu beseitigen. Es war jedoch ein fehlgeleiteter Versuch. Depressive Patienten wurden mit heißem und kaltem Wasser unter hohem Druck behandelt. Man führte Insulin-Schock-Therapien und Lobotomie, Hirnoperationen,durch. Insulin wurde mit steigender Dosis täglich injiziert. Elektroschock-Therapien führten an den Patienten zu Hirnschäden bis hin zum Tod. Einige waren an Ketten gefesselt, wurden vernachlässigt, isoliert und gefoltert, durch Schläge, Hunger und Aderlass. Es ist die Rede von sexuellem Missbrauch, sexueller Nötigung, Selbstmord und Tod. Einem Vergewaltiger gelang es aus dieser Klinik zu fliehen. Es gab Übergriffe unter den Patienten und auf Mitarbeiter, wobei ein Mitarbeiter getötet wurde. Mehrere Patienten erhängten sich.
Nur vier Jahre nach der Eröffnung verschärfte sich die Situation wegen Überfüllung und unzureichendem Personal.

Mittlerweile waren es 800 Patienten, die man in Fitnessräumen und auf dem Dachboden unterbrachte. Selbst die Flure wurden hergerichtet um Schlafmöglichkeiten zu schaffen. Es folgte ein regelrechter Kollaps, 1911 beherbergte die Anlage 2600 Patienten. Den Höhepunkt erreichte man 1953 mit unglaublichen 7600 Patienten, davon viele Kriegsveteranen die an posttraumatischen Belastungsstörungen als Folge der Kämpfe im Zweiten Weltkrieg litten. Die überlastete Situation war eine Gefahr für die Gesundheit. Mangelnde Hygiene verschlimmerte das Ganze. In den 70er und 80er Jahren verringerte sich die Anzahl der Patienten, durch neue Medikamente und Budgetkürzungen. Die Öffentlichkeit war empört über den Missbrauch und die unhygienischen Bedingungen. 2008 wurde die Klinik ganz geschlossen. Man fand Dokumente über Untersuchungen an den Patienten und Sterbeurkunden. Für das Jahr 2014 ist ein Abriss geplant.