True Story

Men Behind the Sun (1-3) – chinesisches Historiendrama aus dem Jahr 1988.

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Der Film bzw. die Teile thematisieren die Experimente und Ermordungen der japanischen Einheit 731, die im Zweiten Weltkrieg während des chinesisch-japanischen Krieges 1937-1945 in der Mandschurei stationiert war.

Generalleutnant dieser Einheit war Shirō Ishii (1892-1959), der kaiserlich japanischen Armee. Bereits 1928 machte Ishii eine zweijährige Reise in westliche Staaten auf der er intensiv zu den Auswirkungen von biologischer Kriegsführung und Chemiewaffen seit dem Ersten Weltkrieg forschte. Da diese Mission sehr erfolgreich war, bekam er Unterstützung des Armeeministers Sadao Araki. 1932 begann Ishii mit den ersten vorbereitenden Experimenten. 1936 wurde die Einheit 731, die als Wasseraufbereitungseinheit getarnte Einheit zur biologischen Kriegsführung gebildet. Vor der Stadt Harbin in China entstand eine riesige Einrichtung mit mehr als 150 Gebäuden.

Im Jahr 1942 begann man Feldversuche zur Anwendung kriegstauglicher Keime und dem als Träger genutzten Waffen, wie zum Beispiel Feuerwaffen oder Bomben. Ishii machte Versuche an lebenden russischen und chinesischen Kriegsgefangenen und Zivilisten, erwähnt werden aber auch koreanische Zivilisten und amerikanische und britische Kriegsgefangene. Etwa 3000-10000 Chinesen und einige hundert Russen kamen dabei ums Leben.
1945 kam es dabei zu einer Epidemie die durch pestinfizierte Ratten ausgelöst wurde, worauf ca. weitere 20.000 Zivilisten starben.
Experimentiert wurde unter anderem auch mit den Erregern Pest, Cholera und Milzbrand. Außerdem wurden „im Namen der Wissenschaft“ auch physiologische Experimente durchgeführt. Lebende Menschen wurden seziert, Abtreibungen und künstlich erzeugte Hirnschläge wurden herbeigeführt.

Menschen wurden als „Testpersonen“ eingesetzt um die Wirkung von Granaten am Menschen anhand unterschiedlicher Positionen und Entfernungen zu messen. Man erforschte die Wirkung von Keramik Bomben, die mit Bakterien bestückt waren, diese Milzbrand auslösten. Zusätzlich führte man Experimente der Unterkühlung und Experimente unter extremen Druckunterschieden durch, diese an lebenden Menschen, um die Auswirkungen auf Reaktionsfähigkeit der Organe und die Überlebensfähigkeit zu testen.Menschen wurden lebendig begraben, um herauszufinden, welchen Belastungen der menschliche Körper standhalten kann. Bei einigen Frauen wurden lebende Insekten, meist Kakerlaken, in die Vagina eingesetzt. Einfach so, oder die Insekten waren Träger eines biologischen Kampfstoffes.

An sämtlichen Teilen in oder am Körper wurde experimentiert, verschiedene Verletzungsgrade lebenden Personen zugefügt, um den Blutverlust und die Dauer bis zum Eintritt des Todes zu erforschen. Man nahm Menschen bei lebendigem Leib auseinander, erst ein Lungenflügel, dann ein Stück Leber, dann ein Teil vom Gehirn, bis die Opfer starben. Ein Arzt sezierte eine Frau, dies ohne Narkose, die er vorher geschwängert hatte.

Mitarbeiter dieser Einheit nannten die Männer, Frauen und Kinder die sie immer ohne Betäubung sezierten, abwertend Marutas, was Holzscheit oder Holzklotz bedeutet.
Die Einheit hatte bis zu 3000 Mitglieder, von denen die meisten Bakteriologen waren. Als der Krieg endete, begann die Vertuschung. Ishii wurde für tot erklärt. Ein Großteil von Aufzeichnungen wurde vernichtet, dennoch blieben genügend Informationen und Zeugen zurück. Die Amerikaner insbesondere der General Douglas McArthur, empfahl den Mitgliedern der Einheit 731 im Austausch von Daten Immunität zu geben. Das Militär der USA glaubte das diese Forschungsergebnisse von wissenschaftlichem Wert wären. Man wollte auch nicht das das Material in die Hände der Russen gelangt.