True Story

Triumph des Geistes – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1989.

Triumph des Geistes

Der Film basiert auf der Geschichte des griechischen Olympia-Boxers Salamo Arouch, der mit seiner Familie nach Auschwitz deportiert und dort gezwungen wurde zur Belustigung des Lagerpersonals zu boxen. Es sind Schaukämpfe in Konzentrationslagern, Boxen gegen den Tod, über die bislang nur wenig bekannt ist. Zu ihrer Unterhaltung ließen Aufseher Gefangene gegeneinander antreten. Wer gewann, verbesserte seine minimale Chance zu überleben. Die Boxer die verloren hatten wurden erschossen oder vergast.

Salamo Arouch, geboren 1923 in Saloniki. Schon als Kind boxte er und nahm an Wettkämpfen teil. Seinen ersten Wettkampf gewann er mit 14 Jahren. 1941 wurde er als 17-Jähriger Balkan-Meister im Mittelgewicht. Wie sein Vater und sein Bruder verdiente er sich seinen Lebensunterhalt als Hafenarbeiter. Der nur 1,68 Meter große Salamo wurde wegen seiner schnellen Fußarbeit auch „Ballerina“ genannt und war ein Idol der Juden von Thessaloniki.

1943 marschierten die Deutschen in Griechenland ein. Auch ihn und seine Familie trieb man zusammen. Seine Mutter und seine Schwestern waren in einer Gruppe die bereits verschleppt, vergast und verbrannt waren. Ihn verschleppte man nach Auschwitz. In dem Konzentrationslager suchte man nach guten Boxern. Man glaubte nicht daran das sich der abgemagerte Junge melde, doch er tat es. Somit musste er einen Kampf gegen einen großen, schwergewichtigen Polen antreten, den er nach wenigen Minuten niederstreckte. Sein stärkster Gegner war Klaus Silber, von dessen Schlag er sich erholte und ihn dennoch besiegen konnte.
Seine Gegner waren andere jüdische Gefangene, Zigeuner und gelegentlich Wachpersonal. Andere Gefangene wurden gezwungen von 4.00 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit zu arbeiten.

Die Nazi-Offiziere waren beeindruckt. Über 200 Mal boxte der jüdische Junge, über 200 Mal gewann er, was ihm sein Leben rettete. Von den 208 Kämpfen gingen gerade mal zwei unentschieden aus.
Die Wachmannschaften forderten harte Kämpfe und warteten nur darauf das Blut floss. Für jeden Sieg bekam er ein Brot und durfte in der Küche arbeiten. Sein Bruder wurde erschossen, als der sich weigerte die Goldzähne von anderen jüdischen Gefangenen zu ziehen.
1945 brachte man ihn nach Bergen-Belsen, wo er Zwangsarbeit verrichten musste, bis zur Befreiung durch die britische Armee.
Er heiratete die 17-jährige Marta Jechiel, die er in Bergen-Belsen kennengelernt hatte. Sie kam ebenfalls aus Saloniki und war die einzig Überlebende ihrer Familie. Auch seine Familie war ums Leben gekommen bzw. wurde ermordet. Er ging nach Israel, wurde Geschäftsmann und boxte weiterhin regelmäßig. Gemeinsam haben sie vier Kinder und 12 Enkelkinder.
Salamo Arouch starb am 26.April 2009 an den Folgen eines Schlaganfalls im Alter von 86 Jahren.

Der Mord an seiner Familie und dem Drang dem Rest der Welt zu zeigen was mit ihm geschehen ist, gaben ihm den Willen zu überleben.Hätte er im KZ nicht geboxt hätte man ihn sofort getötet.
1988 war er in Auschwitz, am Ort des Geschehens, und diente für drei Monate als Berater für den Film.
Ein jüdischer Boxer namens Jacques „Jackie“ Razon verklagte den Filmproduzenten und Salamo Arouch. Er behauptete man hätte ihm seine Geschichte geklaut. Später konnte der Fall jedoch außergerichtlich geklärt werden. Die Filmgesellschaft zahlte ihm 30.000 Dollar und die Klage wurde abgewiesen.