True Story

Windtalkers – amerikanisches Kriegsdrama aus dem Jahr 2002.

Windtalkers

Zentrales Thema des Films ist der 2. Weltkrieg, insbesondere basiert der Film auf dem Navajo, die Bezeichnung der Navajo für das Funken, einer Art Geheimsprache, einem Nachrichten-Code, „die mit dem Wind sprechen.“

Heute streitet das Pentagon ab, es habe jemals den Befehl gegeben, dass die Codesprecher nicht in Feindeshand fallen durften.
Das Navajo war noch nicht bekannt, weswegen es dem deutschen und japanischen Geheimdienst nicht gelang, den Nachrichten-Code zu dechiffrieren.
Während sich die amerikanischen Streitkräfte in der Verfilmung mit der japanischen Zivilbevölkerung gut stellen und sogar schmerzstillende Mittel an bedürftige Kinder verteilen, sah die Wirklichkeit anders aus. Viele überlebende Familien konnten die Besetzung ihres Bodens durch feindliche Soldaten nicht dulden und zogen einen für ihren Kulturkreis bezeichnenden, ehrenhaften Tod durch Sprung von den Klippen Saipans mitsamt Frauen und Kindern vor.

Die US-Streitkräfte setzten Navajo-Indianer als Übermittler von Botschaften ein. Die Indianer sprachen Englisch und ihre Muttersprache. Die Kinder in der Schule durften nur Englisch sprechen. Navajo gehört zu der Gruppe der Apachensprachen und ist für den Nicht-Muttersprachler derart komplex, das die Japaner außerstande waren diesen Code zu brechen. Der Navajo Code ist mit keiner europäischen oder asiatischen Sprache verwandt und machte ihn so undurchdringlich. Die in der Navajo-Sprache nicht vorkommenden englischen Fachausdrücke wurden in einem Lexikon mit 274 Wörtern zusammengestellt und durch Wörter der natürlichen Welt ersetzt.

So wurden Flugzeuge mit Vogelnamen bezeichnet und Schiffe mit Namen von Fischarten belegt. Höhere Offiziere waren „Kriegshäuptlinge“, Kampfstellungen „Schlamm-Clans“, aus Befestigungen wurden „Höhlensiedlungen“ und Mörser waren „hockende Gewehre.“ Zudem wurde ein codiertes phonetisches Alphabet für die Übersetzung von seltener benutzten Wörtern und Namen geschaffen. Zum Beispiel wurde das Wort „Pacific“ als „pic, ant, cat, ice, fox, ice, cat“ buchstabiert und dann in die Navajo-Sprache übersetzt, als „bi-sodih, wol-La-chee, moasi, tkin, ma-e, tkin, moasi.“

Dies machte es Nichtkundigen der Sprache praktisch unmöglich, seine Bedeutung zu erschließen. Erst im Jahr 1968 wurde die bis dahin geltende Geheimhaltung über den Navajo-Code von der amerikanischen Regierung aufgegeben.
John Brown Junior, einer der ehemaligen Navajo-Funker: „Wir Indianer sind von der US-Regierung immer schlecht behandelt worden. Viele Verträge haben sie gebrochen! Und sie verboten uns sogar, unsere Sprache zu sprechen. Bis sie uns eines Tages plötzlich mit unserer Sprache brauchten.“
Der Navajo-Code blieb auch nach dem Krieg lange geheim. Die US-Regierung gibt dies als Grund an, warum die indianischen Soldaten Jahrzehnte lang nicht gewürdigt wurden. Erst 1982 ehrte Präsident Reagan noch lebende Funker und erklärte den 14. August zum „Nationalen Navajo Codesprecher Tag.“