True Story

Antarctica – Gefangen im Eis – amerikanischer Abenteuerfilm aus dem Jahr 2006.

Antarctica

Die japanische Expedition im Jahr 1958 inspirierte den japanischen Film „Taro und Jiro in der Antarktis“ aus dem Jahr 1983. Antarctica-Gefangen im Eis stellt eine Re-Interpretation der wahren Begebenheiten dar.

Erst 1958 gelang die erste Durchquerung der Antarktis. Die „Commonwealth-Trans-Antarctic-Expedition“ unter der Leitung von Vivian Fuchs und dem Mount Everest Bezwinger Sir Edmund Hillary durchquerte die Antarktis vom Wedell-Meer über den Pol zum Ross-Eisschelf. 1957 wurde das Internationale Geophysikalische Jahr (IGY) ausgerufen um die Erforschung weiter voranzutreiben. Die Antarktis stand im Mittelpunkt der internationalen Aktivitäten. 67 Länder beteiligten sich an den Forschungsprojekten und es entstanden 40 wissenschaftliche Stationen auf dem eisigen Kontinent.

Eines dieser Länder war Japan. Im Januar 1957 wurde die Forschungsstation Syowa auf dem East Ongul Island in der Lützow-Holm Bay errichtet. Die erste Gruppe von Wissenschaftlern überwinterte dort. Die japanischen Forscher, sämtliche Geräte, Messinstrumente und Lebensmittel wurden von dem Eisbrecher Soya bis an die Küste von Lützow-Holm gebracht.
Mit an Bord waren auch 15 Schlittenhunde, die sollten den Transport der Materialien zur Station übernehmen und wurden für die Exkursionen ins Umland gebraucht.
Diese Hunde waren japanische Schlittenhunde, Karafuto Ken (Sakhalin Husky), große,kräftige und langhaarige Hunde, robuste, arbeitsfreudige Tiere, mit einem freundlichen Wesen und einer guten Bindung zum Menschen.

Den ersten Winter überstanden alle Forscher und die Hunde gut. Der Sommer neigte sich dem Ende und der Eisbrecher Soya machte sich auf den Weg um die Forscher abzuholen und ein weiteres Team für eine Überwinterung abzusetzen.
Doch hier kam es zu Problemen. Das Packeis war zu dick und das Schiff kam nicht weiter, auf dem nun auch Kraftstoff-und Lebensmittelvorräte knapp wurden. Man entschied sich die Männer mit dem auf dem Schiff befindlichen Helikopter zu bergen. Die Hunde sollten bei der Station bleiben und der Abschied viel jedem schwer. Damit die Hunde nicht weglaufen, kettete man sie an Pfosten, die man in das Eis eingelassen hatte. Nur zwei der Junghunde Taro und Jiro wurden nicht angebunden, da sie sich allein nicht vom Rudel entfernten. Nachdem alle Männer an Bord des Schiffes waren brach ein gewaltiger Sturm los.

Einige Tage vergingen und es bestand keine Möglichkeit die neue Crew an Land zu bringen. Auch immer mehr Packeis bildete sich und es bestand die Gefahr das die Soya eingeschlossen werden würde. So konnte man kein neues Team zur Station bringen und man beschloss die Rückreise anzutreten. Man bat eindringlichst die Hunde dort raus zu holen, doch dies schien nicht machbar zu sein. Auch die Bitte das einer der Betreuer noch mal ausgeflogen wird, um die Hunde zu töten, wurde nicht zugestimmt.

Die Verantwortlichen der Forschungsabteilung in Japan sahen es als zu gefährlich an und setzten durch, dass die Hunde sich selbst überlassen werden. Die Forschungscrew litt auf dem Heimweg sehr, ihre Gedanken das ihre Hunde jetzt langsam und leidvoll verhungern mussten, denn für alle waren sie mehr als nur ein Transportmittel, sondern ein lieb gewonnener Bestandteil der Mannschaft. Zurück in der Heimat berichteten die Medien von den zurückgelassenen Hunden und in ganz Japan verurteilte man die inhumane Behandlung der Hunde.

Genau ein Jahr später machte sich die Soya wieder auf den Weg in die Lützow-Holm Bay. Mit an Bord war Ochi, der einfach wissen wollte was mit seinen Hunden passiert ist. Als das Schiff sich der Station näherte, sah er zwei Punkte nahe der Station laufen, springen und vor Freude hüpfen. Er traute seinen Augen nicht, es waren die beiden Jüngsten Taro und Jiro, die ihn sofort erkannt und überschwenglich begrüßten. Nur sie haben überlebt, die anderen 13 Hunde haben es nicht geschafft. Einige sind verhungert, andere hatten sich losgerissen und konnten nicht gefunden werden. Taro und Jiro wurden zurück nach Japan gebracht und alle Menschen freuten sich. Sie nahmen an weiteren Expeditionen teil und erreichten ein hohes Alter. In ihrer Heimatstadt wurde ein Denkmal errichtet.