True Story

King of Devil’s Island – norwegisches Drama aus dem Jahr 2010.

King of Devil's Island

Der Film basiert auf den wahren Begebenheiten der Haftanstalt Bastøy in Norwegen.
Bis 1970 gab es auf der Insel eine Besserungsanstalt für Jungen. Diese wurde nach einer norwegischen Gesetzgebung zum „Umgang mit vernachlässigten Kindern“ aus dem Jahr 1896 errichtet. Harte Arbeit, strenge Disziplin und harte Strafen waren damals Methoden um die Kinder und Jugendliche in ehrenwerte Mitglieder der Gesellschaft zu machen.

Es herrschten sehr raue Bedingungen und Ungerechtigkeit. Die im Oslo-Fjord gelegene Insel Bastøy war von 1905 bis 1953 Synonym für einen Ort des Schreckens. Jugendliche Straftäter wurden in die Erziehungsanstalt bzw. die Gefängniskolonie auf Bastøy geschickt, um ihre Strafen abzusitzen. Sie wurden geschlagen, gedemütigt und bei knappen Rationen zu schwerster Arbeit gezwungen. Es war ein dunkles Kapitel, über das nicht viel geredet wurde. Es ist eine zeitlose Geschichte, die davon erzählt, wie Unterdrückung und Freiheitsverlangen aufeinanderprallen. Es war ein Heim für Jungen, es gab kein gerichtliches Urteil mit einer festgelegten Strafe.

Die Jungen kamen dorthin weil der Staat die Eltern unfähig für deren Erziehung hielt. Die Gründe waren unterschiedlich, sie haben getrunken oder dem Kind in anderer Weise geschadet. Dort sollten die Jungen durch harte Arbeit wieder auf den richtigen Weg gebracht werden. Einige mussten sechs Monate bis hin zu zwei Jahren, in manchen Fällen über sechs Jahre dort bleiben. Es war sehr schwierig von der Insel zu flüchten. Selbst wenn die Jungen es auf die andere Seite des Fjordes geschafft hatten, erkannten die Bauern und anderen Bewohner an den Uniformen, woher sie kamen. Dann wurde die Polizei verständigt. 1915 kam es dort zu einem Aufstand der Jungen, der aber schnell vom norwegischen Militär unterdrückt wurde.

Zwischen 30 und 40 Jungen weigerten sich zu arbeiten, bewaffneten sich mit Steinen und landwirtschaftlichen Geräten, kappten Telefonleitungen und steckten eine Scheune in Brand. Als die Ausbilder und Wachen machtlos dem gegenüberstanden, informierte man das Militär, diese stürmten die Insel und beendeten den Aufstand. Der Aufstand konnte jedoch an dem strengen Zuchthaus-Methoden nichts ändern. Diese wurden bis 1953 fortgesetzt.1970 schloss man die brutale Besserungsanstalt.

Seit 1982 ist es ein Gefängnis mit 115 Insassen, geführt und bewacht von 69 Mitarbeitern.  Es ist eine Art Luxus-Gefängnis, beispielsweise für Leute die ein Wirtschaftsverbrechen begangen haben oder bereits lange Haftstrafen abgesessen und dort den Rest der Zeit verbringen. Die Insassen bewirtschaften eine Farm, einen Bauernhof. Sie sind in Holzhütten untergebracht und in ihrer Freizeit können sie Reiten, Angeln und Tennis spielen. Im Allgemeinen ist die Kriminalitätsrate in Norwegen sehr gering, deswegen führt man das Gefängnis sicher etwas lockerer.