True Story

Lilja 4-Ever – schwedisch-dänisches Drama aus dem Jahr 2002.

Lilja 4-ever

Der Film basiert auf der wahren Geschichte der 16-jährigen Danguolé Rasalaité, geboren am 19. Mai 1983 in Kaunas, Litauen.

Ihr Vater saß im Gefängnis. Ihre Mutter verließ das Mädchen als sie 14 Jahre alt war. Sie hatte einen neuen Partner kennengelernt mit dem sie in die USA zog. Später schrieb die Mutter einen Brief an die Litauischen Behörden, worin sie schreibt das sie den Kontakt und jegliche Verantwortung, Vormundschaft ihrer Tochter gegenüber ablehnt.

Niemand kümmerte sich um das Mädchen, man sagte sie lebe wie ein Hund auf der Straße. Somit wurde sie zur leichten Beute für Menschenhändler die ihre Situation natürlich nutzten um sie zu ködern. Sie lernt einen jungen Mann kennen dem sie auch vertraut. Sie bemerkte nicht was für Absichten er wirklich hatte. Er versprach ihr das sie beide nach Schweden gehen würden, um dort gute Arbeit zu finden und um Geld zu verdienen. Sie flog jedoch allein nach Schweden, in der Hoffnung das dort alles besser wird und es ein Neuanfang sein sollte. Der junge Mann sagte ihr er würde später nachkommen da er in Litauen noch etwas zu erledigen hätte. Sie war naiv genug um ihm diese Geschichte zu glauben. Er gab ihr einen gefälschten Pass und sie flog nach Schweden.

Am 17. September 1999 kam sie in der Stadt Kristianstad an. In dem fremden Land angekommen, neugierig aber auch nichtsahnend, brachte man sie in eine Wohnung und sperrte sie dort ein. Den Pass nahm man ihr weg und man sagte sie habe nun 20.000 Schwedische Kronen Schulden. Diese müsse sie jetzt abarbeiten und sie solle sich dafür prostituieren. Nach etwa vier Wochen in dieser Wohnung gelang es ihr zu fliehen. Dabei traf sie auf einen Mann der aus Mazedonien nach Schweden gekommen war. Er bot ihr eine Unterkunft. Dort wurde sie jedoch von ihm und anderen Männern mehrfach vergewaltigt. Nach so vielen Enttäuschungen und Demütigungen lernte sie ein 17-jähriges Mädchen namens Melita kennen. Sie wurden beste Freundinnen und Danguole konnte kurze Zeit bei ihr wohnen.

Am 7. Januar 2000 sprang Danguole von einer Autobahnbrücke in Mälmö. Man fand das Mädchen schwer verletzt und brachte sie in ein Krankenhaus, wo sie drei Tage später ihren Verletzungen erlag. In ihrer linken Hosentasche fand man einen Zettel, darauf war eine Telefonnummer notiert, der Name eines Mannes, den man jedoch nie ausfindig machen konnte und eine Adresse einer Wohnung. In dieser Wohnung fand man Abschiedsbriefe die an einige ihrer Freunde in Litauen adressiert waren. Da sie zuvor Melita kennengelernt und sie sich ihr anvertraut hatte, konnte diese über die schrecklichen Erlebnisse von Danguole berichten.

In dem selben Haus wo man Danguole gefangen hielt lebten auch zwei Schwestern aus Tschechien, Klaudia die ältere der beiden war gerade einmal 13 Jahre alt. Auch sie wurden gefangen gehalten und zur Prostitution gezwungen. Ihnen hatte man gesagt, wenn sie genügend Geld verdient hätten, dürften sie zurück in ihre Heimat, nach Tschechien. Aber auch den beiden Mädchen gelang es zu fliehen. Es gibt unzählige solcher Geschichten. Seit dem Fall des Kommunismus werden verzweifelte junge Mädchen mit falschen Versprechungen angelockt.

Es heißt; „Dieser Film ist Millionen von Kindern gewidmet die als Sexsklaven ausgebeutet werden.“