True Story

Out of the Blue – 22 Stunden Angst – neuseeländisches Drama aus dem Jahr 2006.

out of the blue

 

Bei dem Drama handelt es sich um eine Verfilmung des Amoklaufs von Aramoana, Neuseeland, vom 13. auf den 14. November 1990. Der ortsansässige David Malcom Gray (1956-1990) tötete mit einem Sturmgewehr mit Zielfernrohr 13 Menschen, ehe er am nächsten Tag im Gefecht mit einer Spezialeinheit starb. Es war die bis heute opferreichste Schießerei in der Geschichte Neuseelands und führte zu einer Änderung der Waffengesetze in diesem Land.

Der Amoklauf begann am 13. November als Gray mit seinem 38-jährigen Nachbarn Garry Holden in Streit geriet. Es ging darum, dass Holdens Kinder über sein Grundstück liefen und dies nicht zum ersten mal geschah. Im Laufe der Auseinandersetzung betrat Holden das Grundstück von Gray und bedrohte ihn. Daraufhin ging Gray in sein Haus und holte sein AK-Sturmgewehr und tötete Holden mit mehreren Schüssen. Danach begab er sich in das Haus von Holden, erschoss dessen 11-jährige Tochter und deren Freundin. Holdens zweite Tochter wurde angeschossen und verletzt, schaffte es aber eine Nachbarin zu alarmieren, die die Rettungskräfte benachrichtigte. Inzwischen hatte Gray das Haus der Holdens angezündet.

Kurz darauf erschoss er die 26-jährige Vanessa Percy die wegen des Lärms auf die Straße gelaufen war. Danach tötete er ihre beiden Söhne, 5 und 6 Jahre alt, sowie ihren 42-jährigen Ehemann. Die 3-jährige Tochter wurde durch einen Bauchschuss schwer verletzt und wurde zur Vollwaise.
Kurze Zeit später erschoss er den 41-jährigen Aleki Tali auf offener Straße und drang in ein Haus ein, wo er den 69-jährigen Tim Jamieson und den 70-jährigen Victor Crimp erschoss. Danach tötete er den 45-jährigen James Dickson und den 61-jährigen Chris Cole.

Die nun eintreffende Polizei konnte Gray nicht sofort ausfindig machen und vermutete ihn in seinem Haus, das daraufhin umstellt wurde. Ein Polizist durchkämmte das hohe Gras hinter dem Haus und konnte den Täter entdecken. Dieser gab vor, sich zu ergeben, flüchtete jedoch. Beim Versuch den Flüchtigen zu verfolgen wurde der Polizist aus dem Hinterhalt erschossen.

Da die Nacht einbrach, wusste niemand wo sich Gray aufhält. Der Ort wurde durch Spezialeinheiten komplett abgeriegelt. In den frühen Morgenstunden gelang es einem Polizeihubschrauber den Täter zu lokalisieren, musste aber abdrehen, als dieser das Feuer eröffnete. Nun begann die Spezialeinheit vorzurücken und konnte Gray in einem Haus umstellen. Nach einem kurzen Schusswechsel wurde er schließlich durch Tränengas ins Freie gezwungen, wobei er das Feuer auf die Beamten eröffnete und einer verletzt wurde. Diese erwiderten den Beschuss und trafen Gray fünfmal in Kopf und Brust. Trotzdem konnte er erst nach einem Handgemenge überwältigt werden und starb darauf an seinen Verletzungen.

Aufgrund dieser Ereignisse wurden 1992 ausgestellte Waffenscheine sämtlicher Bürger Neuseelands eingezogen. Die Richtlinien um einen Waffenschein zu besitzen bzw. deren Prüfungen wurden extrem verschärft und erschwert. Außerdem sind einige Waffen und deren Zubehör verboten worden.