True Story

Whistleblower – In gefährlicher Mission – kanadisch-deutsches Drama, Thriller aus dem Jahr 2010.

Whistleblower in gefährlicher Mission

Der Film basiert auf den Erfahrungen von Kathryn Bolkovac in den späten 1990er Jahren im Nachkriegs-Bosnien. Sie stammt aus dem Bundesstaat Nebraska, USA und ging als Polizeiausbilderin nach Bosnien. Dort war sie über den privaten Militärdienstleister DynCorp bei der UNO in der International Police Task Force (IPTF) eingesetzt.

Die amerikanische private Sicherheits-und Militärfirma DynCorp hatte einen 15 Millionen Dollar Vertrag für die Ausbildung und das Training von bosnischen Polizisten. Bei den Vereinten Nationen angestellt, ermittelte sie mit Unterstützung von Madeleine Rees, einer britischen Juristin und Rechtsanwältin, gegen Menschenhändler und Zuhälter.
Man hatte festgestellt, dass Angehörige verschiedener UN-Organisationen für die Prostituierten zahlten und sich somit an der sexuellen Ausbeutung der Frauen beteiligten. Viele der UN-Angehörigen wurden gezwungen, unter dem Verdacht der illegalen Tätigkeit zurückzutreten, aber keiner von ihnen ist strafrechtlich verfolgt worden, da sie auch die Immunität vor Strafverfolgung in Bosnien genießen konnten.

Nachdem Kathryn Bolkovac dies aufdeckte und verschiedene, auch höhere Ränge der UN-Organisationen aufgefordert wurden ihre Posten zu räumen, wurde sie von der DynCorp entlassen. Sie reichte in Großbritannien Klage gegen DynCorp wegen ungerechtfertigter Entlassung aufgrund der Offenbarung interner Missstände, auch als Whistleblowing bezeichnet, ein.2002 wurde der Fall vom Gericht einstimmig zu ihren Gunsten entschieden. Kathryn Bolkovac lebt jetzt in Nebraska und in den Niederlanden, in Amsterdam. Sie fand keine Anstellung mehr im öffentlichen Dienst.

Ehemalige Mitarbeiter der UNO behaupten europäische und US-Soldaten seien in Bosnien in Frauenhandel und Zwangsprostitution verwickelt, ohne dafür belangt zu werden.
In einem Bericht eines Soldaten in dem er sagte, als er einem Kollegen auf dem Luftwaffenstützpunkt im bosnischen Tuzla von „seiner Kleinen“ schwärmen hörte, lief es dem Soldaten Ben Johnston kalt über den Rücken. Denn der Kompagnon, ein übergewichtiger Zeitgenosse Anfang 60, prahlte mit den Worten; „sie ist keinen Tag älter als 12!“ Und es ging nicht um seine Tochter oder Enkelin. Nach den Angaben von Johnston hatte sich sein Kollege das Mädchen in einem nahe gelegenen Bordell gekauft, als seine persönliche Sexsklavin.

Ben Johnston musste handeln. Nachdem er bereits monatelang Gerüchte und Verdachtsmomente gesammelt hatte, informierte er seine Vorgesetzten bei der DynCorp und den Ermittlern der US-Army. Mehrere Kollegen hatten Frauen von Menschenhändlern gekauft, darunter auch Minderjährige. Angestellte der DynCorp verdienten an Prostitution und Waffenhandel. Der Flugzeugschlosser Johnston erstattete im Februar 2000 eine interne Anzeige. Daraufhin wurde er im Mai 2000 entlassen. DynCorp streitet ab Johnston wegen der Meldung entlassen zu haben und behauptet, er selbst sei in Prostitutionsgeschäften verwickelt gewesen.

Wo immer Nato-Truppen, Blauhelme und von der UNO angeheuerte Friedenshüter stationiert sind, boomt die Zwangsprostitution und floriert der Frauenhandel. Ganz offen besuchten Hunderte der rund 60.000 auf dem Balkan stationierten Nato-Soldaten die zahllosen Bordelle. Ein amerikanischer Nachrichtensender hatte recherchiert und dabei auch junge Frauen interviewt, die in Mazedonien und Bosnien festgehalten wurden. Kaum eine Frau konnte fliehen, wurde sie erwischt hatte man sie verprügelt oder sogar getötet. Eine dieser interviewten Frauen ist Olga und sie erzählte das sie täglich geschlagen und vergewaltigt wurde.

Elf Mädchen waren eingesperrt in einem Zimmer ohne Dusche. „Als ich ankam hat mich mein Besitzer gezwungen, die Toilette mit der Zunge sauber zu lecken.“ Mehr als zehn Freier hatte sie am Tag und davon sagte sie, waren viele Nato-Soldaten. Allein in Bosnien wurden etwa 5000 Frauen zur Prostitution gezwungen. Sobald Armee oder Vertragsfirma von Gesetzesbrüchen erfahren, werden Soldaten und Angestellte suspendiert oder entlassen und nach Hause geschickt, da man sie dort nicht mehr belangen kann. Menschenrechtler behaupten, dass auch die Bundeswehr nicht ganz unschuldig ist und im Sexsumpf verwickelt ist.