True Story

Drugstore Cowboy – amerikanisches Drama aus dem Jahr 1989.

Drugstore Cowboy

Der Film basiert auf dem autobiografischen Roman „Drugstore Cowboy“ von James Fogle (1936-2012), geboren in Elcho, Wisconsin. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Films 1989 war Fogle in einem Gefängnis.

Aufgewachsen in Olympia, Washington, galt er als schwieriges Kind. Im Alter von 12 Jahren klaute er sein erstes Auto, mit 13 Jahren folgte sein erster Raubüberfall. Für diese Taten kam er in eine Jugendstrafanstalt und war in mehreren Besserungsanstalten. Seine Mutter sagte sie bedauere nicht eingegriffen zu haben als sein Vater begann ihn zu schlagen. Er trampte, wollte alles sehen was es zu sehen gibt. Um seine Ausflüge zu finanzieren beraubte er Unternehmen, wobei er sich auf diese beschränkte und Einbrüche in Privathäuser vermieden hatte, da er wusste das die Leute selbst nicht viel hatten. Als James 16 Jahre alt war wollte ihn sein Vater zur Armee schicken, wobei er bei seinem Alter gelogen hatte und dachte das er dort besser aufgehoben sei, was jedoch nicht funktionierte und er somit in der Jugendstrafanstalt blieb.

Mit einem gestohlenem Auto fuhr er über die Staatsgrenzen. Ihm kam die Idee Drogerien oder Apotheken auszurauben, um somit an Drogen zu gelangen. Der Gedanke somit in ein Gefängnis zu kommen hatte ihn nicht davon abgehalten. Er mochte die Drogen und die Einbrüche empfand er als relativ einfach.
Fogle bezeichnete man als charmant, die Frauen mochten ihn. Als er einmal in eine Drogerie einbrach, über ein Loch in der Decke wo er mit einem Seil hinein gelangte, fand ihn die Polizei schlafend in der Filiale, seine Beute im Wert von 10.000 Dollar lag neben ihm in Papiertüten.

Es war Mitte der 1950er Jahre als er Autos klaute und er von Mitgefangenen gelernt hatte wie man schnell und günstig an Drogen gelangt, man müsse nur in Apotheken einbrechen. 1963 war er ein „Drugstore Cowboy“.
Im Gefängnis schrieb er sein Buch Drugstore Cowboy. Seine Aufzeichnungen schickte er an Thomas E.Gaddis, der selbst schon für eine Bestseller-Biografie bekannt war. Gaddis schickte das Manuskript an Dan Yost der als freier Autor arbeitete. Da Fogle nur bis zur 6. Klasse eine Schule besuchte gab es einige Schreibfehler und Logiklöcher. Trotzdem war Yost erstaunt, wegen der Einzigartigkeit.
Den Film den Gus Van Sant gedreht hatte, sah Fogle mit 75 weiteren Insassen im Gefängnis. Es war die beste Kritik die ein Film bekommen kann. Und diese starke kritische Reaktion hat die Vorlage des Films, sein Buch bekannt gemacht. Einiges vom verdienten Geld gab er seiner Mutter und seinem Bruder.

James wollte gern nach Alaska um dort zu leben und sich als Maschinist eine Arbeit suchen. Dies hing jedoch davon ab ob man ihn 1990 aus dem Gefängnis entlassen würde. Wenn dies gelingt schwor er sich nie wieder in ein Gefängnis gehen zu müssen. Er wollte nie wieder stehlen, Drogen nehmen und er sagte es gibt Dinge für die es sich lohnt ein besseres Leben zu führen. 35 Jahre seines Lebens war er inhaftiert ,ein Berufsverbrecher der für 15 Straftaten verurteilt worden war.
Selbst im Jahr 2010 als er seit drei Jahren aus dem Gefängnis war, überfiel er wieder eine Apotheke, wo ein stiller Alarm die Polizei informierte und man ihn mit zwei Müllsäcken voller Arzneimittel erwischte. Daraufhin wurde er am 4. März 2011 erneut zu 16 Jahren verurteilt und kam wieder in Haft. Er hatte es nicht geschafft sich von seinen kriminellen Taten zu lösen.
James Fogle stirbt am 23. August 2012 im Alter von 75 Jahren an Lungenkrebs.