True Story

Into the Wild – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 2007.

Into the wild

Der Film basiert auf dem Buch, dem Bestseller, „Into the Wild“ des Autors Jon Krakauer, der die Geschichte von Christopher McCandless (1968-1992) erzählt. Christopher McCandless wurde auch „Alexander Supertramp“ genannt und war ein Abenteurer und Aussteiger. Er zog mit minimaler Ausrüstung durch die USA.

Er wuchs bei wohlhabenden Eltern in Virginia auf. Sein Vater war Radartechniker und arbeitete für die NASA. Er verlangte von seinem Sohn ein gutes Studium und eine glänzende Karriere.
Stattdessen entwickelte sich bei McCandless schon in der Kindheit ein Drang, sich so oft wie möglich in der freien Natur aufzuhalten. Christopher absolvierte Schule und Studium problemlos. Er lehnte Reichtum strikt ab, war aber sehr arbeitsam und geschäftstüchtig. Politisch vertrat er eine kompromisslose soziale bis sozialistische Sicht. In der Schule schrieb er Aufsätze, die die Ungerechtigkeit in der Welt anprangern.

Sein Abenteuer wurde von Büchern inspiriert, Leo Tolstoy, durch ihn kam er zur Erkenntnis, ein Leben in Keuschheit und ohne die Laster des Wohlstands zu führen. Henry David Thoreau, dieser predigte die Rückkehr zu einem möglichst natürlichen Leben und sich in die Natur einzufügen. Durch Jack London faszinierte ihn Alaska.
Kurz nach seinem Studium brach er auf. Er spendete seine 24.000 Dollar einer Hilfsorganisation. Seine Ausrüstung bestand aus Büchern, einem Gewehr, einem Schlafsack und einem Zelt.

Er reiste mit einem Boot den Colorado River hinunter bis ans Meer.
Ein Sturm hatte ihn überrascht und er kam fast ums Leben. Während dieser Reise hat er sich zwei Monate nur von Fisch und Reis ernährt. Er lernte neue Leute kennen und jobbte hier und da. Nach zweijähriger Wanderschaft brach er nach Alaska auf. Per Anhalter gelangte er nach Fairbanks. Von dort aus verschickte er die letzten Briefe und Postkarten. Er lieh sich ein Buch über Beeren, Früchte und Pflanzen Alaskas. Trotzdem war er schlecht ausgerüstet, eine alte Karte, er verzichtete auf eine Axt, Schneeschuhe und einen Kompass. Er wollte in natürlicher, unberührter Umgebung möglichst zivilisationsfrei überleben, er nannte es „live off the land“. Er ging jedoch in keine echte Wildnis. Ein Autofahrer nahm ihn mit und setzte ihn am Ende einer befahrbaren Straße ab. Zu dieser Zeit im April lagen etwa 40 cm Schnee.

Nach vier Tagen Marsch durch die Landschaft traf er auf einen ausgedienten Bus. Der Bus diente früher als Unterkunft für Straßenbauarbeiter. Dort richtete er sich ein und es war für ihn die erhoffte Wildnis. In der Nähe waren ein Dorf, ein Nationalpark und der 30 km entfernte Highway. Er schoss Eichhörnchen, Vögel und auch einen Elch, sammelte Beeren, Pilze und wilde Kartoffeln. Da diese Nahrung nicht ausreichte, verlor er nach und nach an Gewicht. Im Juli entschloss er sich in das Dorf Healy zu gehen, konnte aber wegen der Schneeschmelze den Fluss nicht überqueren. Also ging er zurück zum Bus und hoffte durchzuhalten, bis zufällig, vor allem bedingt durch die Jagdsaison, Hilfe käme.

Um den 18. August 1992 starb er. Elchjäger fanden 19 Tage später seine Leiche. McCandless hatte 112 Tage allein in der Wildnis gelebt. Die genaue Todesursache ist ungeklärt, möglicherweise aufgrund einer Vergiftung, die er durch die Nahrungsaufnahme erlitten hatte.