True Story

White Lightnin‘ – britisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2009.

 

Der Film wurde vom Leben des Tänzers Jesco White inspiriert. Jesco „Jesse“ White wurde am 30. Juli 1956 in Bandytown, West Virginia geboren. Er ist ein American Mountain Dancer, auch Clogging oder Stepptanz genannt. Dies ist eine Art von Volkstanz, bei dem es beim Tanzen durch Auftreten der Ferse, dem Zeh oder beidem auf den Boden zu hörbaren Rhythmen kommt. Außerdem ist er ein Entertainer und er hatte den Wunsch in die Fußstapfen seines berühmten Vaters Donald Ray White zu treten.

Erzählt wird die Geschichte des in den Appalachen lebenden Jesco White, dessen tristes Dasein von Drogen, Gewalt und Mountain Dancing, einer wilden Form von Step Dance geprägt ist. Innerhalb der folkloristischen Mountain-Dance-Szene nimmt Jesco White dementsprechend auch den Status eines Kult-Stars ein, welcher von Drogen, Armut und Depressionen durchzogener Lebenswandel immer wieder von sich reden macht und diese in seiner Heimat, den Appalachen, zu überwinden. Die Appalachen Region ist eine ländliche und kulturelle Region im Osten der Vereinigten Staaten. Eine sehr arme Region in der man in den 1960er Jahren versäumt hat zu investieren.

Sein Vater Donald Ray White (1927-1985), auch bekannt als D. Ray White war einer der bekanntesten American Mountain Dancer. Jesco White und seine Schwester Sue Ann White hatte man am 27. April 2009 festgenommen, wegen Verdachts von Drogendelikten. An diesem Tag unterbrach die Polizei einen laufenden Kokain-Deal. Der Sheriff von Boone County, Rodney Miller, hatte einen Tipp bekommen das die beiden Drogen von einem lokalen Händler erwerben wollten. Man erwischte sie auch mit mehr als zwei Gramm Kokain. Die später erhobene Anklage wurde jedoch wegen Mangel an Beweisen fallengelassen. Jesco sagte, er sei seit 30 Jahren drogenfrei und er sei kein schlechter Mensch, es ist peinlich und er fühle sich verletzt. Dennoch ist dieser Vorfall exemplarisch dafür, wie fließend bei Jesco White die Grenzen zwischen Faszination und Wahnsinn verlaufen.

Dabei möchte sich der Film nicht als eine wahrheitsgetreue Biografie über Jesco White verstanden wissen, sondern als ein Psychogramm einer Person, welche im Geiste längst eine Reise in die eigene Hölle angetreten hat. In früheren Jahren war Jesco White drogenabhängig, schnüffelte Benzin, Feuerzeugbenzin und war depressiv. Man sagt die Familie White sei noch mal mit einem blauen Auge davon gekommen. Es gab schon früher Streitigkeiten, so wurde einem Nachbarn ins Gesicht geschossen, wobei dieser ein Auge verlor. Der Nachbar starb später, jedoch an einer unbeabsichtigten selbst zugefügten Schusswunde.

1985 kam es zu einem heftigen Streit, ein Bekannter der Familie Steve Allen Roe (30), griff zur Schrotflinte, verletzte Jesco und seinen Bruder Dorsey schwer und tötete D. Ray White (60) mit einem Schuss in die Brust. Dorsey White war der, der dem Nachbarn ins Gesicht geschossen hatte. Jescos Schwester Mamie White war die Freundin von Billy Hastings, der Einfluss auf den damaligen Rechtsstreit hatte, der zur Erschießung von D. Ray White führte. Dies führte zu einer Auseinandersetzung mit Brandon Poe, Sohn von Jescos Schwester Sue Bob White.

Brandon Poe wurde zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt, wegen versuchten Mordes an Billy Hastings. Ein weiterer Bruder von Jesco, Poney White, verließ die Familie um ein besseres Leben zu führen. Sue Bob White wurde auch verhaftet und sitzt im Gefängnis. Kirk White einer Nichte von Jesco nahm man eins ihrer Kinder weg, wegen Alkohol und Drogenproblemen. Sie befindet sich in einer Reha-Einrichtung um das Sorgerecht wieder zu erlangen. In dem Ort Boone County kritisiert man die Familie und man sagt sie habe negativen Einfluss auf die Gemeinschaft.