True Story

Der Falke und der Schneemann – amerikanisches Drama, Biografie aus dem Jahr 1985.

Der Falke und der Schneemann

Der Film basiert auf den beiden Freunden Christopher Boyce und Daulton Lee. Eine wahre Geschichte über Freundschaft und Spionage, bei der sie Mitte der 1970er Jahre geheime Dokumente an die Sowjetunion verkauften.

Christopher Boyce, geboren 1953 in Santa Monica, Kalifornien. Sein Vater war FBI-Agent. Noch bevor Chris geboren wurde wechselte er zu einem Flugzeughersteller wo er als Sicherheitschef arbeitete. So zählten FBI-Agenten und Polizisten zu den Freunden der Familie. Chris war ein guter Schüler und Sportler, galt aber auch als Draufgänger und er liebte das Risiko. Seit der Grundschule sind er und Andrew Daulton Lee befreundet, der von einem Arzt adoptiert wurde.Beide waren Messdiener in der Kirche.
Chris interessierte sich für die Falknerei. Man beschrieb ihn als gutaussehend, athletisch und sympathisch. Die Politik seines Landes störte ihn, der Vietnam-Krieg und Watergate.

Daulton hingegen hatte andere Probleme, er war nicht so gut wie Chris, sein Aussehen oder die Fähigkeit Freundschaften zu schließen. Er fühlte sich zurückgewiesen. Während der High School Jahre fand er einen Weg zur Popularität, indem er mit Drogen handelte. Da er Kokain verkaufte wurde er als Schneemann bekannt.
Während Chris sein Abitur machte, wusste Daulton nichts mit sich anzufangen und wechselte mehrfach die Schule. Seine Hauptbeschäftigung war Drogen zu verkaufen.
Der Vater von Chris rief einen Freund an, der für die TRW Defense and Space Systems Group arbeitete, einem privaten Unternehmen das sich mit Spionagesatelliten beschäftigte und bat ihn, Chris dort einzustellen. Der 21-jährige Chris erhielt einen Sicherheitsausweis und musste ein Dokument unterzeichnen in dem stand, nichts von den internen Dingen nach außen zu tragen.

Später versetzte man ihn in den „Black Vault“, einem Raum, in dem verschlüsselte Nachrichten der Geheimdienste und entsprechende Codes bearbeitet wurden, diese strengster Geheimhaltung unterlagen. Dokumente und Skizzen über neue Satelliten der CIA um eine Kommunikation der Agenten zu erleichtern. Ein streng geheimes Entwicklungsprojekt, bei dem es sich um gewisse Pyramider-Satelliten handelte.
Chris war fassungslos und so entschied er sich seine Abneigung der Politik der USA in einer Weise zu zeigen, indem er dadurch auch Geld verdiente und so die geheimen Daten preisgab und nach draußen schmuggelte. Von seinem Plan erzählte er Daulton, der schließlich wusste, durch den Handel mit Drogen, an Geld zu gelangen.

Chris schmuggelte die Informationen aus dem „Black Vault“ und Daulton sollte sie als Kurier in eine sowjetische Botschaft, jedoch in einem anderen Land, bringen. Beide waren mit dem Plan einverstanden und so einigten sie sich auf die Botschaft in Mexiko. Daulton gelang es einen sowjetischen Beamten namens Vasily Okana zu kontaktieren. Dieser war anfangs skeptisch, aber nach Prüfen des brisanten Materials kam es zu einigen Verkäufen der Dokumente.
Chris wollte anonym bleiben, weswegen Daulton nichts über die Herkunft der Papiere sagte. Chris schmuggelte alles in seiner Aktentasche, vieles wurde fotografiert, die Akten die zurück mussten, schleuste er in einer Topfpflanze wieder ein.

Es kam zu Spannungen zwischen Chris und Daulton, weil dieser durch seine Drogen und Alkohol zu viel plauderte und er Chris Geld vorenthielt. Das Ganze ging etwa 2 Jahre, wobei Chris nur 20.000 Dollar dadurch bekam. Sein Motiv war nie das Geld, sondern Rache gegen ein Land das ihn enttäuscht hatte. Er war bereit auszusteigen doch Daulton drohte ihm alles seinem Vater zu erzählen. Mittlerweile waren auch die Russen immer gieriger nach neuen Informationen.

Daulton wurde in Mexiko von der Polizei geschnappt, er sagte er arbeite für eine Werbeagentur. Man beschuldigte ihn auch des Mordes eines Polizisten. Man informierte das FBI, das die CIA, das Pentagon und das Weiße Haus kontaktierten. Er sollte in den USA vor Gericht gestellt werden, wobei ihm die Mexikaner die Wahl gaben, in die SU oder USA abgeschoben zu werden. Man verurteilte ihn zu einer lebenslangen Haft, wurde 1998 auf Bewährung entlassen.
Chris wurde ebenfalls 1977 verhaftet und zu 40 Jahren verurteilt. 1980 floh er aus dem Gefängnis und verübte mehrere Banküberfälle, unter einer neuen Identität, namens Jim Namcheck .Er kam wieder ins Gefängnis und 2003 auf Bewährung entlassen.