True Story

Fair Game – Nichts ist gefährlicher als die Wahrheit – amerikanischer Polit-Thriller aus dem Jahr 2010.

Fair Game

Der Film basiert auf der Enttarnung der ehemaligen CIA-Agentin Valerie Plame die durch die Plame Affäre bekannt wurde. Valerie Plame ist die Ehefrau des ehemaligen amerikanischen Diplomaten Joseph C. Wilson.

Wilson reiste kurz vor der amerikanischen Irak-Invasion 2003 im Auftrag der US-Regierung in den afrikanischen Staat Niger, um Hinweisen auf den Kauf von Uran durch den Irak nachzugehen. Die Reise ergab, dass der Verdacht völlig unbegründet sei und vermutlich auf gefälschten Dokumenten beruhe, was sich später auch bestätigte. Wilson teilte seine Erkenntnisse der US-Regierung mit.

Die Bush-Regierung verwendete die angeblichen Urankäufe jedoch weiterhin als einen der politischen Hauptgründe für einen Krieg gegen den Irak.
US-Präsident George W. Bush verkündete in seiner zweiten Rede zur Lage der Nation am 28. Januar 2003 vor dem Kongress und vor 62 Millionen TV-Zuschauern; „Nach Erkenntnissen der britischen Regierung zeigte Saddam Hussein kürzlich Interesse an erheblichen Mengen Uran aus Afrika.“ Hussein wurde somit mit dem möglichen Bau von Massenvernichtungswaffen in Verbindung gebracht. Dies ist der propagandistische Erstschlag für die Irak-Invasion, die sieben Wochen später erfolgte. Nicht nur das, sondern eine bewusste Falschinformation, die Irak-Krieg-Lüge der Bush-Regierung und der Auslöser des ersten Whistleblower-Skandals der jüngeren US-Geschichte, der Washington zutiefst erschütterte.

Im Mittelpunkt steht Valerie Plame, Diplomatengattin und Undercover-Agentin der CIA, getarnt als Geschäftsfrau. Bis sich ihr Leben am 14. Juli 2003 brutal und ein für allemal ändert. Über Nacht wird sie als berühmteste Spionin Amerikas geoutet. Zugleich wird sie zum unschuldigen Opfer einer sensationellen Staatsaffäre, die den falschen Vorwand des Irak-Kriegs zerstört und Politiker, Präsidentenberater und Starreporter in ihrem Strudel fortreißt. Sie und ihr Ehemann gerieten in das Irak-Debakel. Da Wilson engagiert wurde um zu prüfen ob Hussein sich in Niger Uran beschaffe um den Einmarsch der US-Truppen in den Irak rechtfertigen zu können.

Vizepräsident Dick Cheney beauftragte die CIA, diese gab Wilson den Auftrag der Sache nachzugehen. Warum man ausgerechnet ihn dafür ausgewählt hat bleibt offen, anzunehmen ist weil seine Frau beim CIA war. Im Februar 2002 reist er nach Niger, die Papiere die er zu Sicht bekommt, die auf eine Uran-Transaktion hindeuten, entpuppen sich schnell als Fälschung. Er informierte die CIA und das State Department, dass man Fälschungen zu Fakten gemacht hatte.

Elf Monate später wiederholt Bush die Behauptung seiner TV-Rede. Wilson ist entsetzt und wendet sich an die New York Times, indem er am 6. Juli 2003 ein Sonntagsessay für diese schreibt; „Was ich in Afrika nicht fand.“ Er berichtet detailliert über seine Reise und seinen Auftrag in Niger. Das nun auch seine Frau da mit hineingezogen wurde konnte er nicht ahnen. Wilson erhält einen Anruf vom Kolumnisten Robert Novak. Er habe gehört das seine Frau für die CIA arbeite, Wilson war nicht bereit dies zu kommentieren, zu bestätigen oder zu dementieren.

Fünf Tage später outet Novak Valerie Plame als CIA-Expertin für Massenvernichtungswaffen und sie habe die Idee zur Niger-Reise gehabt. Novaks Hauptquelle war US-Vizejustizminister Richard Armitage und Karl Rove, Vizestabschef und Berater des Präsidenten.
Valerie Plame äußerte sich erst 2007 dazu; „Der Schaden wiegt schwer, wenn ein CIA-Cover platzt. Hier stehen Leben auf dem Spiel.“ Sie bangte um die Sicherheit ihrer Töchter.