True Story

Rebellion (L’ordre et la morale ) – französisches Drama, Thriller aus dem Jahr 2011.

Rebellion

Der Film basiert auf der Geiselnahme vom 22. April bis 5. Mai 1988 in der Ouvèa Höhle auf der Insel Ouvèa.
Ouvèa ist eine Gemeinde in Neukaledonien, französisches Überseegebiet im Pazifischen Ozean. Diese wurde 1853 von Frankreich erobert und gehört seitdem zu Frankreich.
Die ursprünglichen Bewohner von Neukaledonien sind die Kanaken, die heute ca.40 Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Die FLNKS, Front de Libèration Nationale Kanak et Socialiste, ist ein militantes sozialistisches Unabhängigkeit-Bündnis politischer Parteien in Neukaledonien, diese eine Unabhängigkeit von Frankreich forderte und es somit zu einer Geiselnahme kam. Die FLNKS nahm 27 Geisel die man in der Ouvèa Höhle versteckt hielt. Verhandlungen die Geisel freizulassen waren nicht erfolgreich. Französische Sicherheitskräfte belagerten die Höhle und befreiten die Geisel, wobei 18 Kanaken und zwei Gendarmen getötet wurden. Dies wurde zum Schauplatz einer Tragödie, der schon lange traumatisierten Bewohner und hinterließ tiefe Narben.

Im Zwanzigtausend Kilometer entfernten Paris hatten der Ministerpräsident Jacques Chirac und der damalige französische Präsident Francois Mitterand grünes Licht für einen militärischen Angriff gegeben. Nach Zeugenaussagen wurden die Geiselnehmer kaltblütig erschossen. Diese Befreiungsaktion nannte man „Operation Victor“ und wurde von mehreren Einheiten wie der Spezialeinheit der Gendarmerie GIGN, Fallschirmjäger EGIGN, der französischen Armee und einem Fallschirmregiment das schon in Indonesien und in Algerien wilde Bekanntheit ihrer Aktivitäten erlangte, durchgeführt. In Frankreich standen Präsidentschaftswahlen an und man hatte sich diesem Problem der Geiselnahme schnell entledigt.

Am 22. April 1988 rief der junge Unabhängigkeitskämpfer Alphonse Dianou zu einem Boykott gegen die Besetzung der Insel durch die Gendarmerie auf. Ihr Ziel war es ihre eigene Flagge der Kanaken und nicht der von Frankreich zu hissen. Doch die Situation eskalierte, nachdem ein Gendarm eine Waffe zog. Vier Polizisten wurden getötet, 27 als Geisel genommen. Elf von ihnen wurden in den Süden der Insel gebracht die man dort später befreien konnte. Die restlichen 16 Geisel brachte man in die Ouvèa Höhle. Die französische Armee hatte die Insel komplett abgeriegelt und es war nun eine militärische Zone strengster Überwachung. Jegliche Kommunikation nach außen war untersagt, die sich auf der Insel befindenden Reporter sperrte man in einen Schuppen in der Nähe der Landebahn.

Weit weg von Zeugen und Kameras hielt das Militär Verhöre um herauszufinden wo man die Geisel versteckt hält. Man fand die Höhle und die GIGN versuchte zu verhandeln, geführt durch Captain Phillipe Legorjus. Er, sechs weitere Soldaten und ein Richter wurden dadurch selbst zu Geiseln. Die Gefangenen wurden gut behandelt und hatten gegen eine friedliche Lösung nichts einzuwenden. In Paris tobte der Machtkampf zwischen Chirac und Mitterand, beide genehmigten die „Operation Victor“ diese sich als ein unglaublich gewalttätiger Übergriff erwiesen hatte.
Man erkannte aber auch das Leiden der Kanaken unter der Folge der Kolonisation und fordert für das Jahr 2014 die Abhaltung eines Referendums um über das Gebiet und die eigene Zukunft zu bestimmen. Die FNKLS beteiligt sich heute an der Verwaltung und Regierung von Neukaledonien. Sie sind dennoch für eine Unabhängigkeit und für das Referendum der Selbstbestimmung.