True Story

Der Blender – The Imposter – britischer Thriller, Dokumentation, Biografie aus dem Jahr 2012.

Der Blender-The Imposter

Der Film beruht auf dem französischen Serienbetrüger Frèdèric Bourdin, geboren 1974 in Nanterre, Frankreich.

Die Presse gab ihm den Spitznamen Chameleon. Er selbst behauptet 500 falsche Identitäten angenommen zu haben, diese hauptsächlich in Europa. Drei davon waren tatsächlich vermisste Personen, alles Teenager. Sein Vater lernte er nie kennen, der als algerischer Einwanderer nach Frankreich gekommen war. Seine Mutter war gewalttätig ihm gegenüber, sie schlug ihn bis er schrie, anstatt ihn zu umarmen. Da auch die Behörden der Meinung waren das sich seine Mutter zu wenig um ihn kümmere kam er in die Obhut der Großmutter. Später schickte man Bourdin jedoch in ein Jugendheim.

Als er 16 Jahre alt war riss er von dort aus und trampte nach Paris. Dort gab er sich einem Polizisten als Engländer Jimmy Seale aus. Als die Polizei feststellte das er so gut wie kein Englisch spricht, gestand er alles und man brachte ihn zurück ins Jugendheim.
Er hatte eine gewisse Technik entwickelt, mit der er sich als Teenager ausgab und in ganz Europa in Kinderheimen und Fürsorgeanstalten nach dem perfekten Zuhause suchte. Er sehnte sich nach Liebe und Geborgenheit und fast immer spielte er die Rolle eines missbrauchten und verlassenen Kindes.

Er lebte in 15 verschiedenen Ländern, sprach mehrere Sprachen, wenn auch nicht perfekt, und nannte sich unter anderem, Jimmy Morins, Arnaud Orions, Alex Dole, Giovanni Petrullo, Michelangelo Martini, Sladjan Raskovic und Benjamin Kent.

Am 13. Juni 1994 verließ der 13-jährige Nicholas Barclay das Haus seiner Familie in Texas, USA, um Basketball zu spielen. Er kehrte nie mehr zurück. Nicholas Barclay gilt bis heute als vermisst. Ein Fall der ungelöst bleibt.

Drei Jahre später, 1997, taucht in Spanien in einem Kinderheim ein junger Mann auf und behauptet Nicholas Barclay zu sein. Man kontaktierte die Familie in Texas, diese nach Spanien flog und sie sich mit ihrem angeblichen vermissten Sohn in der Botschaft trafen. Es war nicht Nicholas Barclay sondern Frèdèric Bourdin der sich als Nicholas ausgab. Er überzeugte die Familie, trotz seiner braunen Augen anstatt blauer Augen, trotz seines französischen Akzentes. Er sagte, er wäre ihr vermisster Sohn Nicholas der einem Kinder-Prostitutionsring entfliehen konnte. Die Familie glaubte ihm und nahm ihn mit nach Texas, sie akzeptierten ihn fortan als Sohn, wo er etwa fünf Monate bis zum 6. März 1998 lebte.

Als die Familie doch skeptisch wurde, beauftragten sie einen Privatdedektiv mit Untersuchungen und so gelang es mittels DNA ihn zu überführen. Er wurde zu sechs Jahren Haft verurteilt.
2003 kehrte er aus den USA nach Frankreich zurück. Jetzt nahm er die Identität von Leo Balley an, einem seit 1996 vermissten Teenager. Ein DNA-Test konnte ihn wiederum überführen. Am 16. September wurde er zu vier Monaten Haft wegen falscher Identität von Leo Balley verurteilt.

2004 befand sich Bourdin in Spanien und gab sich als Ruben Sanchez Espinoza aus und behauptete das seine Mutter bei dem Bombenattentat in Madrid ums Leben gekommen sei. Als die Polizei die Wahrheit herausfand, schickte man ihn zurück nach Frankreich.
2005 gab er sich als Francisco Fernandez Hernandes aus, ein 15-jähriger spanischer Waise und verbrachte somit einen Monat an der Hochschule Jean-Monnet in Pau, Frankreich. Er behauptete das seine Eltern bei einem Autounfall ums Leben gekommen seien. Er kleidete und stylte sich wie ein Teenager. Am 12. Juni wurde er durch einen Lehrer enttarnt.

Frèdèric Bourdin war innerhalb von sieben Jahren in 140 verschiedenen Kinderheimen in ganz Europa. Er versprach, nie wieder eine Identität eines anderen anzunehmen.
2007 heiratete Bourdin eine Französin, die er in einer Fernsehsendung kennengelernt hatte, wo sie über sexuelle Missbräuche sprachen. Zusammen haben sie vier Kinder.