True Story

Flucht aus Tibet – Wie zwischen Himmel und Erde – schweizerisch-deutsches Drama aus dem Jahr 2012.

Flucht aus Tibet

Der Film basiert auf den Erlebnissen der österreichischen Schauspielerin und Filmemacherin Maria Blumencron.

Nach ihrem Studium folgten Auslandsaufenthalte in Frankreich, Indien und Nepal. Sie arbeitete als Dokumentarfilmerin und setzte sich für hilfebedürftige und heimatlose Kinder ein.
In Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, leitete sie ein Kinder-und Jugendhostel. Durch den Bau von Kinderhäusern konnten für über 400 tibetische Exilkinder Paten in Deutschland und Österreich gefunden werden. Sie arbeitet ehrenamtlich für den Verein Shelter 108e.V., den sie mit Gleichgesinnten 2007 gegründet hat.
In Tibet erfuhr sie das Kinder von ihren Eltern über verschneite Pässe Hunderte von Kilometern durch den Himalaya in die Schulen des Dalai Lama nach Nordindien geschickt werden.

Jedes Jahr sind es mehr als 1000 Kinder die illegal nach Indien fliehen, um in der Nähe des Dalai Lama im Exil, im indischen Provinzstädtchen Dharamsala eine bessere Zukunft zu finden.
In ihrer wahren Geschichte konnte sie die Kinder nicht retten. Nach der Verhaftung durch die Chinesen und zwei Tagen in deren Gewahrsam gab sie auf.
1998 fragte sie sich, wie kann es sein, dass Eltern ihre Kinder wegschicken, noch dazu über solche absurden Wege.
Es begann mit einem Foto eines erfrorenen Mädchens im Fernsehen. Ein Mädchen das im Himalaya bei ihrer Flucht aus Tibet in das indische Exil erfroren war.
Sie reiste nach Tibet, wo sie den Fluchthelfer Kelsang Jigme kennenlernt, der unter den Fluchthelfern als Legende gilt. Sie wollte einen Film über die Flucht über die Pässe des Himalayas drehen. Die Polizei wurde auf sie aufmerksam und somit wurde sie inhaftiert. Kelsang Jigme hielt man über zwei Jahre lang fest.
Eine Geschichte über einen fast 6000 Meter hohen Grenzpass zwischen Tibet und Nepal, der für Tausende von tibetischen Flüchtlingen die Pforte in die Freiheit, für einige aber auch die Schwelle zum Tod bedeutet.

Maria Blumencron lernte Menschen kennen die die Flucht wagten. Darunter Jugendliche und Kinder, die von Erwachsenen durch den Schnee getragen wurden. Aber auch Mönche, Nonnen, politisch verfolgte und alte Menschen die ihren Lebensabend in der Nähe des Dalai Lama verbringen möchten.
Viele flüchten jedoch aus wirtschaftlichen Gründen. Das sogenannte Western Development Programm der Chinesen fruchtet nicht unbedingt für die Tibeter, höhere Steuern, schlechte Chancen auf dem Arbeitsmarkt, falls ein Tibeter überhaupt eine Möglichkeit bekommt die Schule und ein Studium zu machen. Die chinesische Regierung sagt die Schule sei kostenlos. Alle Flüchtlinge mit denen Maria Blumencron gesprochen hat sagen; „Das stimmt nicht es wird Geld eingezogen.“ Viele Familien können es sich nicht leisten oder wissen nicht einmal wie sie ihre Kinder überhaupt ernähren sollen.

Die Kinder gehen nie allen über die Pässe in Richtung Indien, sie werden immer von einem Fluchthelfer begleitet. Außerdem müssen weitere Erwachsene dabei sein die die Kinder durch den tiefen Schnee tragen müssen. Je nach Route dauert solch eine Flucht 14 bis 22 Tage. Dabei sind sie sehr schlecht ausgerüstet. Sie gehen mit Turnschuhen die sie mit Plastiktüten umhüllen. Man wärmt sich gegenseitig, die Nahrung reicht nie aus und nicht mal ein Seil ist dabei, falls jemand in eine Gletscherspalte fallen sollte. Gefahr besteht auch auf der tibetischen Seite durch die chinesische Polizei gefasst oder gar getötet zu werden.