True Story

Unforgiven – Das Todesurteil der Toni Jo Henry (The Pardon) – amerikanisches Drama aus dem Jahr 2013.

Unforgiven Das Todesurteil der Toni Jo Henry

Der Film erzählt die wahre Geschichte von Toni Jo Henry (1916-1942), einer amerikanischen Mörderin die als einzige Frau in Louisiana auf dem elektrischen Stuhl hingerichtet wurde.

Toni Jo Henry, geboren am 3. Januar 1916 als Annie Beatrice McQuiston, in der Nähe von Shreveport, Louisiana. Sie war das dritte von fünf Kindern. Ihre Mutter starb an Tuberkulose als sie 6 Jahre alt war. Ihr Vater heiratete erneut und da sie sich mit ihrer Stiefmutter nicht so recht anfreunden konnte und sie eher unglücklich war, bat sie ihre Tante sie zu sich zu nehmen.

Mit 13 Jahren arbeitete sie in einer Nudelfabrik. Als der Chef herausfand das ihre Mutter an Tuberkulose gestorben war, wurde sie gefeuert. Als sie an diesem Tag nach Hause kam wurde sie von ihrem Vater geschlagen und sie beschloss ihr Zuhause für immer zu verlassen. So kam es dazu das sie als Prostituierte in einem Bordell arbeitete, regelmäßig Alkohol, Marihuana und Kokain konsumierte.
Sie war gerade 16 Jahre alt, eine zierliche Figur und sehr hübsch. Es kam mehrmals zu Verhaftungen, darunter auch weil sie einen Mann angegriffen hatte. Durch ihr junges Alter blieb ihr das Gefängnis erspart.

Im Jahr 1939 traf sie auf Claude „Cowboy“ Henry, einem Preisboxer und beide verliebten sich. Noch im selben Jahr heirateten sie und verbrachten ihre Flitterwochen in Süd-Kalifornien. Ihm gelang es sie von ihren Drogen zu entwöhnen. Nach ihrer Rückkehr aus Kalifornien, wurde Claude Henry für einen Mord den er in Texas begangen hatte, festgenommen. 1940 wurde er für schuldig befunden und zu 50 Jahren Haft im Texas State Penitentiary in Huntsville verurteilt.

Toni Jo hatte Beziehungen zur kriminellen Unterwelt und schmiedete Pläne ihren Mann aus dem Gefängnis zu befreien. Er hatte sie davor gewarnt das diese Idee hoffnungslos sei. Sie und ihr Komplize Harold „Arkie“ Burke entwarfen einen Plan um eine Bank auszurauben, in der Hoffnung mit dem erbeuteten Geld ihren Mann aus dem Gefängnis zu bekommen. Sie besorgten sich Waffen und überlegten wie sie an an Fahrzeug gelangen. Dabei wurden sie auf Joseph P. Colloway aufmerksam der gerade mit einem neuen Ford V8 Coupé zu einem Bekannten wollte und den beiden eine Mitfahrgelegenheit bot. Das Auto war perfekt für ihr Vorhaben, neu und gut motorisiert für die damalige Zeit. Sie fuhren in Richtung Jennings, Louisiana, als Toni Jo ihren Revolver zog und Colloway zwang auf eine abgelegene Straße zu fahren.

Sie sagte er solle das Fahrzeug stoppen und er müsse sich ausziehen. Arkie sammelte die Kleidung, seine Uhr, sowie sein Geld ein. Die Kleidung war für ihren Mann bestimmt. Nun musste sich Colloway nackt in den Kofferraum legen. Man fuhr zu einer geeigneten Stelle um ihn zu töten. Sie befahl ihm sich hinzuknien und schoss ihm in den Kopf. Harold Burks hatte zwar einen Banküberfall geplant, jedoch keinen Mord, woraufhin er mit dem Auto verschwand.
Toni Jo wurde bewusst das sie sich in Schwierigkeiten befand, ging zu ihrer Tante, erzählte dieser von dem Vorfall und legte der Polizei gegenüber ein Geständnis ab.
Toni Jo wurde wegen Mordes angeklagt, weigerte sich jedoch irgendwelche Details ihres Komplizen zu geben. Schließlich brach sie doch ihr Schweigen und Arkie konnte ebenfalls verhaftet werden.

Am 19. März 1940 wurde sie zum Tode durch Erhängen verurteilt. Da sich inzwischen die Hinrichtungsmethode in Louisiana geändert hatte, wurde eine Vollstreckung auf dem elektrischen Stuhl angeordnet. Auch Arkie wurde zum Tode verurteilt.
1942 unternahm ihr Mann einen gescheiterten Fluchtversuch, um seine Frau aus dem Gefängnis zu befreien.
Einen Tag vor der Hinrichtung durfte sie mit ihrem Mann telefonieren. Sie sagte zu ihm, sollte er vorzeitig entlassen werden, solle er ein anständiges Leben führen.
Am 28. November 1942 wurde Toni Jo hingerichtet. Das Medieninteresse war groß, da eine zierliche junge und attraktive Frau einen Mord begangen hatte und nun selbst mit ihrem Leben bezahlen musste.
Ihr Mann wurde 1945 auf Bewährung entlassen, starb jedoch noch im selben Jahr bei einer Schießerei.