True Story

Wonderland – amerikanisch-kanadischer Thriller aus dem Jahr 2003.

Wonderland

Der Film basiert auf den sogenannten Wonderland-Morden, diese am 1. Juli 1981 begangen wurden. In Los Angeles, in der Wonderland Avenue, der Wohngegend Laurel Canyon, wurden vier Menschen grausam ermordet und eine Frau schwer verletzt.

Hauptperson des Films ist der drogenabhängige Pornodarsteller John Holmes (1944-1988), der Zeuge der Morde gewesen sein soll. Vom Mordvorwurf wurde er 1982 freigesprochen. Die Morde sind bis heute nicht vollständig aufgeklärt. John Holmes finanzierte seinen Drogenkonsum durch Einbrüche in Häuser und Autos, außerdem durch die Arbeit als Drogenkurier. Seine Pornofilmkarriere begann 1969 und er soll laut Berichten in mehr als 1000 Filmen mitgespielt haben.

Die Wonderland Gang war eine Gruppe von Drogenhändlern in Los Angeles. John Holmes war hier oft anzutreffen um Kokain zu schnorren. Die Drogenhändler hatten ein Reihenhaus in der Wonderland Avenue gemietet, in dem sie ihre Geschäfte tätigten. Alle der vier ermordeten waren an diesen Geschäften beteiligt, Billy Deverell, Ron Launius, Joy Miller und Barbara Richardson. Die Frau von Ron Launius, Susen, überlebte diesen Angriff schwer verletzt und verstümmelt.

Auch der Nachtclubbesitzer Eddie Nash wurde festgenommen und vor Gericht gestellt. Aber auch hier kam es zu einem Freispruch. Eddie Nash galt als angeblicher Drahtzieher der Morde. Er selbst war Drogendealer und ein verurteilter Gangster. Er gilt als berüchtigt für seine Beteiligung an den Morden, für eine mögliche Vergeltung für einen Raub in seinem Haus. Die vier Personen die ermordet wurden, hatten zuvor bei ihm eingebrochen um nach Drogen und Bargeld zu suchen. Durch Holmes gelangten sie in das Haus. Danach fuhren sie zurück zum Wonderland Haus um ihre Beute zu teilen. Holmes war verärgert über seinen Anteil.

Nash war wütend, man hatte ihn nicht nur beraubt sondern auch seinen Stolz genommen. Was in den nächsten 72 Stunden passierte ist bis heute umstritten.
Am 1.Juli 1981 kurz nach 4.00 Uhr starben vier Menschen auf brutale Weise, Böden und Wände waren voller Blut. Ein Nachbar bemerkte etwas, dachte jedoch es sei wieder eine Party. Die Polizei interessierte wo sich John Holmes während der Morde aufgehalten hatte. Seine Frau sagte er kam blutverschmiert nach Hause, er rechtfertigte dies mit der Aussage er habe einen Unfall gehabt. Als ausgebildete Krankenschwester wurde ihr klar, es ist nicht sein Blut, er schwieg.

Polizeibeamte des LAPD gaben zu Protokoll das man den Tatort sehr blutig vorfand und das die Tat grauenhafter als die der LaBianca Morde, die Morde die mit Charles Manson in Verbindung stehen, gewesen sein sollen. Alle Opfer wurden zu Tode geprügelt. Nash und Holmes waren eng befreundet. Holmes war Verbindungsmann zwischen der Wonderland Gang und Eddie Nash. Eine Geschäftsbeziehung die sich später als giftig erweisen sollte. Das Haus in der Wondeland Avenue wurde von Pitbulls bewacht, die Treppe die zur Haustür führte, war mit einem Metallzaun gesichert, außerdem gab es eine Freisprechanlage. Der Polizei war es als Drogenhölle bekannt. Tags über war es ruhig und nachts wurden wilde Partys gefeiert. In diesem Haus fand man nur Junkies die schon einige Delikte und Festnahmen hinter sich hatten.

Holmes beschrieb man als einen selbstverherrlichenden Lügner, der die Wahrheit ohne zu zucken manipulierte. Er selbst nannte die Bewohner des Hauses Abschaum aber später sprach er davon „ein Teil der Familie“ gewesen zu sein.
Im Haus fand man einen blutigen Handabdruck von Holmes. Als er sich weigerte eine Aussage zu machen kam er für 110 Tage ins Gefängnis. Er starb 1988 an AIDS.
Die zweite Frau von Holmes, ebenfalls eine Pornodarstellerin namens Laurie, bekannt unter Misty Dawn, sagte über Nash; „Er war ein schrecklicher Mensch…John sagte mir, er verwendete kein Toilettenpapier nachdem er sein Geschäft auf dem Klo verrichtet hatte, er bot den jungen Frauen die Kokain haben wollten an, seinen Arsch sauber zu lecken.“